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Anthony Joshua – die Uhr tickt

Anthony Joshua – die Uhr tickt

Noch bis zum Ende des Monats hat Schwergewichtsweltmeister Anthony Joshua Zeit, über sein weiteres Vorgehen in Sachen “Titelverteidigung” nachzudenken. Falls sich ‚AJ‘ bis zum 31. Januar nicht dafür entscheidet, gegen Kubrat Pulev zu boxen, wird die IBF ihm den Weltmeistertitel aberkennen.

Der Bulgare hat zwar auf seiner facebook-Seite einen Bericht der bulgarischen „btv media group“ gepostet, in dem es unter anderem heißt: „Der Kampf zwischen Kubrat Pulev und Anthony Joshua ist bereits eine Tatsache. Die Cobra wird gegen den Briten um den Schwergewichts-Titel der International Boxing Federation (IBF) im Mai in Istanbul boxen.“, doch das dürfte in dieser Form noch gar nicht vereinbart sein.

Bild: Kubrat Pulev / facebook

 

Zu erwarten ist eigentlich, dass Anthony Joshua seine Titel im heimischen Großbritannien verteidigen möchte. Und ob das nun gegen Pulev sein wird, bleibt abzuwarten.

Immerhin hat auch die WBO Joshua eine Frist gesetzt. Hier geht es um die Pflichtverteidigung gegen Oleksandr Usyk. Um zumindest diese Angelegenheit zu regeln, haben sich Eddie Hearn, Anthony Joshua und Oleksandr Usyks K2-Promoter Alex Krassyuk in London getroffen.

Fraglich ist, worüber die Parteien genau gesprochen und ob sie sich geeinigt haben. War es der Versuch, einen Deal auszuarbeiten, bei dem Usyks Team zustimmt, dass Joshua zuerst gegen Pulev antritt und später dann gegen Usyk? Da Joshua und Usyk beide mit Hearns Matchroom Boxing vertraglich verbunden sind, ließe sich so etwas sicher arrangieren.

Abgesehen davon sehen viele den Ukrainer bislang nicht als „echtes Schwergewicht“, sodass ein zweiter Fight im HW – zum Beispiel gegen Dereck Chisora – Sinn machen würde. Möglich ist eigentlich alles. Zumal Anthony Joshua bekräftigt hat, dass er sich seine Titel im Falle einer Aberkennung durch den Verband später wieder erboxen würde: „Ich habe immer gesagt, dass die Gürtel mich nicht repräsentieren. Ich werde ein Champion sein, auch wenn ich einen aufgeben muss. Und ich weiß, dass ich ihn zurückbekommen kann.”

Zu vermuten ist allerdings, dass Eddie Hearn Usyk ein „Step aside“-Angebot macht. Dazu passt auch, was Oleksandr Usyks Manager Egis Klimas unter dem Bild von Eddie Hearn, Anthony Joshua und Alex Krassyuk gepostet hat:

Quelle: Instagram

 

Übersetzt: „Mal sehen, welches Geschenk Alexander zum Geburtstag von Usyk mitbringen wird.“

Den feiert Oleksandr Usyk übrigens heute. Seinen 33sten. Herzlichen Glückwunsch!

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5 Kommentare

  1. 17. Januar 2020 at 11:22 —

    Am Ende heißt es doch eh wieder “it’s all about the money.”

    Man erinnere sich wie Klitschko seine Gürtel jahrelang halten konnte ohne seine Verpflichtungen gegenüber den Verbänden und Pflichtherausforderern immer nachzukommen.

    Die IBF ist doch auch nicht blöd, ein WM AJ mit ihrem Gürtel bringt doch mehr Cash und Ansehen als wenn der Gürtel niedergelegt ist und wo sich dann Kubrat Schlaftablette mit sonst wem messen darf.

    Die werden das schon irgendwo einfädeln, im Frühjahr AJ gegen Pulev (dann ist auch diese Akte endlich mal geschlossen) und im Sommer dann irgendwann gegen Usyk.

    • 17. Januar 2020 at 11:25 —

      btw. Weiß einer was bei der IBF los ist, ich schau mir grad die aktuellen Rankings an: boxingscene.com/rankings/

      Irgendwie sind die Number 1 & 2 Spots in fast jeder GK vakant.

      Theoretisch würde man doch denken, die folgenden Boxer sollten/müssten dann immer nachrücken.

      • 17. Januar 2020 at 13:03 —

        Wer bei den Verbänden durchschaut, kann auch Holz schweißen.

        • 17. Januar 2020 at 13:13 —

          Richtig. Wobei ich bei all den Verbänden immer noch die IBF Verband als “seriösesten” ansehen würde. Die sparen sich den Kasperquatsch wie die anderen, wo es mehrere WMs pro GK gibt oder Extratitel wie “Diamond”, “Maya”, “Pommes”.

          • 17. Januar 2020 at 14:21

            Das denke ich auch, deswegen wird Joshua auch gegen Pulev verteidigen, da die WBO im Gegensatz zur IBF Joshua eher nicht den Titel aberkennt.

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