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Andy Ruiz – “The Fat Boys are back”

“The Fat Boys are back“

Die dicken Jungs sind wieder da.

1. Juni 1985: die Hip-Hop-Formation „The Fat Boys“ aus Brooklyn veröffentlicht diesen Song auf ihrem gleichnamigen Studioalbum.

20. Januar 2020: Andy Ruiz singt den Song im Auto mit und teilt den kurzen Clip im Internet.

 

 

Soll man dem eine Bedeutung beimessen? Und falls ja: welche? Anders als viele andere Bands des Hip-Hop-Genres versuchten die „Fat Boys“ nie, sich als Gangster zu positionieren. Stattdessen beschäftigte sich ein großer Teil ihrer Texte mit den Themen Partys, Girls und Essen. So gesehen: ein Heimspiel für Andy Ruiz.

Natürlich kann man die Geschichte auch anders interpretieren. Vielleicht möchte Ruiz seine Rückkehr ins Gym damit ankündigen. Immerhin gibt es gleich zwei Boxer, die gerne mit dem ehemaligen Kurzzeitweltmeister das Seilgeviert teilen würden.

Oscar Rivas hat Interesse an einem Kampf mit Andy Ruiz oder Daniel ‚Dynamite‘ Dubois geäußert. Dass Frank Warren das Risiko eingeht, Dubois gegen den weit erfahreneren ‚Kaboom‘ Rivas verlieren zu lassen, ist allerdings eher unwahrscheinlich, zumal ja eine Begegnung zwischen Dubois und Joe Joyce im Raum steht.

Interessent Nr. 2 ist Dillian Whyte, dessen Promoter Eddie Hearn Andy Ruiz jr. ein „großes siebenstelliges Angebot“ für einen solchen Kampf Ende März oder Anfang April in Großbritannien gemacht haben soll.

Interessant wäre zu wissen, wie groß die Offerte des Matchroom Boxing-Chefs denn nun tatsächlich ist. Ruiz hat für seinen ersten Kampf gegen Joshua 5 Millionen kassiert, für den Rückkampf am 7. Dezember 12 Millionen US-Dollar.

Und ein Fight gegen ‚Body Snatcher‘ Whyte ist nicht ganz ohne Risiko. Allerdings für beide Boxer. Während es für Ruiz „nur“ um Reputation und Ranking geht, steht für Whyte ungleich mehr auf dem Spiel: Dillian Whyte ist Pflichtherausforderer für den WBC-Titel und hat das Recht, den Sieger des Kampfes Deontay Wilder vs Tyson Fury herauszufordern. Falls Whyte gegen Ruiz verliert, müsste der WBC ihm – wenn die Verantwortlichen regelkonform agieren – dieses Recht aberkennen, was wiederum Ruiz die Chance auf einen Titelkampf einräumen würde.

Dessen dürfte sich aber auch Eddie Hearn bewusst sein, dem ein Kampf von Whyte gegen Wilder viel Geld einbringen würde, ein Kampf von Ruiz gegen Wilder dagegen gar nichts. Man könnte also vermuten, dass das „große siebenstellige Angebot“ aus diesem Grund nicht ganz so groß ausgefallen ist.

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4 Kommentare

  1. 22. Januar 2020 at 10:16 —

    Er sucht vielleicht ein alternatives Standbein? 😀

  2. 22. Januar 2020 at 11:29 —

    Morgen.
    ALso ich habe nichts gegen ihn .
    Aber ich kann keinen Boxer respektieren der nach einem guten Zahltag nichts mehr macht und sich komplett gehen lässt.
    Deswegen bewundere ich Joshua , Wilder und natürlich auch alte Champions, die noch hungrig sind und noch lange oben bleiben wollen.

    Ich denke Dillian W wird Ruiz Besiegen.
    Dillian hat viel dazu gelernt und man muss auch ganz ehrlich sagen. Er Kämpft immer wieder gegen Boxer die einen Namen haben. Riskiert immer wieder was.
    Ich denke wenn dillian W sich gut vorbereitet nicht wie bei Wach… Da hat er ja auch selber gesagt das er kaum Trainiert hat und sehr viel auf den Rippen hatte.

    Ich glaube er wollte einfach die Börse haben und konnte nicht nein sagen.

    • 22. Januar 2020 at 12:48 —

      Oder aber, wir haben den Whyte gesehen, der im Vorfeld eines Kampfes ohne leistungssteigernde Mittelchen sein Trainingscamp absolvieren musste.

  3. 22. Januar 2020 at 18:51 —

    Haha, Fat Boys – Respekt an Ruiz, dass er die überhaupt noch kennt. Wie ich schonmal schrieb, nur weil er gegen AJ schwach war, mag ich ihn als Boxer trotzdem. Ich weiß gar nicht, ob er bei der Weglauftaktik Joshuas überhaupt eine Chance gehabt hätte, selbst wenn er besser austrainiert gewesen wäre.

    Whyte ist nicht Joshua. Er hat wenig Power, ist langsam und defensiv nicht allzu stark. Wenn Ruiz einigermaßen vorbereitet ist und die PR keinen Quatsch machen, gewinnt er das locker.

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