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„Alexander Povetkin vs Dillian Whyte II“ vorerst verschoben

„Alexander Povetkin vs Dillian Whyte II“ vorerst verschoben

Wie heute bekannt geworden ist, liegt Alexander Povetkin im Krankenhaus. Der russische Schwergewichtler ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Der ursprünglich auf den 21. November angesetzte Rückkampf gegen Dillian Whyte soll am 30. Januar nachgeholt werden. Ob die anderen Kämpfe der Veranstaltung – darunter auch Sebastian Formella gegen Conor Benn und Chris Billam-Smith gegen Deion Jumah – wie geplant in der Wembley Arena stattfinden, ist noch nicht entschieden. Es bleibt vorerst abzuwarten, ob die Karte mit einem Ersatz-Hauptkampf doch noch über die Bühne geht.

Die Nachricht vom vorläufigen Ausfall des Kampfes dürfte für den 32-jährigen Whyte eine herbe Enttäuschung sein. Nachdem der ‚Bodysnatcher‘ Povetkin am 22. August zwei Mal am Boden hatte, musst er sich dem Russen nach einem krachenden Uppercut im fünften Durchgang geschlagen geben.

Nun braucht Whyte einen Sieg über Povetkin, um erneut Pflichtherausforderer für Tyson Furys WBC-Titel zu werden. Falls Agit Kabayel und SES-Boxing nicht an einem Kampf gegen Tyson Fury interessiert sein sollten, könnte Whytes Wunsch aber auch schon vorher in Erfüllung gehen. Zumindest schien sich Eddie Hearn mit dieser Idee ziemlich schnell anzufreunden:

Die Boxfans waren davon allerdings nicht sonderlich begeistert. Stellvertretend für viele Kommentare hier nur zwei: „Nein, er wurde (von Povetkin) klar ausgeknocked! Und jetzt denkst Du, er hätte gleich danach einen Kampf um die Weltmeisterschaft verdient? Bleib am Boden, Eddie. Ich sage nicht, dass wir Takam sehen wollen, aber Whyte hat es nicht verdient.“ „Er hat gerade einen KO von einem über 40-jährigen verpasst bekommen. Das wirft einen zurück und nicht vorwärts. Er muss erst mal zurückkommen!“

Hearn hat bereits den Zeitplan der Matchroom Boxing-Veranstaltungen bis Ende 2020 festgelegt. Am 14. November wird Katie Taylor ihre Pflichtverteidigung gegen Miriam Gutierrez machen, am 4. Dezember soll Billy Joe Saunders seinen WBO-Gürtel im Supermittelgewicht gegen Martin Murray verteidigen. Nun bleibt abzuwarten, ob die Fightnight am 21. November ausfällt oder umstrukturiert wird. Das will Hearn in Kürze bekannt geben: „Es ist eine herausfordernde Zeit für Shows. In den nächsten Monaten wird es viele Höhen und Tiefen geben.“

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4 Kommentare

  1. 3. November 2020 at 18:51 —

    Das spielt whyte natürlich in die Karten!

  2. 4. November 2020 at 21:31 —

    wie man es nimmt. die chance gegen fury zu boxen ist wohl nur kurz da und wenn whyte jetzt erst ende januar gegen povetkin kämpft dann ist das fenster nochmal viel kleiner. evtl. findet joshua fury dann schon statt und whyte schaut weiter in die röhre wie schon seit 2017!

    • 5. November 2020 at 15:17 —

      Whyte schaut in die Röhre, weil er a) nicht die Qualität hat einen solchen WM-Kampf zu gewinnen und b) weil der Champ den WBC-Regularien zur Folge ein Jahr Zeit hat, seinen Titel gegen den Pflichtverteidiger zu verteidigen. Geht der Titel dann nach 6 Monaten in einer freiwilligen Verteidigung verloren, ist das eben Pech und das Jahr beginnt für den neuen Titelträger von vorne.
      Da macht es auch keinen Sinn unter jedem Artikel von Fury, Wilder oder Whyte rumzuweinen, dass der arme Whyte so betrogen wird. Im Übrigen ist der derzeit noch nicht mal Interims-Champ und nur auf 5 geranked bei der WBC im HW.

  3. 5. November 2020 at 00:03 —

    Außer einem Payday und eine weitere Niederlage ist für Whyte gegen Fury eh nichts zu holen, egal wann er den Kampf bekommen würde.

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