Top News

„Anthony Joshua vs Tyson Fury“ – erster Vertragsentwurf steht

„Anthony Joshua vs Tyson Fury“ – erster Vertragsentwurf steht

Eddie Hearn hat erklärt, er habe den ersten Entwurf des Vertrags für den Kampf zwischen ‚AJ‘ und dem ‚Gypsy King‘ an dessen Promoter Bob Arum und Frank Warren geschickt.

Er hoffe, dass er die Vertragsunterlagen innerhalb von zwei Wochen unterschrieben zurückbekomme, sagte Hearn. Wie der Matchroom Boxing-Boss gegenüber der „Daily Mail“ ausführte, „spiegelt der Vertragsentwurf den positiven Charakter der Diskussionen wider, die wir bisher über diesen Kampf geführt haben.“

Erst nach einer vertraglichen Einigung – so Hearn weiter – könne man sich nach einer Location für den Fight umschauen. Soweit bisher bekannt, ist das erste Aufeinandertreffen der beiden britischen Schwergewichtler im Ring für Juni geplant, als Austragungsorte sind angeblich Katar, Saudi-Arabien, Dubai, Abu Dhabi, die USA, Australien, Singapur und China im Gespräch.

Zumindest der Rückkampf könnte dann aber auf der Insel stattfinden: „Im Millennium Stadium”, hat der 41-Jährige Hearn vorgeschlagen. Die Arena im walisischen Cardiff hat ein schließbares Dach. Fury und Joshua könnten also auch bei schlechtem Wetter und niedrigen Temperaturen im Herbst oder Winter dort gegeneinander boxen.

Fraglich ist noch, ob die Situation der Übertragungsrechte sich einfach und schnell klären lässt: Tyson Furys Kämpfe laufen in den USA und Großbritannien auf ESPN respektive BT Sports, Anthony Joshua gibt’s in den USA auf DAZN und im Vereinigten Königreich via Sky zu sehen. Noch vor kurzem hatte Hearn sich über die Problematik der Verhandlungen mit den TV-Sendern beklagt: „Wenn man solch einen Deal zu Papier bringt, geht das fünfzehn Mal hin und her, ehe jeder Buchstabe im Dokument gebilligt ist.”

Ungeachtet dessen dürfte es für die britischen Boxfans eine herbe Enttäuschung sein, wenn der Megafight außerhalb von Großbritannien durchgeführt wird. Möglicherweise lassen die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und die daraus resultierenden Beschränkungen aber nicht zu, dass der Kampf unter für alle Beteiligten finanziell zufriedenstellenden Bedingungen auf der Insel stattfindet. Natürlich würde grundsätzlich die Möglichkeit bestehen, die Begegnung zu verschieben. Doch das dürfte weder im Interesse der beiden Boxer, noch der Boxfans sein.

Aktuell zeichnet sich ab, dass die Pubs und Restaurants in Großbritannien noch bis Mai geschlossen bleiben, die meisten Geschäfte dürfen wohl schon im April wieder ihre Pforten öffnen. Fraglich ist aber, ob und wie viele Zuschauer im kommenden Juni eine Boxveranstaltung besuchen könnten.

In den Boxforen im Internet gehen die Meinungen über den Ausgang des Kampfes weit auseinander. Für die einen ist Tyson Fury der klare Favorit, die anderen sehen Anthony Joshua vorne. Fest steht jedenfalls: der Sieger aus „Joshua vs Fury I“ wird im schon geplanten zweiten Kampf den größeren Anteil der Börse bekommen. Während im ersten Fight der Gesamtbörsensplit noch 50:50 ist, gibt es im Rematch 60% für den Gewinner der ersten Kampfes und 40% für den Verlierer.

Bei „Joshua vs Fury I“ wartet auf jeden der beiden Kämpfer eine Börse von 100 Millionen Pfund, immerhin geht es um die Vereinigung der Gürtel der vier großen Boxverbände.

Voriger Artikel

Tippspiel KW 4 - 29./30.01.2021

Nächster Artikel

Boxsport Short News 29.01.2021

Keine Kommentare

Antwort schreiben