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Alejandra Jimenez weiter unter Doping – Verdacht

Was nun, Frau Jimenez?“ könnte man jetzt erstaunt fragen. In einer Routine-Probe vom 10. Januar wurden bei Alejandra Jimenez verbotene Substanzen gefunden. Einen Tag später kämpfte sie um zwei WM-Titel im Supermittelgewicht und gewann diesen Kampf nach Punkten. Auch bei diesem Anlass wurden Blut- und Urinproben genommen. Diesmal, also nur einen Tag später, ohne auffälligen Befund. Dass das mehr als merkwürdig erscheint, muss man nicht extra betonen.

Wir haben vor mehr als einem Monat darüber berichtet. (Klick) Damals veröffentlichte Alejandra Jimenez eine Gegendarstellung und war recht selbstsicher, ihre Unschuld beweisen zu können.

Zitat:

Am 15. Dezember 2019 führte die VADA einen ersten Test von Urin- und Blutdopingproben durch, die sich als negativ herausstellte. Am Freitag, dem 10. Januar dieses Jahres, wurde eine Urinprobe von mir positiv getestet. Eine Tatsache, die mich überraschte, da ich nie illegale Substanzen für meine Vorbereitung verwendet habe. Am nächsten Tag, das heißt am Samstag, dem 11. Januar, nach dem Kampf, hatte ich wieder eine Blut- und Urinuntersuchung und es war wieder negativ. Ich denke also, dass es einen Fehler im Test gibt, der positiv getestet wurde. Ein Fehler, der sich auf mein Image und sich nachteilig auf das Beispiel auswirkt, das ich als Athlet abgeben will.

Daher werde ich umgehend die Analyse der „Probe B“ anfordern, um glaubwürdig zu beweisen, dass es sich um einen Fehler handelt.“

Die B-Probe wurde am 19. Februar geöffnet. Das Ergebnis dieser B-Probe liegt nun vor. Hier die offizielle WBC-Mitteilung dazu:

Eine “A” -Stichprobe der freiwilligen Anti-Doping-Vereinigung (“VADA”), die am 10. Januar 2020, einen Tag vor ihrem Kampf gegen Franchon Crews Dezurn für den World Boxing Council (“WBC”) Word Female Super, von Frau Alejandra Jimenez gesammelt wurde, ergab einen negativen analytischen Befund. Die WBC kam der Bitte von Frau Jimenez nach, Zeuge der Eröffnung des Probenbehälters „B“ zu werden, die am 19. Februar 2020 stattfand.

Frau Jimenez wurde informiert, dass der Test der Probe im Probenbehälter „B“ den nachteiligen analytischen Befund der Probe „A“ bestätigte.

Dementsprechend behält die WBC angesichts des nachteiligen analytischen Befundes der Proben in den Probenbehältern „A“ und „B“ und bis zum Ergebnis des Untersuchungs- und Bewertungsverfahrens der WBC ihre vorläufige Aussetzung der Anerkennung von Alejandra Jimenez durch die WBC bei als WBC Super Super Middleweight Champion.

Die WBC hat Frau Jimenez darüber informiert, dass sie und ihr Team im Rahmen des WBC-CBP-Ergebnismanagementverfahrens die Möglichkeit haben, verfügbare Informationen und Materialien sowie entlastende Beweise vorzulegen, die sie für angemessen halten.“

Kurz gesagt: Die Anerkennung von Jimenez als Trägerin des WBC-Titels im Supermittelgewicht ist vorerst ausgesetzt. Jimenez und ihr Team haben Gelegenheit, eine Erklärung abzugeben. Dann wird der Verband entscheiden, wie weiter verfahren wird.

Seltsamerweise war Alejandra Jimenez nach den ersten Dopingvorwürfen sehr mitteilsam und zeigte sich kämpferisch, ihre Unschuld mit Hilfe der B-Probe beweisen zu können. Das ging jetzt allerdings „nach hinten los“. Auch eine Woche nach dem das neue Ergebnis bekannt ist, kommt von Jimenez und ihrem Team keine weitere Erklärung. Statt dessen zeigt sich Jimenez auf Facebook vergnügt in privater Pose zusammen mit ihrer Lebenspartnerin.

Welchen Reim soll man sich darauf machen? Kommen jetzt die gleichen abgedroschenen Erklärungen mit dem Verzehr von Rindersteaks? Das ist ja wie immer schwer einzuordnen. Wie erklärt sich dann aber die absolut “saubere” Probe vom 11. Januar?  

Ist das Schweigen von Jimenez ein stilles Eingeständnis oder wird aus juristischen Gründen erst einmal keine weitere Angabe gemacht, bis der Verband zu einem Ergebnis gekommen ist? Warten wir mal ab, was das „Ende vom Lied“ sein wird.

 

 

 

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