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Alexander und Cloud verteidigen ihre Titel: Glanzlose Siege gegen überraschend starke Herausforderer

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Eigentlich war der gestrige Kampfabend im Scottrade Center in St. Louis (Missouri) als Zwischenstufe gedacht gewesen, um die beiden Titelträger Devon Alexander und Tavoris Cloud in Richtung Superstarstatus zu bringen. Zwar konnten beide Boxer letztendlich ihre Titel behalten, der große Durchbruch wird nach den etwas glanzlosen Siegen aber noch auch sich warten lassen müssen.

Dabei schien für den IBF- und WBC-Halbweltergewichts-Weltmeister Devon Alexander alles angerichtet zu sein: zum ersten Mal kehrte er als Weltmeister und Hauptkämpfer in die Sporthalle seiner Heimatstadt zurück, nach seinem famosen K.o.-Sieg gegen Juan Urango galt er bei vielen als der beste Mann in dieser Gewichtsklasse. Ein spektakulärer Sieg gegen Ex-Weltmeister Andreas Kotelnik, der von Amir Khan recht klar beherrscht worden war, sollte das Interesse für den Vereinigungskampf gegen WBO-Titelträger Timothy Bradley vorantreiben.

Doch schon von Beginn an tat sich der haushohe Favorit Alexander mit dem clever und effizient boxenden Ringfuchs Kotelnik schwer. Alexander schlug zwar mehr, aber auch häufig daneben, Kotelnik traf hingegen mit seiner Führhand und klaren Kontertreffern. Lediglich Alexanders Aktivität und sein Heimvorteil brachten dem Weltmeister letztlich doch noch ein, für den Geschmack vieler, etwas zu deutliches Punkturteil von jeweils 116:112 ein. Wer nun Alexanders nächster Gegner wird, ist völlig offen, denn auch Bradley hat in seinem letzten Fight nicht unbedingt geglänzt.

Auch Tavoris Clouds Sieg gegen den Ringveteranen Glen Johnson verlief weniger klar als erhofft. Nach einem ausgeglichenen Auftakt erzielte Cloud in der fünften Runde zwar deutliche Schlagwirkung, in den Folgerunden brach er zum Teil aber komplett ein, weshalb Johnson wieder auf den Punktzetteln aufschließen konnte. Ein starkes Finish Clouds gegen den sichtlich müden Johnson sicherte ihm schießlich den Sieg, der mit drei Mal 116:112 ebenfalls ein wenig zu deutlich ausfiel. Cloud hofft nun gegen den Sieger von Chad Dawson – Jean Pascal um die Titelvereinigung zu kämpfen.

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1 Kommentar

  1. kalle
    11. August 2010 at 19:53 —

    Kotelnik hat mindestens ein unentschieden verdient. 116:112….und das einstimmig! lächerlich. HOMETOWN-DESCISION! wie immer wenn ein HBO-Fighter aufgebaur wird. und dann noch die HBO-Scorecard (lederman) 118:111! das sagt doch schon alles.

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