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Alles neu bei Marco Huck: Abschied von Trainer Ulli Wegner?

Nachdem der Cruisergewichts-Weltmeister Marco Huck am Mittwochabend seine Promoter, Kalle und Wilfried Sauerland, darüber informierte, seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen, ist die Trainerfrage weiterhin offen.

Unter welchen Bedingungen kann Ulli Wegner (72) das Training von seinem Schützling in Zukunft übernehmen und für seine Kämpfe zur Verfügung stehen? Würde Huck wie bisher mit seinen alten Box-Kollegen im Max-Schmeling-Gym trainieren?

Wegner ist sich zumindest sicher, dass er ein „Sauerland-Mann“ bleiben wird. Aber das Sauerland-Management und die Trainerlegende könnten sich eine Kooperation mit Huck vorstellen. Dieser wird entscheiden müssen, ob und zu welchen Konditionen er seinen alten Trainer halten möchte: „Natürlich möchte ich gern mit ihm weiterarbeiten. Wenn es aber leider nicht geht, muss ich auch auf diesem Gebiet meinen eigenen Weg gehen.“ Fest entschieden scheint der Weltmeister nicht, auch wenn er wissen wird, dass die Trainer-Auswahl in Deutschland nicht groß ist und ein guter Coach immer viel Geld kosten wird.

Die Gebrüder Hukic wollen Klitschko

Nach zehn Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit möchte Huck in die Fußstapfen von Floyd Mayweather, Felix Sturm sowie den Klitschko-Brüdern treten und mit seiner eigenen Promotionsfirma (Huck Sports Promotion) durchstarten. Für den Neustart sollte der Berliner aber nicht komplett dem Weg von Felix Sturm folgen, der anfangs mit seiner Promotion überfordert zu sein schien.

Doch auch der WBO-Champion hat mit “UfA Sports” einen Vermarktungs-Vertrag abgeschlossen, der ihm lukrative Fernsehverträge verschaffen soll. Zusätzlich hat der 29-Jährige seinen Bruder Kenan zum neuen Geschäftsführer und Promoter ernannt. Auf welcher professionellen Qualifikation diese Entscheidung beruht ist fraglich. Eher wird es darum gehen, dass das verdiente Geld in der Familie bleibt.

Ob dieser Weg der richtige ist, um die Chance der Eigenständigkeit bestmöglich zu nutzen bleibt abzuwarten. Denn die Vermarktung im Boxbusiness ist alles andere als ein Selbstläufer, besonders wenn es sich nicht um einen unumstrittenen Sympathieträger handelt.

Überschätzen die Gebrüder Hukic den eigenen Marktwert und ihre professionellen Marketingfähigkeiten? Normalerweise übernehmen solche Positionen unabhängige Profis, die objektiv die Karriere von Athleten planen. Jedenfalls wäre ein außenstehender Berater vonnöten, um das bisherige Image von Käpn’t Huck aufzupolieren. Bisher sorgten seine großspurigen Auftritte nicht immer für ein positives Feedback bei den Boxfans.

Wird das Schwergewicht Hucks Aufstieg oder Untergang?

Ohne Frage hat der Cruisergewichtler Potenzial, das man ausbauen kann. Im Schwergewicht könnten ihn demnächst bessere Kämpfe mit stärkeren Gegner, mehr Freiheit sowie Geld erwarten- und all dies in Eigenregie. Sein Abschied von dem Berliner Boxstall hing vielleicht auch damit zusammen, dass die „Sauerländer“ von dem Aufstieg in die Königsklasse nie sonderlich begeistert waren. Deshalb kann man dem Mut für den Alleingang des Normalauslegers Respekt zollen. Ganz nach dem Motto: Alles oder nichts für die Hukic-Brüder!

Als Cruisergewichtler kann man im Schwergewicht kläglich scheitern, oder eine erfolgreichere Karriere weiterführen. Für letzteres erfolgt ab dem nächsten Jahr eine Grunderneuerung bei Huck, damit er irgendwann Wladimir Klitschko herausfordern kann. Ich bin mir nicht sicher, ob Ulli Wegner dieser standhält. Für diesen Mega-Fight und Zahltag muss sich der ehemalige Bielefelder zuerst empfehlen. Ich würde mich freuen dieses hochbrisante Duell irgendwann zu sehen und bin mir sicher, dass die Einschaltquote sehr hoch sein würde.

Von Samira Funk

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6 Kommentare

  1. 5. Oktober 2014 at 17:03 —

    Wenn Huck Wegner als Trainer behalten will, gibt das einen Interessenkonflikt mit Sauerland. Wegner wird vor die Wahl gestellt, ob er seinem bisherigen Arbeitgeber weiter dienen will oder mit Huck geht. Selbst wenn Huck weiter bei Wegner trainieren will muss das extern passieren. Das funktioniert nicht. Wegner kann bestenfalls bei Kämpfen in Huck`s Ecke stehen und den “offiziellen” Trainer spielen.

  2. 5. Oktober 2014 at 17:05 —

    Ach liebe Samira.Der einzige Cruisergewichtler,der wirklich im Schwergewicht erfolgt gehabt hat,war Evander Hollyfield.Alle andren Flaschen die das nicht hinbekommen haben,wollen wir hier nicht aufzählen.Selbst das Großmaul David Haye hat versagt,die Lusche.Glaubt einer hier wirklich das Huck im Schwergeicht was reissen kann? Ich jednfalls nicht.

  3. 5. Oktober 2014 at 17:42 —

    Carlos, sei nicht so streng – David Haye hat keineswegs versagt, sondern es mit Klitschko zumindest über die Runden geschafft, auch wenn seine Vorstellung da etwas ängstlich zu sein schien. Das macht ihn aber nicht zur Flasche! Dass er ein Großmaul ist und davon selbst profitiert wenn er immer wieder Comebacks ankündigt aber dann doch nicht boxt steht auf einem anderen Blatt.

    Bei Huck hast Du aber Recht – er hat z. B. weder den Frame von Haye der ja problemlos ins HW hineingewachsen ist, noch die boxerische Klasse oder den Punch.
    Huck lebt momentan vom Fight gegen einen völlig untrainierten Povetkin, und selbst im CW war Huck nie die Nr. 1 sonden meiner Einschätzung nach eher so auf 3 bis 6 über die letzten Jahre.

    Huck sollte sich einen anderen Trainer suchen – vielleicht lernt er ja noch etwas dazu. Keine Ahnung ob er Sachen gut und schnell umsetzen kann, aber Wegner halte ich ja für völlig überschätzt, so dass er ab einem gewissen Zeitpunkt einen Boxer nicht mehr voranbringen kann.
    Huck benötigt jedoch ein strenges Regiment, denn er hebt leicht ab. Die Frage ist auch, welche Trainer zur Verfügung stünden und ob er bereit wäre, einen Trainer zu akzeptieren der kein Deutsch spricht.

  4. 5. Oktober 2014 at 17:55 —

    Hallo Samira,
    …Fest entschieden scheint der Weltmeister nicht, auch wenn er wissen wird, dass die Trainer-Auswahl in Deutschland nicht groß ist und ein guter Coach immer viel Geld kosten wird.
    gute Sachen und gute Spezialisten in ihrem Gebiet, kosten nun mal viel Geld, weil sie es wert sind, dafür viel Geld, zu bezahlen. Was die Trainer-Auswahl in Deutschland betrifft stimmt schon, dennoch gibt’s es einen den ich kenne, welchen im inkognito Einsatz unmittelbar zur sichtbarer Entwicklung von M. Huck geführt hat, obwohl Wegner ihn davor neun Jahre lang, ohne, dass er für seine Entwicklung sorgen konnte, trainiert hat. Der Punkt wo die Entwicklung des M. Hucks stattgefunden bzw. angefangen hat, war der Kampf gegen Ola Oflabi 3. Worüber sich einige User hier auf Boxen.de gewundert haben. So hat z. B einer geschrieben, ob man Marco das Gehirn ausgetauscht hätte, weil er auf einmal so variabel geboxt hat. Seine auf ein Mal bessere Leistung wurde sogar auf dem Titelblatt der Box Sportzeitschrift von Juni/Juli 2013 erwähnt. Die Überschrift lautet „Warum Huck so gut wie nie war“.
    Marcos KO Sieg gegen Firat Arslan, wie auch seine gute Leistung beim Kampf gegen Mirko Larghetti, ist auch dem entsprechend die Steigerung seiner Entwicklung, welcher der Anfang durch den oben erwähnten, inkognito Einsatzes, des besagten Trainers, war.

  5. 5. Oktober 2014 at 17:57 —

    Da Haye mittlerweile ein Schauspieler ist und was ich von seinen Kampfabsagen gehalten habe,kann man ja nachlesen.

    ABER ER WAR WM IM SCHWERGEWICHT und dreifacher im Cruiser!!!

    Das soll Huck erst mal nachmachen.

    ___________________________________________________________

    Und weil es wieder dasselbe Thema nur in einem andern Thread ist
    und ich zu faul zum tippen heute!

    Der Schlaueste war Huck noch nie.

    Und hoffentlich bricht ihm die Geldgier nicht das Genick.

    Dafür seinen Bruder einzusetzen,daran sieht man doch wo die Reise hingehen soll.
    Der Wunschgedanke ist : Jetzt stecken wir die Kohle ganz alleine ein!
    Verstehen kann man das,aber welche Kontakte hat denn sein Brüderchen???
    Im Vergleich zu Sauerland.Lächerliche Idee.

    Was bringt denn Sturm-Promotions zustande???????????????????
    Der hatte ja denselben Gedanken.

    Denn ein gutes Management hat seine Vorteile!

    Der Boxer kann sich auf das Wesentliche konzentrieren,nämlich den bevorstehenden Kampf.
    Und wird so in keiner Weise abgelenkt.

    Und mit den Klischkos können die Hucks sich nie vergleichen.
    DENN DIE HABEN BEI K2 IN DEN WICHTIGEN POSITIONEN ECHTE ERFAHRENE WIRTSCHAFTS- PROFIS,VON STEUEREXPERTEN BIS ZUM FACHANWALT FÜR VERTRÄGE ,ANLAGEPROFIS USW. SITZEN.
    Und Bönte.LOL

    Zum Sportlichen:

    Erst müsste er sich im Schwergewicht mal hoch boxen,außer er bekommt irgendwie eine freiwillige Titelverteidigung von Wladimir oder Stiverne.

    Wladimir ist normal ausgebucht,aber da gibt es wenigstens eine geringe Chance- in 2 oder 3 Jahren.LOL

    In Amerika kennt ihn kein Mensch.Kann er also vergessen.

    Ge.il wäre es wenn er z. B. Kämpfe gegen Chisora,Fury,auch den faulen Solis bekäme.

    Ist aber auch unwahrscheinlich.

    Also kann man sich auf Kämpfe gegen Fallobst freuen.
    Huck gegen Charr,Pianeta usw.

  6. 6. Oktober 2014 at 11:49 —

    @ Carlos2012
    Also versagt nenne ich das definitiv nicht. Haye war WM im HW, hat Valuev und Chisora geschlagen und war in den letzten 5 Jahren der härteste Gegner von Wladimir. Wenn man das versagen nennt dann hat eigentlich so gut wie jeder im HW versagt.

    @ Klitschkonull
    ”In Amerika kennt ihn kein Mensch.Kann er also vergessen.”
    Das stimmt nicht ganz. Er ist in den USA natürlich kein Star, aber sie kennen ihn dort auf jeden Fall. Selbst Ken Hershman (Präsident von HBO) hat sich sehr positiv über ihn geäußert und will ihn gerne auf HBO sehen.

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