Top News

Amir Khan – Umzug nach Dubai

Amir Khan – Umzug nach Dubai

Wie der 33-jährige ehemalige Boxweltmeister kürzlich bekanntgegeben hat, wird er zusammen mit seiner Frau Faryal, seinen Töchtern Lamaisah und Alayna und dem vier Monate alten Sohn Mohammed nach Dubai ziehen. Rechtzeitig zum Schuljahresbeginn für Lamaisah.

Unter anderem dürfte wohl auch die Planung seiner Boxakademie in Dubai ein Grund für Khans Ortswechsel sein. „Ich werde Dubai immer meine zweite Heimat nennen. Es ist wunderschön, ich liebe den Ort. Ich finde die Leute in Dubai unglaublich. Ich habe hier einige großartige Freunde gefunden und habe hier viele Freunde. (…) Und es wäre großartig, in Zukunft mit dem Dubai Sports Council zusammenzuarbeiten. “ zitiert die Online-Ausgabe der Wirtschaftszeitung „Arabian Business“ Amir Khan.

Bild: Amir Khan / Instagram (Bearbeitung: Boxen.de)

 

Das Dubai Sports Council ist das offizielle Sportgremium der Regierung des Emirats Dubai. Es hat die Aufgabe, eine ganzheitliche Sportkultur für das Emirat zu entwickeln. Unklar ist allerdings, was man konkret darunter zu verstehen hat. So oder so spielt der traditionelle Boxsport in den gesamten Vereinigten Arabischen Emiraten keine große Rolle. Gerade mal 20 Profis sind bei Boxrec aufgelistet. Immerhin muss man fast sagen: im benachbarten Saudi-Arabien sind es nur zwei.

Khan sieht sich im Rahmen seiner Kooperation mit Dubai Sports Council nicht unbedingt als Boxtrainer, sondern eher als Mentor, Wegbereiter und Entwicklungshelfer: „Eine Sache, die das Boxen lehrt, ist Disziplin. Und das möchte ich den Menschen beibringen. Ich möchte ihnen Disziplin beibringen und ich denke, dass eine Akademie hier definitiv einen großen Unterschied für die Menschen und die Jugend bedeuten wird und sie auch zum Boxen bringen wird. Und vielleicht können wir eines Tages hier auch Boxevents veranstalten. Ich denke, es beginnt an der Basis. Wenn wir hier Boxakademien haben, werden sich die Leute mehr mit dem Boxen beschäftigen und dann Boxkämpfe veranstalten.”

Khans Aussage irritiert ein wenig, denn der Boxsport findet zumindest theoretisch in den Vereinigten Arabischen Emiraten durchaus statt. Alleine in Dubai-City gibt es mehrere Boxgyms, zumeist im Industrieviertel Al Quoz gelegen. Um nur mal eines herauszugreifen: „Box IQ“ – dem Fitnessstudio „gymnation“ angegliedert – hat zum Beispiel 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet.

Vermutlich geht es Amir Khan – so wie dem Dubai Sports Council auch – vorrangig darum, große Boxkämpfe ins Land zu holen. In dieser Rolle würde sich ‚King Kahn‘ gefallen: „Es wurde immer über große Kämpfe in Dubai gesprochen, aber es ist nie passiert“, sagte Khan der „Arabian Business“: „Vielleicht könnte es in Zukunft passieren. Wir haben den letzten Kampf in Saudi-Arabien geführt, ein großer Erfolg. Und haben Sie bemerkt,  wie oft das Boxen dann nach Saudi-Arabien gegangen ist? Also machen wir das auch für Dubai. Es wurde immer über einen Kampf von Manny Pacquiao gesprochen. Sehen Sie, ich und Manny sind Freunde und ich würde diesen Kampf lieben, falls es jemals dazu kommt.“

Man könnte fast sagen: aha, von daher weht der Wind. Und es ist ja durchaus möglich, dass es Khan gelingt, mit millionenschwerer Unterstützung aus Dubai doch noch einen Fight gegen Manny Pacquiao an Land zu ziehen.

Voriger Artikel

Roy Jones jr – Sparring mit Chris Eubank jr

Nächster Artikel

Boxpodcast 253 – Yoan Pablo „Iron Man“ Hernandez kündigt sein Comeback an!

Keine Kommentare

Antwort schreiben