Alexander Petkovic vs Raymond Ochieng – WBA Continental Titel geht nach München

In einem actionreichen Gefecht wurde Alexander Petkovic WBA Continental Titelträger. Sein Gegner Raymond Ochieng machte es dem Münchener allerdings nicht gerade leicht. Der in den USA lebende Kenianer hatte im Sommer 2014 gegen David Rodriguez (36(34)-2(2)-0) durch ein TKO 1 unter Beweis gestellt, dass er auch gegen gute Gegner siegen kann. Er bezwang in einem Vorbereitungskampf erst am 18. Januar in Nairobi seinen Landsmann James Omollo durch TKO 4.

Ochieng war auf keinen Fall nur nach München gereist um sich eine leicht verdiente Börse abzuholen. Schließlich ging es in diesem Kampf um den WBA-Continental Titel. Darüber hinaus womöglich um die Chance, den regulären WBA-Weltmeister Ruslan Chagaev herausfordern zu können.

Es ist bekannt, dass beide Boxer nicht in der ersten Reihe, den Top 10 des Schwergewichts zuhause sind. Dennoch verfügen Beide in etwa über das gleiche Leistungsniveau und sind in der Lage für unterhaltsame Kämpfe zu sorgen. Zumindest wenn man von ihrer Platzierung im BoxRec-Ranking ausgeht, liegen sie nicht weit von einander entfernt. Sie zählen knapp zu den 10% der Besten im Schwergewicht.

Beide Boxer machten es sich gegenseitig schwer. Der Kampf war gewiss nicht das, was Boxsportästheten gerne sehen wollen und einen flüssigen Kampfverlauf nennen würden. Besonders die Körpertreffer Ochiengs machten Petkovic schwer zu schaffen. Er musste 3x zu Boden. Auch Ochieng war mehrmals sichtlich angeklingelt und hatte seine Schwierigkeiten. Nach einer Trefferserie zum Kopf musste auch er runter und wurde angezählt. Doch nach dem Anzählen war die Runde zu Ende und er entkam einem beherzten Nachsetzen durch Petkovic.

Ochieng klammerte häufig nachdem er getroffen wurde und nahm sich so immer wieder Zeit. Wenn Petkovic mit tiefem Kopf „in den Mann stürzte“ drückte Ochieng seinen Gegner runter. Dabei ging Petkovic einmal zwangsläufig auf die Knie und wurde nach dem Stopp von Ochieng umgeworfen. Das brachte dem hoch motivierten Kenianer einen Punktabzug ein. Danach gab es noch einen absichtlichen Tiefschlag von Ochieng – wieder Punktabzug.

Der Kampf endete vorzeitig in Runde 10 nach einem Zusammenprall der Köpfe. Dabei zog sich Petkovic eine Verletzung am Augenlied zu und der Kampf wurde abgebrochen. Die darauf folgende Punkteauswertung machte Alexander Petkovic zum Sieger und WBA-Continental-Champ.

Fotograf: Alexander Gorodny

Autor: Johanes Passehl

19 Gedanken zu “Alexander Petkovic vs Raymond Ochieng – WBA Continental Titel geht nach München

  1. Das einzige was in diesem Kampf störte bzw. Fehl am Platz war, war der WBA Continental Titel. Beide Boxer sind doch eher Drittklassig.
    „Zumindest wenn man von ihrer Platzierung im BoxRec-Ranking ausgeht, liegen sie nicht weit von einander entfernt. Sie zählen knapp zu den 10% der Besten im Schwergewicht.“ Nun ja, selbst, wenn wir glatt davon ausgehen, dass bei boxrec.com 1000 Schwergewichtler weltweit gelistet sind, kann man alle ab Platz 50 bestenfalls als Drittklassig oder eher Schrott einordnen. Also sind bestenfalls die besten 5 % erwähnenswert und sollten auch wenn nur einen eigenen Artikel erhalten.

  2. Dann schreib mal „eigene Artikel“, wenn der Boxbetrieb im neuen Jahr noch keine Fahrt aufgenommen hat.

    Was ist dann aber mit all den Kleinveranstaltungen, die jedes WE in Deutschland oder sonstwo stattfinden ? Da treten Boxer an, die noch viel weiter unter „ferner liefen“ zu verbuchen sind.

    Am besten keine Berichte über das Boxen an der Basis? Nur noch Mayweather und Klitschko Berichte schreiben? Das wäre doch erst recht öde, oder ?

    1. Zum einen war der Kampf nicht in München sondern in Dachau (Ochieng war auf keinen Fall nur nach München gereist). Das wäre so, als würde ich sagen, Potsdam ist Berlin.

      Zum anderen, die Veranstaltung bzw. der Kampf müssen so unwichtig für die Welt gewesen sein, dass sie selbst heute am Montag noch nicht mal bei boxrec gelistet worden sind. Da waren ja sogar die Parties im Boxgym Frankfurt bzw. Gildehaus in Lüchow erwähnenswerter.

      1. Scheinbar verlässt Petkovic sich darauf, dass der BDB den Eintrag vornimmt – ist übrigens immer so. München / Dachau … da gebe ich dir Recht. Aber ich bin ja auch nur ein blöder Ossi und wohne weit weg von München. :p

        Es beantwortet aber nicht die Frage, ob in Zukunft hier nur über die absoluten Top-Kämpfe geschrieben werden darf, Dann gíbts jeden Monat ein oder 2 neue Beiträge. Willst du das so haben?

        Erst wird rumgenölt, dass keine neuen Beiträge kommen, dann wird rumgenölt das die Kämpfe nicht TOP sind … was denn nun? Über welchen Kampf oder welche TOP-News hätte man denn deiner Meinung nach schreiben sollen?

        1. Korrekt, wenn keine Neuigkeiten geschrieben werden, ist das lame, wenn es allerdings nichts spannendes zu berichten gibt, dann sollte man nicht drittklassige Kämpfe von viertklassigen Veranstaltungen reviewen.

          Der Alvarado vs. Rios Kampf war dieses Wochenende halt das Highlight. Der Fatkovic-Kampf wurde nicht mal im Tippspiel erwähnt.

  3. Haha der kampf war untereste schublade und Fetkovic“the Whitecastle“ wurde natürlich von denn Punktrichtern als Sieger erklärt obwohl die Sau 3 mal auf denn Ringboden ausgeruht hat.
    Die beiden waren so was von Bums von der 4ter Granitur da hätte man echt denn artikel sparen können und die verwendete Zeit für was sinnvolleres verwenden können.
    Ich will Fetkovic Vs MCSolis sehen,in einem Fresswettkampf!!!

  4. Guter und objektiver Artikel, der natürlich den Kampf nicht besser macht als er war. Aber ich finde auch, Johannes hat völlig Recht, Kleinveranstaltungen dieser Art gehören genauso berücksichtigt, sonst wird es hier irgendwann wie bei BN24.com, wo jeder zweite Artikel über das Thema Pac vs. May geht.

    Überhaupt – sehr lobenswerte Aktivität der Autoren die letzte Zeit! Weiter so, sehr gut!

    1. Man hat bei boxrec wahrscheinlich festgelegt, dass Klamauk- und Kirmesboxen nicht beachtet wird. Ergo taucht diese Farce auch nich auf.

      Das Geile ist auch, vor der Veranstaltung die Paarungen als auch nach dem Kampf die Ergbnsse zu googlen, war praktsch unmöglich.

      Nur auf Fetkovics Facebookseite gabs konkrete Infos.

    1. Nun ja, 2011 hat Fetkovic den Titel schon einmal gewonnen, obwohl er da zweimal am oben war. Hatte er kein Bock auf ne Chance gegen Klitschko oder Angst das Maul voll zu kriegen.

      ich liebe ja die Boxer, die möglichst billig zu Ruhm kommen wollen.

      1. Deshalb bekommt er ja jetzt auch Chagaev als regulären WBA-Kasper.
        Und gegen den Chagafett stehen selbst für Fettkovic die Chancen nicht so schlecht, wenn er es denn mal schafft nicht 2,3, 4 Mal auf dem Hosenboden zu landen…

Schreibe einen Kommentar