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Andrzej Fonfara gewinnt IBO-Titel gegen Tommy Karpency

Am Samstagabend bestätigte Andrzej Fonfara seine Aufwärtskurve indem er Tommy Karpency in sieben Runden stoppte. Der 26-jährige US-Amerikaner Karpency gab auf, nachdem er sich anscheinend die Schulter verletzt hatte.

Fonfara hatte den Kampf sehr stark begonnen und in der ersten Runde bald schon mit einer kurzen rechten Geraden den ersten Niederschlag erzielt. Tommy Karpency ging zwar nicht zu Boden, doch der Ringrichter entschied, dass nur die Seile ihn aufrecht gehalten hatten, so dass er das Anzählen begann. Nur wenige Sekunden später erwischte Fonfara ihn erneut mit einer Rechten, und dieses Mal ging Karpency wirklich zu Boden. Er war allerdings in der Lage die Runde zu überstehen, obwohl der Pole weitere gute Treffer ins Ziel brachte.

In der Folge fand Tommy Karpency gut in den Kampf und machte es dem Favoriten schwer. Immer wieder fand er Lücken in der Deckung von Fonfara, während dieser zu inaktiv war und seine Fäuste kaum fliegen ließ. So war es nach sechs absolvierten Runden wieder eng auf den Punktkarten, und, wie sich später herausstellte, hatten zwei der drei Punktrichter Karpency sogar mit 57-55 vorne, während der dritte Fonfara mit 57-55 in Führung hatte.

In der folgenden siebten Runde kam es jedoch zu einem unerwarteten Ende. Karpency, der Reporten zu Folge in der Rundenpause zuvor sich darüber beschwert hatte, dass es ihm übel ginge, kam übermotiviert aus der Ringecke und attackierte Fonfara. Dabei verhakten sich die beiden und Fonfara drehte sich so, dass er Karpency zu Boden schleuderte. Als dieser aufstand, erklärte er dem Ringrichter, dass er nicht mehr weiter kämpfen könne, weil er seine Schulter verletzt hätte und den Arm nicht mehr anheben könne. Ringrichter Pete Podgorski erklärte daraufhin zum Erstaunen der Zuschauer Andrzej Fonfara zum Sieger durch TKO.

Der 25-jährige Pole gewann damit den IBO-Titel im Halbschwergewicht und feierte seinen dreiundzwanzigsten Profisieg. In vierzehn Kämpfen in Folge ist er nun unbesiegt. Tommy Karpency kassierte hingegen trotz eines guten Kampfes seine vierte Niederlage und die dritte in den letzten fünf Kämpfen.

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4 Kommentare

  1. Markus
    17. November 2012 at 12:07 —

    Das Ende klingt ein bisschen nach dem ersten Kampf Hopkins vs. Dawson. Hier ist aber sicherlich das öffentliche Interesse nicht groß genug, um den Verband zu motivieren, die Korrektheit der TKO-Wertung zu überprüfen…

  2. gaunerland
    17. November 2012 at 18:11 —

    Ehrlich gesagt glaube ich der pole hatte ihn einfach weich geklopft

  3. Pulstar
    18. November 2012 at 02:04 —

    Fonfara kämpfte seit der 2 Rd. mit einer Fraktur seiner Rechten. Nur mit dem linken Jab hat er Karpency weichgehauen bis der fast heulend aufgab, er hat aber auch gute Treffer landen können. Turbulenter Kampf und ein verdienter Sieger.

  4. Coleman
    18. November 2012 at 10:18 —

    Karpency hatte Gehirnerschütterung.Die Geschichte mit Rücken war Idee seines Trainers-5 Minuten nach dem der Kampf unterbrochen wurde.Urteil ganz ok.

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