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Anthony Joshua – Kampf gegen „Big Baby“ Miller steht

Ein Bericht von FW

Anthony Joshua – Kampf gegen „Big Baby“ Miller steht

“Es war eine Ehre und ein Segen, in Großbritannien gekämpft zu haben, nicht zuletzt im Wembley-Stadion, aber es ist Zeit, an den Atlantik zu kommen und meine Schwergewichtstitel in den USA zu verteidigen!“

Mit diesen Worten kommentierte Box-Weltmeister Anthony Joshua die Mitteilung seines Promoters Eddie Hearn, dass  am 1. Juni im New Yorker Madison Square Garden ein Kampf gegen „Big Baby“ Jarrell Miller stattfinden wird. Miller hat von 24 Kämpfen 23 gewonnen, 20 davon durch KO. Trotzdem halten viele Boxfans Dillian Whyte, der seit Wochen versucht hat, sich für den Kampf gegen Joshua in Szene zu setzen,  für den gefährlicheren Boxer.

Eine Meinung, die ich allerdings weder teile, noch nachvollziehen kann. Doch wie dem auch sei: damit ist des Rematch zwischen AJ und Whyte zumindest zur Zeit erst einmal vom Tisch. Den ersten Kampf  – wenn man die Begegnung der beiden zu Amateurzeiten mal aussen vor lässt – hatte Joshua im Jahr 2015 durch KO in Runde sieben gewonnen.

Whyte selber ist natürlich mit dem Umstand, dass die Wahl auf den US-Amerikaner gefallen ist, nicht einverstanden: „Jarrell Miller ist Müll, ich kann nicht glauben, dass Joshua ihn ausgewählt hat!“ ließ der Brite schon vor Tagen verlauten. Möglicherweise hat Whyte auch nur zu hoch gepokert: “The Body Snatcher” hatte zwar mehrere Angebote für einen Fight gegen Joshua bekommen, Whytes Aussagen zufolge waren sie aber viel zu niedrig.

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Whyte geht davon aus, dass Miller den Kampf gegen Joshua durch KO verliert und vermutet, dass der Fight vor allem aus einem Grund zustande gekommen ist: „Es ist ein geschäftlicher Schritt. Joshua muss wegen DAZN in Amerika kämpfen, Eddie (Hearn – Anmerkung der Redaktion) steht unter Druck und muss liefern!“ Durchaus möglich, dass Whyte damit Recht hat: Joshuas Promoter Eddie Hearn von Matchroom Boxing hat einen langfristigen Vertrag mit DAZN. Denkbar, dass der Sender in dieser Angelegenheit Druck ausgeübt hat.

“The Body Snatcher” wird nun – wie Boxen.de schon berichtete – am 20. April in der O2 Arena in London gegen Dominic Breazeale kämpfen; für Whyte als auch für Breazeale eine unbefriedigende Lösung. Kein Wunder, dass der Brite an Joshuas Gegenüber kein gutes Haar lässt: „Miller ist der perfekte Gegner für Amerika. Er sieht „so aus als ob“, ist unbesiegt, kann nicht schlagen und hat eine gute Workrate. Er ist ein Angeber, ein perfekter Gegner für Joshua. Ich würde nicht meine Zeit damit verschwenden, zum Kampf zu gehen, ich weiß, was schon passieren wird. Sechs, sieben Runden und dann wird (Miller) ausgeknockt.”

Jarrell Miller selber ließ es sich allerdings nicht nehmen, die Ankündigung des Kampfes auf seine Art und Weise „zu feiern“: „Du brauchst nur ein paar große Eier und den Glauben, dass Gott Dich mit Absicht so groß geschaffen hat!“ Und einen freundlichen Gruß für AJ gab’s gleich noch dazu: „Willkommen in meiner Stadt, wo Ratten und Kakerlaken Dir Dein Taschengeld stehlen!“ Zumindest aber Joshuas Mutter, mit der Miller nach seinem Sieg ausgehen wollte, scheint nun kein Thema mehr zu sein.

 

 

 

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23 Kommentare

  1. 14. Februar 2019 at 08:42 —

    “Trotzdem halten viele Boxfans Dillian Whyte, der seit Wochen versucht hat, sich für den Kampf gegen Joshua in Szene zu setzen, für den gefährlicheren Boxer.”

    Weder Whyte noch Miller sind für Joshua in irgenteiner weise gefährlich. das gleiche gilt auch für pulev oder breazeale.

  2. 14. Februar 2019 at 08:50 —

    Das sehe ich ähnlich. Wobei ich da Miller noch für den interessantesten Gegner halte.

  3. 14. Februar 2019 at 11:17 —

    So schlecht sehe ich die Ansetzung jetzt nicht, zumal die Deckung von Joshua sooo stabil nicht ist und Miller schon ein ordentliches Pfund in den Fäusten hat!

  4. 14. Februar 2019 at 11:44 —

    Sollte es zu einem harten Brexit kommen, wird der Austausch und die Zusammenarbeit mit britischen Boxern noch schwieriger.
    Beispiel hierfür ist Agit Kabayel, der einige Zeit mit Anthony Joshua Sparring machen durfte, oder David Price, der des Öfteren schon in Deutschland boxte.
    Man kann sich also vorstellen, dass der Brexit auch Auswirkungen auf den europäischen Boxsport hat ,d.h. der ohnehin schon isolierte Boxsport in Großbritannien, wird vom restlichen Europa noch mehr abgekoppelt.

  5. 14. Februar 2019 at 13:34 —

    Mit anderen Worten:
    Ein harter Brexit wirkt sich unmittelbar auf die Aufenthalts-und Arbeitsverhältnisse von deutschen Boxern in Großbritannien (mit Ausnahme von Irland) sowie britischen Boxern in Deutschland aus, was sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf Boxevents des Gastboxers im jeweiligen Gastland beziehen könnte.

  6. 14. Februar 2019 at 13:55 —

    Na toll ,miller ist zu fett,langsam,und auch nicht technisch der beste ,der geht unter 100prozent wahrscheinlich nach 3 Runden is Feierabend

    • 14. Februar 2019 at 17:59 —

      Glaube ich nicht.

      https://m.youtube.com/watch?v=IbdQonSeJ_E

      Und Whyte ist schlank, schnell und ein toller Techniker?

      • 14. Februar 2019 at 18:20 —

        …und nun..?

        Ohne mir jetzt die vollen 10 Minuten angetan zu haben:
        Das sind großteils Bilder aus der Zeit, als Miller noch auf die letzten 10 Whopper pro Mahlzeit verzichtet hat..
        Kaum Technik, wenig Speed, hauptsächlich wilde Schwinger.. Aber immerhin viel Kinn und gute Workrate..
        Ich glaub auch nicht, dass das deutlich länger als 3 Runden dauert..

      • 14. Februar 2019 at 18:32 —

        Allein bei dem Gedanken daran, dass er gegen das Moppelchen in den USA sein Image aufpolieren kann, während Wilder nochmal vs Fury ran darf (muss), kommt AJ doch aus dem Grinsen nicht mehr raus..

      • 15. Februar 2019 at 13:48 —

        Das Video macht das ganze nicht unbedingt besser,jetzt gebe ich Miller nur noch 2 runden bis Feierabend 😁👍😁👍😁

  7. 14. Februar 2019 at 17:12 —

    Joshua haut das big baby windelweich…

  8. 14. Februar 2019 at 18:00 —
  9. 15. Februar 2019 at 05:05 —

    Ich glaube Joshua wird mit der pummeligen Planierraupe mehr Probleme haben als viele glauben.. Er hat nicht die variable Führhand um so einen Maschierer lang zu halten. Wenn Miller seine Schläge nehmen kann und Dauerdruck ausüben kann, dürfte er eine Chance haben.. Für mich ein riskanter Fight für Joshua und die bessere Wahl als ein Rematch gegen Whyte.

    • 15. Februar 2019 at 08:53 —

      Bingo

    • 15. Februar 2019 at 12:40 —

      Ja, wenn Miller seine Schläge nehmen kann…

    • 15. Februar 2019 at 12:57 —

      Btw, ich würde auch gar nicht sagen, dass Miller in der aktuellen Situation eine schlechte Wahl ist..
      AJ bzw Hearn hat das Problem, dass es ausser Fury und Wilder aktuell keine Optionen gibt, mit denen man einen großen Fight aufziehen könnte..
      Miller eignet sich gut als Einstieg auf den US Markt, die sportliche Herausforderung sei mal dahin gestellt..
      Andererseits gibt es momentan wie gesagt kaum “größere” Herausforderungen als Miller, da Povetkin und Ortiz (beide aus sportlicher Sicht wesentlich gefährlicher als Big Baby) ja erst kürzlich vs AJ / Wilder Ko gegangen sind..

  10. 15. Februar 2019 at 18:26 —

    Stimme Flo9r zu. Miller ist auf jeden Fall besser als Whyte, den AJ ja schon durch KO besiegt hat. Und würde er Ortiz kämpfen, würde jeder amerikanische Boxfan sagen, er würde gegen Wilders Leftovers antreten. Miller ist keine besonders große Herausforderung, aber eine logische Wahl. Adam Kownacki oder Oscar Rivas wären auch nicht schlecht, aber Miller ist in USA etwas bekannter und er wird von Hearn copromoted, er kassiert in diesem Fall also doppelt.

  11. 15. Februar 2019 at 18:39 —

    was hier für alberne diskussionen geführt werden von euch vollpfeifen. hahahahaha

    eddie hearn soll an aj´s bbc ersticken, der ehrlose hund!

  12. 15. Februar 2019 at 21:57 —

    Ruhig Blut ihr Spezialisten.
    Ich seh das gelassen. Natürlich ist Miller wie für AJ gemacht und nach 2 bis drei turbulenten Schwingerrunden und Boooyaa schnell da wo er hingehört.
    Aber Miller ist so ein Body-Puncher. Und hier liegt tatsächlich seine Chance. Das kann AJ nicht ab.
    AJ gegen Ortiz …das wäre es.
    Und Feigenbutz gegen Price…..alles nur eine Frage der Einstellung 🙂
    Glaube selbst da gewinnt Price nicht

    • 17. Februar 2019 at 14:11 —

      Was denn nun, Du Luftpumpe..?
      Ist Miller jetzt wie gemacht für AJ oder doch eher sehr gefährlich, weil krasser Body-Puncher..??
      Zwei verschiedene Vorhersagen zum selben Fight in einem Post, sehr gut..

      Btw, egal ob er sich Mutzke oder Power nennt, wesentlich mehr Ahnung als Du hat er offensichtlich schon..

  13. 17. Februar 2019 at 07:33 —

    Oh Max Mutzke …oder Power .
    hört sich eher wie ein Deo an.
    Schreib besser nix mehr

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