Top News

Anthony Joshua vs TBA

Ein Beitrag von FW

Anthony Joshua vs TBA

Langsam wird es zum Possenspiel. Und – ehrlich gesagt – mag ich sie im Augenblick weder lesen, noch hören: die Spekulationen und Geschichtchen, gegen wen Boxweltmeister Anthony Joshua als nächstes antritt.

Fast täglich taucht das Thema trotzdem im WWW auf. Mal ist es Dillian Whyte, der in weinerlicher Art und Weise auf sein Recht pocht, gegen Joshua in den Ring zu steigen, dann ist es Lennox Lewis, der auf seine alten Tage wohl den Starruhm vergangener Zeiten vermisst und der sich neuerdings des Öfteren mit teilweise recht unsinnigem Geschwätz zu Wort meldet. Dann ist es wieder Eddie Hearn, der entweder versucht, Whyte als ebenbürtigen Gegner für Joshua zu verkaufen oder der verkündet, er habe nicht nur Dillian Whyte und Deontay Wilder, sondern auch Tyson Fury ein Angebot unterbreitet, am 13. April im Wembley Stadion gegen Joshua in den Ring zu steigen.

Fakt scheint doch zu sein: kaum jemand scheint ernsthaft an einem Fight gegen den vierfachen Weltmeister interessiert zu sein. Oder daran, gegen wen AJ denn nun boxt. Die Boxfans wollen das Rematch von Wilder vs Fury sehen. Whyte ist nur eine Randfigur, die es aufgrund fehlender guter Gegnerschaft im Schwergewicht trotz offensichtlich vorhandener boxerischer Defizite bis auf die vorderen Ränge geschafft hat. Ein Kampf gegen Anthony Joshua? Wozu?

Wie schon vor einiger Zeit bei Boxen.de geschrieben, bleiben Joshua nur wenige Optionen: Eine – nicht ganz so interessante – wäre ein Kampf gegen Kubrat Pulev. Der ist nicht nur Pflichtherausforderer, sondern neuerdings bei Top Rank unter Vertrag und sollte eigentlich noch einen Aufbaukampf machen, bevor es gegen  AJ geht.

Die andere Option heißt Jarrell „Big Baby“ Miller. Der US-Boxer versucht schon einige Zeit, sich in Szene zu setzen, fordert Joshua nicht nur öffentlich heraus, sondern hat sogar angekündigt, Joshua zuerst KO zu schlagen und danach mit seiner (Joshuas) Mutter auszugehen. Möglicherweise hat „Big Baby“ – nur um den Druck auf Joshuas Manager Eddie Hearn zu erhöhen – mittlerweile angedroht, in der NFL Football zu spielen, falls es nicht zu einem Kampf gegen AJ käme. Angeblich, so Miller, läge ihm ein entsprechendes Angebot eines Teams vor.

Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!

Eddie Hearn müsste eigentlich wissen, dass das nur Show ist, allerdings steht der Matchroom-Boxing-Inhaber unter Druck. Die Buchung des Wembley-Stadions am 13. April scheint hinfällig, es zeichnet sich ab, dass Joshua wohl in den USA boxen wird. Hearn soll Jarrell “Big Baby” Miller zwischenzeitlich  schon ein Angebot gemacht haben, gegen Anthony Joshua zu kämpfen. Laut Millers Co-Promoter Greg Cohen fände der Kampf dann am 1. Juni oder am 8. Juni im Madison Square Garden in New York statt. „Wir können uns zurücklehnen und sehen, was passiert.“ sagte Cohen weiter, wohl wissend, dass Hearn kaum eine andere lukrative Möglichkeit hat.

„Baby“ Miller arbeitet jedenfalls weiter an seinem „Bad Boy-Image“: „AJ ist ein wirklich großes Hype-Ding. Aber wenn er gegen eine wirklich dreckige, hungrige, gemeine Person wie mich kämpft, dann wird  eine ganz andere Geschichte daraus, Mann.” Bleibt also abzuwarten, ob das Date mit Anthony Joshuas Mutter zustande kommt, oder ob Yeta Odusanya dann doch mit ihrem Sohn Anthony dessen erfolgreiches USA-Debut feiern kann.

 

PS: Falls jemand auf die Idee kommt, bei boxrec mal nach TBA zu suchen:

 

Voriger Artikel

Die Undercard auf Petko’s Fight Night in Berlin

Nächster Artikel

Tippspiel KW 7 - 09./10.02.2019

19 Kommentare

  1. 6. Februar 2019 at 15:51 —

    Luis Ortiz sagte, dass er verfügbar sei…
    schade, Joshua, leider hast du keine Eier!

  2. 6. Februar 2019 at 17:19 —

    Fakt scheint doch zu sein: kaum jemand scheint ernsthaft an einem Fight gegen den vierfachen Weltmeister interessiert zu sein.

    ja kein wunder wenn hearn jeder bedrohung für joshua nur hungerlöhne börsen anbietet.

    hearn und joshua sind ein witz hoffe er wird sein titel schnell los

    • 6. Februar 2019 at 17:45 —

      So wenig isses ja nun nicht, dass man davon nicht leben kann.

      Zudem könnte man ja sagen, als Herausforderer sollte es doch primär um die Gürtel gehen und nicht nur um die Kohle, und wenn man selber Champ ist, dann diktiert man den anderen die Konditionen.

    • 7. Februar 2019 at 09:36 —

      Polonia, erstmal nachdenken bevor man was schreibt. Wilders Management hat mehrfach Angebote erhalten, man hat darauf nicht reagiert. So wie es aussieht, wird man sich mit Fury auf ein Rematch verständigen. Fallen schon mal die beiden weg. Whyte, so sehr ich ihn auch mag, ist nicht in der Position um derartige Forderungen zu stellen. Wie Knopster bereits schrieb, er hat die Chance 3 Gürtel der großen Verbände zu ergattern. Zudem hat er sich ständig beklagt, dass keiner gegen ihn kämpfen möchte. Jetzt hat er die Gelegenheit und auf einmal sind Geld und Rematch Clause usw. das Problem. Wenn ihm 5 Mio. Pfund zu wenig sind, soll er sein Glück woanders versuchen. Ganz einfach.

      Ob man Hearn mag oder nicht, er ist beste Promoter im Geschäft. Er hat Leuten mit durchschnittlichen Fähigkeiten wie z.B. Bellew, Whyte oder Chisora zu Millionen Gagen verholfen. Seine Kämpfer sind aktiv, müssen nicht 1 Jahr lang warten bis der nächste Gegner feststeht.

  3. 6. Februar 2019 at 17:35 —

    Sportsfreund “Adrelaninmonster”,
    soweit ich informiert bin, soll Luis Ortiz doch am 2. März gegen Christian Hammer antreten.

    • 6. Februar 2019 at 19:42 —

      Als ob der sich nicht ganz schnell im Training was einfängt wenn er dafür 3 Wochen später gegen AJ rankönnte. Viel zu gefährlich.

    • 7. Februar 2019 at 07:43 —

      Hey, ich habe nur wiedergegeben, was Ortiz verlauten ließ. Kam über Twitter.

      • 7. Februar 2019 at 10:03 —

        und im selben Atemzug gleich mal die Behauptung aufstellen, AJ habe keine Eier. ^^

        • 7. Februar 2019 at 10:07 —

          gut gelesen. ist untypisch für dich. und? widerspricht sich das jetzt oder was?

          • 7. Februar 2019 at 12:35

            Sei doch nicht so naiv, der Kubaner ist auf einen payday aus. Warum sollte AJ Angst vor einem 50 jährigen haben, der zum einen an Bluthochdruck leidet und dessen größte Erfolge Siege über Grandpa Thompson und Jennings waren?

        • 7. Februar 2019 at 12:45 —

          “Warum sollte AJ Angst vor einem 50 jährigen haben, der zum einen an Bluthochdruck leidet”
          ————————————————————————-

          Reden wir noch von demselben AJ, der von Opa Klitschko das erste Mal in seiner Profikarriere auf die Bretter geschickt wurde und seit dem total verängstigt boxt? Und welchen großen Namen hat AJ denn besiegt?

          • 7. Februar 2019 at 14:55

            Naja, so was passiert halt, umso beeindruckender war sein Comeback. Klitschko, Parker oder Povetkin in 22 Fights ist doch nicht schlecht und hinzu kommen noch 3 bedeutende Gürtel. Wen hatte denn Deontay zu dem Zeitpunkt?

          • 7. Februar 2019 at 15:03

            echt jetzt? Das passiert halt? So willst du aus der NUmmer raus? AJ durfte stehen bleiben, weil Wladi auf Vitali gehört hatte, der ihm riet NICHt nachzusetzen. Von Povetkin hat er auch ordentliche Dinger kassiert und sah bei dem Kampf alles andere als gut aus. Und Parker? Wie war denn deiner Meinung nach die Leistung von AJ bei diesem Kampf?
            3 Gürtel…aber wie hat er sie sich denn geholt?
            Willst du mich veräppeln?

          • 7. Februar 2019 at 15:51

            ortiz ist doch schon gegen wilder schlafen gegangen was willst mit dem noch.
            wilder und fury sollen jetzt nochmal gegeneinander boxen und danach soll der sieger gegen joshua. einen anderen kampf gibt es im HW derzeit nicht. Joshua muss bis dahin halt aktiv bleibem und ganz neben bei seine gürtel verteidigen. Miller oder Whyte sind da gute alternativen wie auch Pulev.

          • 7. Februar 2019 at 22:46

            Ortiz hat vs Wilder von seiner technischen Überlegenheit profitiert bzw eben von Wilders eklatanten Schwächen.. So hat er mMn die Mehrzahl der Runden geholt..
            Dann hat Wilder ihn vor allem auf Grund seiner physischen Überlegenheit am Ende noch erwischt..
            Gegen AJ wäre seine technisch Überlegenheit wesentlich geringer und seine physischen Nachteile dafür umso größer..
            Ich glaube nicht, dass er AJ vor ähnliche Probleme stellen könnte, wie es ihm vs Wilder gelungen ist oder eben WK gegen AJ..!
            Da fände ich AJ vs Fury vergleichsweise weitaus interessanter, aber der kommt ja wohl vorerst nicht in Frage..

          • 7. Februar 2019 at 22:51

            Brennov
            7. Februar 2019 at 15:51
            ortiz ist doch schon gegen wilder schlafen gegangen was willst mit dem noch.
            —————————————————————————-
            Gewagte Ansage von einem Groupie eines HW-“Champs” der schon von einem Cruiser ins Reich der Träume geschickt wurde..
            Du hast es eben einfach drauf..

          • 8. Februar 2019 at 09:41

            Adrenalin, du hast Schwierigkeiten mir zu folgen. Es PASSIERT, dass man in der Königsklasse angeklingelt wird. Keiner hat das Gegenteil behauptet. Das entscheidende ist jedoch, wie das Ergebnis am Ende aussieht. Alleine AJ durfte stehen bleiben, es war ein flush knockdown, mehr auch nicht. Außerdem ist es doch nicht sein Problem, dass Klitschmann nicht nachgesetzt hat. Worüber du dir wieder Gedanken machst? Sicherlich hatte AJ seine Schwierigkeiten mit Parker, weil er u.a. sehr schnell auf den Beinen war. Du verstehst immer noch nicht, dass jeder Kampf (jeder Style) anders ist. Du kannst nicht jeden Gegner ausknocken. Nichtsdestotrotz hat AJ klar nach punkten gewonnen. Oder stellst du das auch in Frage? Richtig, 2 der 3 Gürtel waren vakant. Kannst dich bei Fury bedanken.

          • 8. Februar 2019 at 11:44

            flo, 😀 😀 😀

  4. 6. Februar 2019 at 17:39 —

    Sorry.ich meinte Sportsfreund” Adrenalinmonster”

    Tippfehler!!

Antwort schreiben