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Andy Lee: “Wenn ich gegen Vera nicht gewinne, habe ich keine Zukunft”

Andy Lee ©Leonard Gunning / Boxing-Ireland.com

Andy Lee © Leonard Gunning / Boxing-Ireland.com

Der irische Mittelgewichtler Andy Lee (26-1, 19 KOs) will sich am Samstag in Atlantic City im Vorprogramm von Sergio Martinez vs. Darren Barker mit einem Sieg gegen Brian Vera (19-5, 12 K.o.’s) für einen baldigen WM-Kampf empfehlen. Lee und Martinez haben mit Lou DiBella denselben Promoter, 2012 könnte es zum irisch-argentinischen Stallduell kommen. Dafür muss Lee aber zuerst seinen ehemaligen Bezwinger Vera aus dem Weg räumen.

Lee gibt an, aus den taktischen Fehlern der ersten Begegnung gelernt zu haben. “Ich war zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere noch sehr unfreif”, sagte der 27-Jährige gegenüber On The Ropes Boxing Radio. “Ich hatte zu in dieser Phase noch kaum eine Runde, geschweige denn einen ganzen Kampf verloren. Ich war zu sehr damit beschäftigt, jede Runde zu gewinnen, anstatt den Überblick zu behalten. Als er mich dann mit ein paar guten Treffern erwischt hat, habe ich gleich zurückgeschlagen, anstatt mich zu sammeln und wieder zu meiner boxerischen Linie zu finden. So ist es dann eine wilde Prügelei geworden. Dieses Mal wählen wir einen anderen Zugang. Emanuel (Steward) war jeden Tag mit mir im Gym. Dieser Kampf hat hundertprozentige Priorität. Wenn ich gegen Vera nicht gewinne, habe ich keine Zukunft. Es kommt also alles auf Samstag an.”

Obwohl sich Lee auf Grund seiner guten Ranglistenplatzierungen beinahe aussuchen kann, gegen welchen Weltmeister er künftig antreten will, liegt seine Priorität ganz klar beim Gewinner zwischen Martinez und Barker. “Ich bin 2006 Profi geworden, um Weltmeister zu werden”, sagte der Olympiateilnehmer von 2004. “Ich hatte diese überraschende Niederlage, sobald ich mich aber dafür revanchiert habe, gibt es für mich nichts mehr anderes zu tun, als gegen die Besten zu kämpfen. Und das ist entweder Sergio oder Barker. Wer diesen Kampf gewinnt, gegen den will ich als nächstes kämpfen.”

In Deutschland wird man Lee nicht so bald sehen, dafür ist Lees Erinnerung an den Kampf seines Landsmannes Matthew Macklin gegen Felix Sturm noch zu frisch. “Die meisten Kämpfer wissen, dass wenn sie ins Ausland fahren – besonders nach Deutschland – sie ihren Gegner ausknocken müssen. Sofern ich nicht eine verrückte Summe dafür angeboten bekomme, gibt es für mich keinen Grund, dort hinzufahren.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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5 Kommentare

  1. Mike
    26. September 2011 at 16:35 —

    Gute Einstellung von Lee- der macht so noch richtig WM-Karriere !!!!

  2. Dick Dickerson
    26. September 2011 at 16:55 —

    Frag mich wie der Typ es immer wieder auf 72,5kg schafft.
    Mit sehr viel Glück kann er einen WM Gürtel ergattern, mit sehr viel Glück.

  3. Wagner
    26. September 2011 at 16:58 —

    Andy hat leider recht. In Deutschland können Boxer aus anderen Ländern leider nur durch KO gewinnen. Sonst wird es stürmisch.

  4. Tom
    26. September 2011 at 19:49 —

    Lee sieht das völlig richtig,wenn er etwas erreichen will muss er Vera aus den Ring fegen!

  5. neutral
    27. September 2011 at 01:33 —

    Sehr traurig für den deutschen boxsport, aber mit seiner Aussage hat er vollkommen recht. Die Verantwortlichen sollten sich auch mal so langsam Gedanken machen, sonst bekommen wir niemals gute gegner hier live zu sehen

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