Top News

Anthony Joshua – hat Prinz Charles ihn infiziert?

Anthony Joshua – hat Prinz Charles ihn infiziert?

Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua hat sich in häusliche Quarantäne begeben. Grund dafür ist die Coronavirus-Infektion des 71-jährigen Prince of Wales, den ‚AJ‘ am 9. März beim Commonwealth Day getroffen hatte. Bislang soll Joshua aber noch keine Symptome einer Erkrankung zeigen.

‚AJ‘ ist zu Hause und hält sich damit an die Richtlinien der Regierung, es geht ihm gut. Er wünscht den Betroffenen eine schnelle Genesung und dankt allen Hilfskräften”, teilte ein Mitglied aus Joshuas Team der „Daily Mail“ mit.

Aber auch ungeachtet einer möglichen Erkrankung des Weltmeisters ist fraglich, ob die auf den 20. Juni angesetzte Pflichtverteidigung gegen Kubrat Pulev stattfinden kann. Geplant ist, dass der Titelverteidiger und sein Herausforderer im Stadion des Londoner Fußball-Clubs Tottenham Hotspur aufeinandertreffen. Doch Joshuas Promoter Eddie Hearn weiß, dass der Termin wohl nicht zu halten sein wird. Insider berichten, dass Hearn überlegt, den Kampf auf den 25. Juli zu verschieben.

Zurzeit hat das British Boxing Board of Control alle öffentlichen Boxveranstaltungen bis  Ende April abgesagt. Eine Pressemitteilung des BBBofC offenbart jedoch eine „Hintertür“: „In Bezug auf die Erklärung des Premierministers Boris Johnson werden alle öffentlichen Turniere unter der Gerichtsbarkeit des British Boxing Board of Control leider abgesagt. Die weitere Prüfung der Angelegenheit wird Anfang April stattfinden.“

Das bedeutet wiederum: nicht-öffentliche Boxkämpfe wären grundsätzlich möglich. Eddie Hearn hat allerdings schon mehrfach ausgeschlossen, dass er einen Kampf vor leeren Rängen veranstalten wird: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie wir einen Kampf (..) ohne Publikum inszenieren können. Für mich ist Boxen in vielerlei Hinsicht einzigartig, insbesondere in Bezug auf die Rolle, die die Fans spielen, wenn es darum geht, einen Kämpfer in einem sehr wichtigen Moment seiner Karriere zu pushen!“

IBF-Pflichtherausforderer Kubrat Pulev sieht das anders. Der 38 Jahre alte Bulgare hat sich dazu bereit erklärt, auch in einem menschenleeren Stadion zu kämpfen: „Ich bin bereit für den 20. Juni, den 25. Juli, wann immer sie sagen. Sie sehen, wie die Situation ist. Die ganze Welt muss sich darauf einstellen. Es ist kein Problem, wenn keine Zuschauer dabei sind. Alle sind zu Hause, können ‚pay per view‘ nutzen. Ich sehe da finanziell kein Problem. Der Show könnte ohne Fans ein wenig verloren gehen, aber sie kann immer noch über die Bühne gehen. Schließlich ist es eine Weltmeisterschaft, die stattfinden muss.”

Einen unbestreitbaren Vorteil hätte es aber für Pulev, wenn der Kampf gegen Anthony Joshua erst später stattfindet: Ulli Wegner wäre mit am Start. Der 77-jährige Trainer liegt wegen eines Oberschenkelhalsbruchs zurzeit noch im Brandenburger Reha-Klinikum Median in Hoppegarten, gibt sich aber kämpferisch: „Ich würde den Job nicht übernehmen, wenn ich nicht der festen Überzeugung wäre, dass Kubrat durchaus die Fähigkeiten besitzt, den Ring als Sieger zu verlassen!“

Voriger Artikel

Trash Talk: Andy Ruiz jr und Dillian Whyte

Nächster Artikel

Tippspiel KW 13 - 27./28.03.2020

Keine Kommentare

Antwort schreiben