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Andy Ruiz Jr stoppt Alexander Dimitrenko in Runde 5

Andy Ruiz Jr stoppt Alexander Dimitrenko in Runde 5

 

Auf der Undercard von Danny Garcia vs Adrian Granados im kalifornischen Carson wollte sich auch der amerikanische Schwergewichtsboxer Andy Ruiz für höhere Aufgaben empfehlen. Sein Gegner, ein alter Bekannter: Alexander Dimitrenko aus Hamburg. Ruhig ist es um den mittlerweile 36-jährigen „Sascha“ geworden, zuletzt stand Dimitrenko im August 2018 gegen Briant Jennings im Ring, ein Kampf, den Dimi durch TKO verlor.

Nun muss man sagen, dass Dimitrenko es seinen Fans nicht immer leicht gemacht hat, oft wirkte der ehemalige Europameister eher unmotiviert, lustlos und ohne Kampfgeist; kein Wunder, dass viele schon im Vorfeld den „Destroyer“ Andy Ruiz Jr in der Favoritenrolle sahen.

Auf 10 Runden war die Begegnung angesetzt, Dimitrenkos Bilanz mit 41-5-0 eigentlich ganz gut anzuschauen, zumindest nicht schlechter anmutend als Ruiz` 31-1-0. Doch bekanntermaßen ist ja nicht alles Gold, was glänzt und so konnte Dimi seine größere Erfahrung nicht gewinnbringend einsetzen. Statt Ruiz mit seiner immerhin um 20 cm größeren Reichweite auf Distanz zu halten, ließ er den 13 cm kleineren Mann immer wieder viel zu nah an sich herankommen und schluckte – nicht zuletzt aufgrund kaum vorhandener Deckung – viele unnötige Treffer, vor allem auf den Körper. Auf die Idee, selber mal zu Ruiz Körper  zu gehen – der ja sozusagen unübersehbar reichlich vorhanden ist – kam Dimitrenko nur selten.

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Und schon in der ersten Runde wirkte der Wahlhamburger unbeholfen und ängstlich. Dimitrenko arbeitete nicht mit seinem Jab, sondern fintierte meist nur und so konnte Ruiz nahezu ungehindert Treffer landen. Da Dimitrenko sich oft nicht anders zu helfen wusste, als sich Ruiz „unter die Achselhöhle zu klemmen“, sah das Ganze streckenweise eher wie ein Ringkampf aus. Dimis Trainer Sebastian Zbik dürfte wohl kaum mit der Leistung seines Schützlings zufrieden gewesen sein, zumal der dann zur sechsten Runde gar nicht mehr antrat.

Ja, es gibt Sätze, mit denen man „so etwas“ journalistisch verklausuliert schön schreiben kann, doch ein ernsthaftes Bemühen „im Herbst seiner Karriere nochmal in der Königsklasse des Boxens anzugreifen“ kann ich Dimitrenko nach diesem Kampf beim besten Willen nicht attestieren.

Schade eigentlich.

Nach seinem Sieg will Ruiz, der seine einzige Niederlage im Jahr 2016 gegen Neuseelands Joseph Parker erlitt, nun an die größeren „Fleischtöpfe“ und forderte  das New Yorker Schwergewicht Adam Kownacki heraus.

 

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6 Kommentare

  1. 22. April 2019 at 09:49 —

    “Sascha” Dimitrenko sollte sich auf Europa konzentrieren-schließlich war er ja mal Europameister- und Agit Kabayel herausfordern.

  2. 22. April 2019 at 11:20 —

    Ruiz hat in Amerika aber auch nur kontinentales Niveau. Gegen einen aktiveren Boxer hätte er alt ausgesehen.

    Dimitrenkos grösstes Problem ist und was seine Psyche! Interessant wäre ein Battle of the Glasschins gegen David Price!

    • 22. April 2019 at 11:52 —

      Dimitrenkos Defizit liegt im Gegensatz zu Price allerdings weniger am “Glaskinn”, sondern vielmehr an seiner eklatanten mentalen Schwäche..
      Bei Price ist beides unterirdisch und es kommt noch die mangelhafte Kondition hinzu..
      Könnte relativ ausgeglichen sein, sehen müsste ich das trotzdem nicht unbedingt…

  3. 22. April 2019 at 12:09 —

    Da Alex keine Gelegenheit auslässt von seiner Religion zu schwärmen, wird es wohl eher nicht seine Mentalität sein. Sein Weltraumhuhu mag ihn halt nicht und lässt ihn regelmäßig im Stich.

  4. 22. April 2019 at 13:07 —

    Für Dimitrenko wird es Zeit sich anderen Dingen zuzuwenden und die Handschuhe an den berühmten Nagel zu hängen!

  5. 22. April 2019 at 15:36 —

    Es ist mir unverständlich wie einer der 13cm größer ist so wenig aus seinen Reichweitenvorteilen rausholen kann. Dimitrenko müsste doch nach so einer langen Profikarriere eigentlich wissen wie es geht. Zugegeben ich finde Ruiz sehr talentiert auch wenn er aussieht wie ein Sack Reis aber das sich Dimitrenko so den Stil von ihm aufdrängen lässt ist schon peinlich… Ja Sascha sollte besser aufhören weil er vermutlich sogar gegen Tom Schwarz Ko gehen würde… Ruiz ist ein guter Mann und kann denke ich jedem Schwergewichtler das Leben schwer machen…

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