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Andy Lee vs Peter Quillin – 11. April New York

Normalerweise sollte man annehmen, dass ein Boxweltmeister , der seinen Titel freiwillig niederlegt, weil er nicht gegen einen Herausforderer antreten will, völlig aus dem Ranking des jeweiligen Verbandes heraus fällt. Das es nicht so ist, beweist Peter Quillin (31(22)-0-0). Er wollte absolut nicht gegen bis dahin ungeschlagenen Pflichtherausforderer Matt Korbov (24(14)-1(1)-0) antreten. Ein bereits ausgemachter Kampf am 8. November 2014 in Washington DC wurde abgeblasen. Der Grund dafür liegt im Nebel. Angeblich habe ihn die Geburt seines Kindes daran gehindert, sich auf den Kampf vorzubereiten. Weiterer Grund: Korobovsei zu unbekannt und für ihn deshalb als Gegner unattrakiv. Damit verzichtete Quillin auf eine Kampfbörse von 1,4 Mio Dollar. Einfach unglaublich.

Doch kaum ist der Titel neu ausgeboxt und Korbov von Andy Lee (34(24)-2(2)-0) aus dem Weg geräumt, steht Quillin wieder auf der Matte und wird gegen den neuen Titelträger kämpfen. Es verstößt schon beinahe gegen den Glauben an die Gerechtigkeit, dass so etwas möglich sein kann. Normalerweise hätte man erwartet, dass Quillin sich erst einmal weit hinten anstellen muss, wenn er seinen Titel freiwillig abgibt. Aus welchen Gründen auch immer: Quillin kneift gegen den bis dahin stark eingeschätzten Rechtsausleger Korbov und will nun im Galopp seinen Gürtel zurück. Einfach unglaublich.

Was kann man erwarten? War der Sieg von Andy Lee über Korobov ein zufälliges Ereignis? Korobov wurde bis zu dieser Niederlage als stark eingeschätzt und man glaubte zumindest daran, dass sich Quillin und Korobov auf Augenhöhe begegnen würden. Vor dem Kampf gegen Lee hatte man ihn vielleicht sogar als Favoriten auf der Rechnung. Doch Andy Lee, der diesen Kampf seinem verstorbenen Trainer Emanuel Steward gewidmet hat, sollte sich eindrucksvoll mit einem TKO 6 durchsetzen. Steward wäre gewiss stolz auf ihn gewesen. Wer hätte das gedacht? Einfach unglaublich.

Es war in letzter Zeit davon die Rede, WBA-Superchamp Gennady Golovkin wolle einen Vereinigungskampf und um den WBO-Gürtel kämpfen. Ein bereits für April 2014 angesetzter Kampf gegen Andy Lee wurde wegen einem Trauerfall in Golovkins Familie abgesetzt. Der Kampf um den WBO-Gürtel wird für Golovkin früher oder später bekommen. Egal ob der Titelträger dann noch Andy Lee oder wieder Peter Quillin heißen wird. Ob einer von Beiden mit Golovkin über volle 12 Runden geht? Einfach unglaublich.

Autor Johannes Passehl

Fotos PA

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14 Kommentare

  1. 10. Februar 2015 at 00:34 —

    Tja,ich bin eigentlich auch der Meinung das man Quillin nach der Niederlegung des WBO-Titels aus den Top-15 der Rangliste hätte verbannen müssen!
    Aber was solls,das ist wohl Verbandspolitik!?

    Lee-Quillin ist eine gute Ansetzung und ich freue mich auf den Kampf,Quillin ist der Favorit und Lee wird gewinnen!

    Sollte allerdings einer der Beiden in naher Zukunft auf Golovkin treffen,ist die Ko-Niederlage vorpragrammiert!

  2. 10. Februar 2015 at 02:51 —

    Seit längerem mal wieder ein gut geschriebener Artikel auf dieser Seite.Lee hat sich eindrucksvoll gegen Korobov durchgesetzt und ich würde ihn im Duell gegen Quillin sogar als leichten Favoriten betrachten-das mag aber auch an meiner Antipathie gegenüber Quillin liegen.

  3. Das Quillin wieder ran darf, mag zwar ne s.chweinerei sein, aber da er jetzt den Korobov beater boxt, sollte auch die Kritik, dass er den kampf gegen Korobov nicht wollte, auch passe sein.

    Natürlich heißt es nicht automatisch, dass Lee besser ist als Korobov, weil er gewonnen hat, aber Lee ist auch kein No-name.

    Eine gute Kampfansetzung. Würde Lee den Sieg gönnen, glaube aber Quillin wird sich knapp nach punkten durchsetzen, ka warum.

  4. 10. Februar 2015 at 09:20 —

    Bei der WBC nennt man sowas Champion Emeritus und ich finde es logisch, dass jemand, der den Titel kampflos niederlegt (aus welchen Grünen auch immer, muss ja nicht bei jedem Feigheit sein), zumindest weniger weit im Ranking zurückfällt als jemand, der ihn klar im Ring verliert.

    • 10. Februar 2015 at 10:12 —

      Bei der WBA nennt man das Champion Aeternus, wenn man genug überwiesen hat.
      Hat Ahmet Öner gesagt…

      Das Problem hier ist der himmelweite Unterschied zwischen “im Ranking nicht soweit zurückfallen” und beim nächsten Titelkampf nach der Titelniederlegung schon wieder dabei sein! Wie Quillin, wenn ihm der Gegner passt.

  5. 10. Februar 2015 at 10:15 —

    P.S. Ist ja kein Geheimnis wer hinter Peter Quillin steckt.
    Fängt mit Al an und hört mit Haymon auf.
    Dagegen wirkt selbst Sauerland mehr und mehr wie ein Waisenknabe…

  6. 10. Februar 2015 at 18:26 —

    Kann ich nicht verstehen,das quillin gleich ne direkte titelchance für “seinen alten” titel kriegt…..

    der scheine-geile al gehört mal langsam entsorgt,dessen getue geht mir schon lange auf den schnullhans….. so ein hintertriebener vogel…. naja…… hoffentlich haut lee dem sarotti-peter den frack in fetzen……

  7. 10. Februar 2015 at 18:39 —

    Hoffentlich macht Lee da weiter wo er aufgehört hat und schießt Golovkin anschließend in die kasachische Steppe zurück!

  8. 10. Februar 2015 at 20:31 —

    JohnnyWalker
    10. Februar 2015 at 18:39 — Zum Antworten anmelden
    Hoffentlich macht Lee da weiter wo er aufgehört hat und schießt Golovkin anschließend in die kasachische Steppe zurück!

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    Träume sind……Schäume

  9. 11. Februar 2015 at 03:47 —

    Al Shame-on ist der Totengräber des Boxsports, Garcia, Quilin, Santa Cruz, Keith Thurman sind nur die Speerspitzen der Strategie der Feigheit, die den Fightern von Haymon auf den Leib geschneidert wird. Die Fighter selbst können nichts dafür, sie können aber mit der Marschroute gut leben und vor allem gut abkassieren und deshalb sind sie zufrieden und halten das Maul.

  10. Man munkelt Al Haymon wurde damals von Sauerland im Reagenzglas gezüchtet und ist der Sohn den Sauerland nie hatte.

  11. 12. Februar 2015 at 09:36 —

    Im Mittelgewicht gibt es nur ein Champion und er heißt GENNADY GOLOVKIN! Lee und Quillin sind keine Gegner für GGG! Kasachstan ALGA!!!

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