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Angelo Rottoli – Kampf gegen Corona verloren

Man mag in diesen Tagen das Wort „Corona“ am besten gar nicht mehr hören. Es nervt gewaltig, dass es im Moment auf der ganzen Welt kaum ein anderes Thema gibt, als diese tückische Virus-Erkrankung. Quer durch alle Gesellschaftsschichten gibt es erkrankte Menschen und leider auch viel mehr Todesopfer, als bei einer „normalen“ Grippewelle.

Auch der Boxsport ist betroffen. Es gibt nicht nur Verdachtsfälle und tatsächlich infizierte Boxer, sondern auch Todesfälle. Am Sonntag wurde bekannt, dass der Italiener Angelo Rottoli, ehemaliger EBU-Champion im Cruisergewicht, Opfer des COVID-19 Virus geworden ist. Rottoli starb im Alter von 61 Jahren. Er lebte in Bergamo, einer der traurigen Hochburgen der gegenwärtigen Corona-Epidemie. Seine Mutter und sein Bruder sind ebenfalls dieser Krankheit erlegen.

Rottoli war zwischen 1981 und 1990 Profiboxer und erreichte in dieser Zeit einen Kampfrekord von 29(15)-3(1)-2. Er startete in den ersten Jahren als Schwergewichtler und wurde italienischer Meister. Diesen Titel verteidigte er mehrmals. Als 1985 das Cruisergewicht eingeführt wurde, wechselte der 1,85m große Rottoli in diese Gewichtsklasse.

Im Verlauf der nächsten 2 Jahre kletterte er in den Rankings nach oben und er forderte schließlich WBC-Champ Carlos de Leon heraus. Dieser Kampf war der erste, den er verlor. Seine Ecke gab nach fünf Runden wegen seiner Cutverletzungen auf. Er absolvierte in der Folge vier weitere Kämpfe und kämpfte 1988 gegen den Nigerianer Bash Ali um dessen WBC-International Titel. Diesmal hatte er mehr Glück und kam über 12 Runden zu einem Punktsieg.

Im Mai 1989 besiegte er in seiner Heimatstadt Bergamo den Norweger Magne Havna. Hierbei war er es diesmal, der vom Verletzungspech des Gegners profitieren konnte. Doch der EBU-Gürtel blieb nicht lange bei ihm. Im November `89 verlor er gegen den in Frankreich lebenden gebürtigen Kongolesen Anaclet Wamba knapp nach Punkten. Nach einer weiteren Punkt-Niederlage gegen den Argentinier Daniel Neto beendete Rottoli 1990 seine Karriere.

Wir als „Boxen.de-Schreiber“ hoffen inständig, dass der Scheitelpunkt dieser gegenwärtigen Epidemie bald überschritten ist und nicht noch mehr Opfer aus dem Boxsport zu beklagen sind. Es macht weitaus mehr Freude von guten Events und spannenden Kämpfen zu berichten, als solche Todesnachrichten schreiben zu müssen.

Hier ein Interview mit Rottoli vom Januar 2020:

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22 Kommentare

  1. 31. März 2020 at 08:11 —

    “…und leider auch viel mehr Todesopfer, als bei einer „normalen“ Grippewelle.”

    Das stimmt nicht!

    • 31. März 2020 at 08:22 —

      geolitico . de/2020/03/16/infiziert-mit-der-corona-hysterie/

      • 31. März 2020 at 14:58 —

        guter Artikel! Danke. Ich bin mittlerweile über jeden Menschen dankbar, der ein Lächeln im Gesicht hat und nette Worte findet.
        Diese Masken- und Handschuh-Zombies kann ich nicht mehr sehen und bekomme nur noch schlechte Laune.
        Neulich hat mir eine erzählt, dass man Grippe wenigstens heilen könnte, als ich sie darauf aufmerksam machte. Ich fragte sie, “seit wann denn das?”
        “Ja, doch! Mit Antibiotika….”

    • 31. März 2020 at 13:12 —

      Wer weiss das schon. Das Ding ist ja leider noch nicht zu Ende. Ich bin auch nicht begeistert von der Hysterie, die teilweise verbreitet wird.

  2. 31. März 2020 at 10:41 —

    Neulich habe ich einen Bericht gelesen, dass in Folge des 11. September viele Amerikaner Angst vor Flugreisen hatten und auf das Auto umgestiegen sind. Dadurch kam es zu mehr als 4000 Todesopfer im Straßenverkehr als jemals zuvor. Ca 1000 Todesopfer mehr als am 11. September. Angst und Panikmache, waren noch nie gute Ratgeber.

  3. 31. März 2020 at 13:40 —

    @ fett

    Wodarg? Schwieriges Thema.

    • 31. März 2020 at 14:23 —

      @ Schreiberling

      Es ist nicht so, daß eine kritische Haltung zu dieser Thematik einzig und
      allein auf Wodarg gründen müsste.
      Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe Mediziner, die dem öffentlich vermittelten Standpunkt vehement widersprechen und es werden immer mehr.
      Und auch diese muss man eigentlich nicht bemühen denn es existieren tatsächlich mittlerweile Analysen relevanter Stellen welche die Erkrankung in geboten nüchterner eben wissenschaftlicher Weise beurteilen.
      Ein Beispiel: The New England Journal of Medicine kommt zu folgenden Schluss:
      “Die Gesamtfolgen von Covid 19 ähneln eher einer schweren saisonalen oder pandemischen Grippe wie in 1957 oder 1968 mit Todesraten von etwa 0,1% als SARS oder MERS mit Raten von 9-10% bzw. 36%.”
      Ich denke nicht das solcherlei in BRD-Nachrichten Erwähnung findet.
      Was hier geschieht ist ungeheuerlich und es steht zu hoffen, daß nach dieser monströsen Geschichte eine Flut von Sammelklagen die Verantwortlichen heimsucht für millionenfache, seelische Grausamkeit!

      • 31. März 2020 at 14:43 —

        Sehr gut..!
        Kritischer Umgang mit dem, was momentan ohne 100%ige juristische Grundlage abgezogen wird, ist absolut notwendig..
        Ein kurzer Blick nach Ungarn sollte ausreichen, die potenziellen Gefahren zu erkennen..

        • 31. März 2020 at 15:22 —

          Schön zu wissen, dass es noch Leute gibt, die in der Lage sind, ihren gesunden Menschenverstand einzusetzen. Dieser Zustand hat rein gar nichts mit dem Virus zu tun, die Zahlen geben es einfach nicht her. Ich ahne nichts gutes…

          youtube.com/watch?v=Sfm1oXpvkTA&feature=emb_title

          • 10. April 2020 at 20:58

            Ne, da kann man gar nichts Gutes bei ahnen, weil es mMn erstaunlich offensichtlich praktiziert wird.. Der Virus wird als Vorwand für allen möglichen Unfug genutzt.. sowohl bezüglich Arbeitnehmerschutz als auch auf persönliche Freiheiten bezogen..
            Und die ganzen Lappen (sorry..), die meinen, man solle sich dem einfach beugen, es wäre ja nur temporär und zu unserem Besten… Wenn die mal nur Recht behalten (würden..), allein mir fehlt der Glaube..

        • 31. März 2020 at 17:08 —

          Vielen Dank für deinen Ungarn-Hinweis.
          Das ist völlig an mir vorbei gegangen, aber unglaublich interessant!

          Und es erinnert mich daran, wie jemand in Deutschland den Notstand und die damit einhergehende Diktatur ausrief!

      • 31. März 2020 at 15:16 —

        Danke, barenuckles, das erspart mir eine länger Erklärung.

        @schreiberling
        Ja, Wodarg ist ein schwieriges Thema, weil man ihn durch seine Ausgrenzung zu einem schwierigen Thema gemacht hat. Es dreht sich aber nicht um Wodarg selbst, sondern um das, was er zu COV-2 zu sagen hat und seine Ansichten werden nicht nur in vielen Expertisen zum Thema Corona geteilt, sondern ergeben auch noch mehr Sinn, als die geschürte Hysterie. Nur ist es leider so, dass immer weniger kontroverse Aussagen zu diesem Thema publiziert werden, weil jeder Publizist mit anschließender Arbeitslosigkeit rechnen muss.

        Aber mit der bürgerlichen Entmachtung spricht Du es bereits ja selber an!

        • 31. März 2020 at 15:20 —

          “weil jeder Publizist mit anschließender Arbeitslosigkeit rechnen muss.”

          Ist das eine Annahme oder woher weißt du das?

          • 31. März 2020 at 15:32

            Nein es ist keine Annahme!

            Bei regierungsfeindlichen Publikationen, finden Sanktionen immer erst auf beruflicher Eben statt.

          • 1. April 2020 at 08:37

            “…immer erst auf beruflicher “Eben” statt.”

            War das eine Anspielung? 😉

  4. 31. März 2020 at 14:25 —

    @ bareknuckles

    In der Tat findet da eine “bürgerliche Entmachtung” statt … das ist schon richtig.

  5. 31. März 2020 at 15:31 —

    Vorhin im TV war davon die Rede, dass die in Deutschland gestorbenen Patienten im Durchschnitt 80 Jahre alt waren. Ich denke mal, dass das aussagekräftig ist. Die Mehrzahl dieser Todesopfer hätte vielleicht auch jede andere Lungenentzündung oder starke Grippe dahin gerafft.

    Damit möchte ich das Ganze nicht runterspielen oder verharmlosen, aber es sagt mir doch, dass es hauptsächlich alte und ohnehin geschwächte Menschen sind, die Corona zum Opfer fallen.

    • 31. März 2020 at 18:58 —

      Angelo Rottoli….ja, an den kann mich noch dunkel erinnern, auch an die oben im Bericht anderen genannten Boxer! Eigentlich lese ich ja gerne mal was über ehemalige Boxgrößen vergangener Tage, aber wenn es dann um schwere Krankheiten geht wie zuletzt der Bericht von Schreiberling über Leon Spinks oder jetzt dieser Bericht macht das eher nachdenklich!!

      Thema Coronavirus: Paniknmache oder nicht……..ich gehöre zu denen die das am Anfang wohl unterschätzt haben!? Viele Freunde und Bekannte von mir sind mittlerweile unter häuslicher Quarantäne und einer meiner Besten Freunde liegt auf der Intensivstation und kämpft um sein Leben, Stand Heute…es sieht übel aus, 56 Jahe alt und keine Vorerkrankungen, so viel zu dem Thema das es nur das es nur die ganz alten Leutchen trifft!

      • 1. April 2020 at 08:10 —

        zuerst: Tut mir Leid für deinen Freund.
        Was mich interessiert ist: Ist er Sportler oder nimmt er es vielleicht nicht so genau mit seiner Gesundheit? oder, oder….
        Was ich meine: Alkohol, ungesundes Essen, …

      • 1. April 2020 at 08:19 —

        einfacher ausgedrückt: Ist er der robuste Typ oder schwächelt er grundsätzlich?
        Ich frage weil es mich vor zwei Jahren erwischt hat mit einer Grippe und ich drei Wochen flach lag, wobei ich in der ersten Woche nicht unter 39,3°C fiel mit dem Fieber.
        Ich halte mich für fit für mein Alter, aber das Ding hat mich zum Wackeln gebracht.

        • 1. April 2020 at 09:48 —

          Er ist eher der robuste Typ, ein Kerl wie ein Baum, ein ehemaligerTeakwondokämpfer der sich die letzten Jahre mit Schwimmen und Radfahren fit gehalten hat als er in verschiednen Gelenken mit Arthroseproblemen zu kämpfen hatte, hätte nicht gedacht das es ihn so erwischen kann!

          Da kannst du aber froh sein das du Fieber bekommen hast, das hilft die Krankheit auszuschwitzen! Ich für meinen Teil hatte das letzte mal vor ca. 40 Jahren Fieber, habe in meinen jungen Jahren zuviel Antibiotika geschluckt…so das heute fast keines mehr so richtig wirkt!

          • 1. April 2020 at 11:08

            Danke für die Info. Habe auch einiges an Kampfsport hinter mir, aber das Ausdauertraining übertreibe ich nicht, weil ich mal gelesen habe, dass man genau das Gegenteil erreicht und sogar nachweislich anfälliger wird für (Achtung, kein Scheiß) Atemwegserkrankungen.
            Ich bin zweimal in der Woche für nur 5km joggen. Ich will flüssig bleiben in den Bewegungen und habe Angst davor tattrig zu werden.
            Wenn du dein Leben lang dich auf deine Physis verlassen konntest und -sagen wir mal- heiklen Situationen trotzen konntest, baut dein Selbstwertgefühl darauf auf.

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