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Andy Ruiz: „Ich beende Joshuas Karriere in der Wüste“

Andy Ruiz: „Ich beende Joshuas Karriere in der Wüste“

Nachdem es in der jüngeren Vergangenheit immer Matchroom-Chef Eddie Hearn war, der sich im Bezug auf den Rückkampf zwischen Andy Ruiz und dem ehemaligen Weltmeister Anthony Joshua geäußert hat, gibt es nun auch eine Wortmeldung von Andy Ruiz jr.

Bei Instagram postete der 29-jährige heute seine Zusage zum Rematch in Saudi-Arabien.

Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, hat Eddie Hearn in der vergangenen Woche wohl „Druck“ gemacht. Laut Box-Insider Mike Coppinger hatte Joshuas Promoter bereits ein Gerichtsverfahren eingeleitet, um Joshuas Recht auf den Rückkampf durchzusetzen. Darüber hinaus hing dem Verfahren eine Schadensersatzforderung an.

 

Für Andy Ruiz, der nun wohl 1 Million US-Dollar mehr Börse bekommt, als die zuerst vereinbarten 9 Millionen, anscheinend Grund genug, dem Rückkampf zuzustimmen. Auch wenn Ruiz laut seines Trainers Manny Robles zurzeit nicht in guter körperlicher Verfassung ist (wie Boxen.de berichtet hatte), wandte sich der „Destroyer“ mit einer markigen Mitteilung an die Öffentlichkeit:

 

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„Ich freue mich, das Rematch mit Anthony Joshua anzukündigen. Im ersten Kampf habe ich Geschichte geschrieben und wurde der erste mexikanisch-amerikanische Schwergewichtsweltmeister. Ich danke Saudi-Arabien für die Einladung. Ich hab es AJ im Big Apple gegeben und werde seine Karriere in der Wüste beenden. Verpasst den Kampf nicht!“

Nun sollte Andy Ruiz seinen Worten aber auch Taten folgen lassen. Während Ex-Weltmeister Anthony Joshua schon seit Wochen wieder traniert, hat sich Andy Ruiz anscheinend dem “süßen Leben” mit Rolls Royce und   Luxusimmobilie hingegeben, was der Boxwelt nicht verborgen geblieben ist.

So erklärte zum Beispiel Tyson Fury im Gespräch mit ‚Behind The Gloves‘: „Ich weiß, dass Ruiz viel im Rolls Royce durch die Gegend gefahren ist, viele TV-Shows gemacht, viele Tacos gegessen hat und seit zweieinhalb Monaten nicht mehr im Fitnessstudio war. Ich weiß es, weil ich dort war und niemand hat ihn gesehen.”

Wie Boxen.de schätzt (KLICK), hat Andy Ruiz innerhalb von nur zwei Monaten rund 5 Millionen US-Dollar ausgegeben. Nochmal für den Hinterkopf: für den ersten Kampf gegen Joshua bekam der “Destroyer” 7 Millionen US-Dollar.

Bleibt zu hoffen, dass der “Destroyer” den Rückkampf nach seinem Sieg im ersten Fight nicht auf die leichte Schulter nimmt. Zwar war Ruiz auch im Juni eher ein Pummelchen als ein austrainierter Boxer, doch Anthony Joshua hatte seinen mexikanisch-stämmigen Herausforderer wohl unterschätzt, schleppte zudem viel zu viel Muskelmasse mit sich herum.

Beides wird im Rematch mit Sicherheit anders sein. Nun werden wir abwarten müssen, ob Andy Ruiz sich auch gegen Anthony Joshua 2.0 durchsetzen kann, oder ob der “Clash in the Dunes” für Ruiz zum “Crash in the Dunes” wird.

Für die Leser einer großen deutschen Tageszeitung ist die Sache klar: in einer Umfrage hatten 61% der Leser Anthony Joshua vorne.

 

 

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13 Kommentare

  1. 24. August 2019 at 15:10 —

    Wen Joshua keine Panikattacke bekommt, wird er gewinnen. Ruiz wird gar nichts beenden, er sollte anfangen zu trainieren und nicht Snickers futtern.

  2. 25. August 2019 at 01:17 —

    Wie gesagt AJ wird Ruiz ausknocken! Wenn nicht By By fette Börsen Joshua… aber glaube nicht

  3. 25. August 2019 at 10:06 —

    Andy Whopper Jr. sollte sich besser auf ein Duell vorbereiten, in dem ihn keiner mehr unterschätzt, anstatt Sprüche zu klopfen oder Autos zu kaufen.

  4. 25. August 2019 at 10:24 —

    Es ist ja nicht so, als wäre Joshua unvorbereitet gewesen oder als hätte er einen Fehler gemacht. Joshua hat den Kampf verloren, weil Andy Ruiz schlichtweg besser war als Joshua.

    Joshuas Stärke ist nun mal ausschließlich seine Power und wenn er diese im Dezember wieder nicht an den Mann bringen kann, dann wird er auch wieder verlieren, daran besteht kein Zweifel.

    Ruiz hat ordentlich eingesteckt, sich nicht beeindrucken lassen und genau das geboxt, was er als Boxer im “Mexican Style” am besten kann. Joshuas Stamina wird das auch im zweiten Kampf nicht durchstehen!

    Ruiz braucht für Joshuas ziemlich heftigen Uppercut nur 10sec, um ihn vollständig zu verarbeiten. Dagegen hat sich Joshua von Ruiz’ Kontern geradezu gar nicht erhohlt!

    Dazu ist Joshua für Ruiz zu langsam und zu lesbar. Wenn er Ruiz treffen will, ist er selbst am Kopf zu lange offen und genau das wird Ruiz ausnutzen können, weil sein gesamter Stil genau darauf ausgelegt ist. Ich wage zu bezweifeln, dass Joshua dieses Loch stopfen kann, zumal er damit seine stärkste Waffe einschränken würde!

    Ein ähnliches Problem hatte Ortiz gegen Wilder. Wilder konnte die entstehende Lücke bei Ortiz’ Linker sehr gut nutzen. Ortiz ist jedoch ein begnadeter Techniker, der solche Fehler im Rückkampf wesentlich besser ausgleichen kann, als Joshua!

  5. 25. August 2019 at 17:47 —

    Joshua hat verloren, weil er falsch eingestellt war und Ruiz unterschätzt hat. Ruiz wird im Rückkampf keine Chance haben. Egal wieviel er trainert. Er kann zwar seinen Schwabbel reduzieren, aber er bleibt der kleinere Boxer. Joshua ist talentiert, schlau und jetzt motiviert. Ruiz sollte sein Geld zusammenhalten. Denn Weltmeister wird er nicht lange mehr sein!

  6. Ruiz scheint nach der dicken Kohle den Lifestyle zu leben, der auch Maidana und Solis auf die nächste Stufe gehievt hat. Zumidnest auf der Waage.

  7. 26. August 2019 at 14:22 —

    Der hat doch niemals 5 Mio ausgegeben…wahrscheinlich hat er die investiert…Häuser, Autos, usw.

    Jetzt bekommt er nochmal 10 Mio für einen Kampf…wirtschaftlich gesehen ist er schon am Ziel.

    Der Ruiz ist einfach explosiv…da spielt die Größe kaum eine Rolle. AJ macht immer die gleiche Kombination…das hat er bei Klitschko auch schon so gemacht. Ob er jetzt leichter in den Kampf geht ist doch vollkommen egal.

  8. 26. August 2019 at 17:32 —

    Es ist schon seltsam … manchmal sehen die Leute kaum etwas von irgendeinem Phänomen und regen sich tierisch drüber auf, denken, jetzt ändert sich gleich alles und die Welt bricht zusammen. Dann wieder sehen sie etwas mit ihren eigenen Augen, wie zum Beispiel die Demontage AJs durch Ruiz und denken, nein, nein, das war alles nur Zufall, in Wirklichkeit war es ganz anders.

    Warum aber – außer, wenn Ruiz wirklich unvorbereitet in den Rückkampf gehen sollte – sollte es beim zweiten Mal anders werden?

    Ruiz ist schneller als AJ
    Ruiz ist besser im Infight als AJ
    Ruiz hat bessere Nehmerfähigkeiten als AJ
    Ruiz hat die bessere Amateurausbildung als AJ und boxt, seit er 11 ist
    Ruiz schlägt variablere Kombinationen und nicht nur Jab/Punch und ist dabei nicht so offen wie AJ
    Ruiz ist psychisch stärker als AJ

    Das alles wurde im ersten Kampf klar und das ändert sich auch bis Dezember nicht mehr. Klar, AJ hat immer die Möglichkeit eines Lucky Punch, denn er schlägt wesentlich härter. Wir sprechen hier über Heavyweights. Aber kann er Ruiz, so wie früher Klitschko, durch lange Jabs und Klammern frustrieren und am Ende ausknocken? Das war bisher nicht sein Stil und ich bezweifle, dass er sich diese zuschauerunfreundliche und absolut öde Kampftaktik bis im Dezember perfekt aneignen kann.

    Es sei denn, wir bekommen einen ähnlichen Ref wie bei AJ vs. Parker, der jede Art von Infight sofort unterbindet (Giuseppe Quartarone). Dann würde ich auch auf ihn setzen. Ansonsten denke ich, dass Ruiz früher oder später in einem Brawl durchkommen wird und wir dasselbe Ergebnis wie im Juni sehen werden.

    • 28. August 2019 at 04:24 —

      Dann solltest Du eine schöne Summe auf einen Sieg von Ruiz setzten. Da die Buchhalter mal so gar nicht Deiner Meinung sind (und das zu Recht), gibt es gute Quoten für Träumer die glauben der Schwabbel könnte noch einmal gegen Joshua gewinnen.

    • 28. August 2019 at 09:08 —

      Es sei denn, wir bekommen einen ähnlichen Ref wie bei AJ vs. Parker….
      ______________________________________
      Man müsste doch meinen, dass die Regeln einheitlich umgesetzt werden, was aber so nicht ist.
      Weißt du, welche Regeländerung dem Fußball sehr, sehr gut tat? Jene, die besagt, dass der Torwart den Ball nicht mehr in die Hand nehmen darf, wenn er von einem Mitspieler mit dem Fuß zurückgeschossen wurde. Vielleicht kennt noch jemand diese “Fußballspiele”? Der Torwart verwaltet die Führung und sabotiert das Spiel, indem er ständig den Ball in die Hand nimmt und festhält. Widerlich. Fortwährend spielte man den Torwart an, damit er das Spiel blockiert!
      Solch eine Regel im übertragenen Sinne braucht der Boxsport, falls AJ die Krone mit Klammern sich zurückholt und auf (möglicherweise) Jahre hinweg verteidigen wird, weil er begriffen hat, dass ihm was fehlt, um an der Spitze zu bestehen. Einen zweiten Klitschko braucht keiner, der fehlende Härte mit exzessivem Klammern kompensiert.
      So wie die Fußballspieler von Heute den Druck der gegnerischen Mannschaft spielerisch lösen müssen, so sollte auch ein Boxer den aufgebauten Druck des Gegners boxerisch lösen müssen. Den schließlich wollen wir auch Boxkämpfe sehen.

  9. 26. August 2019 at 21:41 —

    das fette mexikanische Tortilla hat gesprochen. Unglaublich, er meint tatsächlich das nach seinem sensationellem Sieg, die Geschichte sich wiederholt. Der Speck soll sein schwabel lieber ins studio bewegen und anfangen zu trainieren, damit die Niederlage nicht ganz peinlich wird

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