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Ajose Olusegun besiegt Ali Chebah nach Punkten

In einem überraschend unterhaltsamen Kampf sicherte sich Ajose Olusegun am Freitagabend das Recht WBC-Halbweltergewichtstitelträger Erik Morales herauszufordern. Der ungeschlagene Nigerianer besiegte in einem Eliminator in Kalifornien den Franzosen Ali Chebah nach 12 Runden klar nach Punkten. Die Zuschauer bekamen einen Kampf mit sehr hohem Tempo, in dem Chebah in der dritten Runde zweimal zu Boden ging, zu sehen.

Ali Chebah begann den Kampf im Rückwärtsgang mit der Intention mit Hilfe seines Jabs die Distanz zu halten. Beide Boxer legten von Anfang an eine hohe Workrate an den Tag, landeten dabei aber zunächst wenige klare Treffer. Die erste Runde, die direkt das hohe Tempo des Kampfes vorgab, endete mit leichten Vorteilen für Ajose Olusegun. Und auch in der zweiten Runde blieb der in England lebende Nigerianer der bessere Mann im Ring, nachdem er einige gute unorthodoxe rechte Haken unterbringen konnte, während Ali Chebah zwar weiterhin sehr aktiv war, aber seine Schläge oft ineffektiv blieben.

In Runde Drei musste der Franzose dann zum ersten Mal in seiner Karriere zu Boden. Direkt zu Beginn der Runde landete Olusegun einige harte Treffer und schickte Chebah schließlich mit einer linken Gerade gefolgt von einem rechten Haken, der Chebah hinter dem Kopf zu streifen schien, auf die Bretter. Chebah stand schnell wieder auf, fand sich aber bald erneut auf dem Ringboden wieder, nachdem Olusegun die Kombination wiederholte, wobei erneut der rechte Haken kaum, und wenn dann am Hinterkopf zu treffen schien. Olusegun blieb noch genügend Zeit in der Runde um den Kampf vorzeitig zu beenden, doch er ließ die Gelegenheit verstreichen, als er zu showboaten anfing und kurze Zeit mit einer Hand hinterm Rücken boxte, so dass Chebah die Runde überstand und am Ende sogar noch einige Treffer seinerseits setzen konnte.

Das Tempo blieb hoch und Ali Chebah fand in der Vierten stark in den Kampf zurück. Nach ein paar wilden Schlagabtauschen zu Beginn der Runde suchte Chebah nun aggressiv den Vorwärtsgang, und das mit einigem Erfolg. Zwar wirkte er gegen Mitte der Runde leicht angeschlagen nach ein paar guten Kontern von Olusegun, beherrschte dafür die letzte Minute klar, und sicherte sich somit wohl seine erste Runde. Nach einer ruhigeren, ausgeglichenen fünften Runde blieb der Franzose in der Sechsten weiterhin der Boxer, der die Initiative ergriff und nach vorne ging. Ajose Olusegun ließ es nun etwas langsamer angehen und ließ Chebah dadurch wieder in den Kampf kommen.

In der siebten Runde gelangen Chebah zwei, drei gute rechte Geraden, auf die Olusegun mit tief hängenden Händen und einigen Mätzchen reagierte. Dies täuschte jedoch nicht darüber hinweg, dass der Franzose inzwischen der Aktivere war und die Kontrolle übernommen hatte. Das schien auch Olusegun langsam zu merken, und er reagierte mit einer engagierteren achten Runde, in der er das Tempo wieder anzog, aber weiterhin etwas müder wirkte. Es schien nun so, dass Chebah jetzt die Treffer von Olusegun, der nicht mehr seinen gesamten Körper in die Schläge legte, problemlos nahm, während Chebahs Schläge mehr Eindruck bei Olusegun hinterließen. Nichtsdestotrotz sicherte er sich die achte Runde und lag damit auf den Punktkarten auch aufgrund der zwei Niederschläge in der dritten Runde beinahe uneinholbar vorne.

Diesen Vorsprung verteidigte Olusegun in der neunten und zehnten Runde im Rückwärtsgang indem er sich gut bewegte und immer wieder explosionsartig gute Kombinationen schlug, während Chebah ein wenig ratlos wirkte. Das Tempo hatte nun merklich nachgelassen, was aber auch wenig verwunderlich war nach der aufreibenden ersten Hälfte des Kampfes. Chebah fand noch einmal ein wenig die zweite Luft in Runde Elf, doch es war zu wenig um Olusegun noch einmal ernsthaft vor Probleme zu stellen. Dieser überstand die zwölfte Runde noch einmal problemlos und gewann sie aufgrund der klareren Treffer vermutlich sogar noch und fühlte sich zu Recht beim Erklingen des Schlussgongs als Sieger.

Die drei Punktrichter sahen den 31-Jährigen zwar viel zu deutlich mit 120-106, 119-107 und 119-107, aber insgesamt verdient vorne. Für Olusegun war es der dreißigste Profisieg, während Chebah, der sich im Kampf anscheinend an der rechten Hand verletzt hatte, in seinem siebenunddreißigsten Kampf seine zweite Niederlage hinnehmen musste. Ajose Olusegun ist nun der Pflichtherausforderer von WBC-Titelträger Erik Morales.

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2 Kommentare

  1. Tom
    1. Oktober 2011 at 08:19 —

    UPS,das ist doch mal eine kleine Überraschung!

  2. kevin22
    1. Oktober 2011 at 10:31 —

    Die Showeinlagen waren einfach nur affig!
    So benimmt sich kein fairer Champion!

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