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Amir Khan vs Kell Brook am 19. Februar 2022

Amir Khan vs Kell Brook am 19. Februar 2022

Für das Gros der Boxfans ist diese Ansetzung vor allem eines: acht Jahre zu spät dran. Beide Boxer sind – um es mal positiv zu formulieren – im Herbst ihrer Karriere angekommen, Amir Khan ist 34 Jahre alt, Kell Brook 35.

Schon in der Vergangenheit hat es zahlreiche Versuche gegeben, die beiden zuerst im Welter-, dann im Mittelgewicht gegeneinander antreten zu lassen, jetzt soll es im kommenden Februar in der Manchester Arena doch noch dazu kommen. Der Kampf findet im Catchweight bei 149 Pfund statt.

Für die britischen Boxfans vielleicht nach wie vor ein Highlight, auch wenn beide Boxer ihren Zenit schon überschritten haben. Brook hat nicht mehr gekämpft, seit er im November 2020 von Terence Crawford in der vierten Runde gestoppt wurde, Khan trat zuletzt im Juli 2019 gegen Billy Dib an, der eigentlich aus Australien kommt, aber bei einem Ländervergleich zwischen Indien und Pakistan in die Bresche sprang, als Khans ursprünglicher Gegner ausfiel.

Veranstalter von „Khan vs Brook“ ist die britische Boxxer Promotion. Deren Werbeabteilung rührt natürlich schon fleißig die Trommel: „Nach Jahren hitziger Auseinandersetzungen zwischen den beiden werden Tausende von Fans die Arena füllen und die Augen der Welt werden auf die beiden Boxer gerichtet sein, wenn sie in den Ring steigen, um in einem legendären Showdown ihre Streitigkeiten endgültig beizulegen.“

Und Ben Shalom, Gründer und CEO von Boxxer, hat erklärt: „Khan und Brook sind Ikonen des Sports in Großbritannien und dies wird eine ikonische Begegnung. Ihre Rivalität brodelt seit Jahren, sie sind immer noch die mit Abstand besten Weltergewichte des Landes und dies ist derzeit der größte Kampf im britischen Boxen außerhalb von Anthony Joshua gegen Tyson Fury. Alle sagen, es hätte schon vor drei oder vier Jahren passieren sollen, aber die Leute sagten das auch über Floyd Mayweather vs Manny Pacquiao und es hat Rekorde gebrochen!“

Ob am Ende tatsächlich ein „Monsterkampf“ – wie sich Shalom erhofft – dabei herauskommt? Bei der ersten Pressekonferenz der Fightnight mussten die Kontrahenten von Sicherheitskräften getrennt werden.

„Amir Khan wird zum letzten Mal auf die Bretter gehen”, tönte Kell Brook, Khan habe ihm nie den nötigen Respekt entgegengebracht. Khan erklärte, er habe gegen die Besten der Welt gekämpft und Amerika erobert. So oder so ist es vermutlich für beide ein letzter großer Zahltag. Und den – so heißt es in einem BBC-Beitrag – hätten sich beide Fighter „für alles, was sie in diesem Sport erreicht haben und wie sie das britische Boxen auf der Weltbühne vertreten haben“ verdient.

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6 Kommentare

  1. 30. November 2021 at 19:02 —

    Stellt euch vor amir Khan mit gute nehmerfähigkeiten ! O man der hätte sehr viel gerissen

    • 2. Dezember 2021 at 11:03 —

      Der Mann hat eine grottenschlechte Defence.. Glaube nicht, dass bessere Nehmerfähigkeiten allein viel für ihn geändert hätte..

  2. 30. November 2021 at 19:03 —

    Leider aber glasklinn ! Ein Volltreffer und Khan ist KO

  3. 30. November 2021 at 19:03 —

    Zb was canelo oder ggg wegstecken können kann Khan nicht wegstecken ‚

  4. 1. Dezember 2021 at 02:03 —

    Erinnert mich an das innerdeutsche Duell Stieglitz vs. Sturm, das kam auch 5 Jahre zu spät. War dann aber doch ein spannender Kampf, ohne dass irgendjemand von beiden noch ernsthaft etwas mit der Weltspitze zu tun gehabt hätte. Könnte da genauso sein.

    Dass Hearn aber keinen Bock mehr auf den Kampf hatte, nachdem er gefühlte10 Jahre beiden Boxern fast die Füße geleckt hat, verstehe ich auch ganz gut. Denke, dass Sky Box Office nach dem Wegfall von matchroom auf Teufel komm raus Kämpfe auf den britischen Markt bringen muss, um den Anschluss nicht zu verpassen. Zumindest mit diesem dürften sie einigen Erfolg haben.

    • 2. Dezember 2021 at 08:15 —

      Volle Zustimmung, dieser domestic Fight hätte bereits 2015/2016 stattfinden müssen als es einen großen Hype um die beiden gab. Das Interesse wird nach wie vor der Fall sein, aber nicht zu vergleichen, da beide extrem shot sind. Demnach hält sich bei mir das Interesse in grenzen, obwohl ich Kell bzw. das Ingle Gym immer mochte. Was Sky Box Office betrifft, so versuchen sie händeringend am britischen Markt Anschluss zu halten, idem sie jeden Boxer unter verpflichten, der nicht bei Matchroom oder Queensberry unter Vertrag steht. Ob sie auf Dauer ihre Subscriber so bei Laune halten können, bleibt abzuwarten.

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