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Ajagba stoppt Wallisch in Runde 2

Ajagba stoppt Wallisch in Runde 2

Wie zu erwarten, hatte der deutsche Schwergewichtler Michael Wallisch bei seinem USA-Debüt gegen Efe Ajagba nicht allzu viel zu bestellen. Der 25-jährige Ajagba ist bislang in seiner Profikarriere erst einmal über die zweite Runde hinaus gekommen und wird nicht ohne Grund von vielen Fachleuten als der kommende Mann im Schwergewicht gesehen.

Wallisch, der bislang nur einen seiner 19 Kämpfe verloren hat, war auch schon nationaler und internationaler Deutscher Meister und WBO-Europameister. Im vergangenen Jahr konnte sich der 33-jährige zudem den Weltmeister-Titel der GBU erkämpfen. Trotzdem war abzusehen, dass Wallisch wohl eher nicht mit einem Sieg zurück nach Deutschland kommen würde.

Ajagba nutzte in dem auf 10 Runden angesetzten Fight von Beginn an seine Reichweitenvorteile und war der aggressivere Mann, drängte Wallisch in den Rückwärtsgang. Nur selten gelang es dem Münchner, an Ajagbas langem Jab vorbeizukommen und selber Akzente zu setzen.

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In Runde 2 schaffte es der Mann aus Nigeria immer öfter, Wallischs Deckung zu durchbrechen und der Deutsche musste runtergehen. Wallisch musste noch einen Schlag an den Kopf nehmen, als er schon kniete, doch das dürfte den Kampfverlauf wohl kaum beeinflusst haben. Ringrichter Weeks wertete zwar den Niederschlag, zählte Wallisch aber nicht an, sondern ließ ihm wegen des – übrigens nicht geahndeten – Nachschlagens von Ajagba Zeit, sich zu erholen.

 

Nach rund 40 Sekunden wollte Michael Wallisch weitermachen, Weeks gab den Kampf wieder frei  und Ajagba setzte dort an, wo er vor dem Niederschlag aufgehört hatte. Nach weiteren 35 Sekunden in Runde 2 hatte Ringrichter Tony Weeks genug gesehen: Wallisch leistete keinerlei Gegenwehr mehr. Der Referee brach das ungleiche Gefecht ab: Sieg für Ajagba durch TKO in Runde 2.

Efe Ajagba baut seine Bilanz damit auf 10-0-0 aus, für Wallisch ist es nun die zweite Niederlage in seinem 21. Profikampf. man darf gespannt sein, wer der nächste Gegner von Efe Ajagba ist, auch Amir “Hardcore” Mansour hat gegen Ajagba schon Bodenkontakt gehabt und durch Ko verloren.

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15 Kommentare

  1. 28. April 2019 at 11:58 —

    Nach den Niederlagen der für Deutschland boxenden Fighter
    Christian Hammer vs. Luis Ortiz
    Senad Gashi vs. Dereck Chisora
    Alexander Dimitrenko vs. Andy Ruiz jr.
    und zuletzt
    Michael Wallisch vs. Efe Ajagba,
    darf man gespannt sein, wie Tom Schwarz am 15.Juni gegen Tyson Fury abschneidet. Einen Sieg von Schwarz halte ich für eher unwahrscheinlich, aber eine ehrenvolle Niederlage könnte evtl. drin sein.

  2. 28. April 2019 at 12:04 —

    Wieso macht man so etwas?
    Nachbars Lieschen darf doch auch nicht im Schwergewicht boxen!

  3. 28. April 2019 at 12:31 —

    Der Vollständigkeit halber hier noch eine kleine Statistik der verloren gegangenen Fights der für Deutschland boxenden Fighter der letzten Zeit:
    Christian Hammer verliert am 3.März gegen Luis Ortiz nach Punkten.
    Senad Gashi verliert am 20.April gegen Dereck Chisora nach Punkten.
    Alexander Dimitrenko verliert am 20.April gegen Andy Ruiz jr. in Runde 5 durch t.ko.
    Michael Wallisch verliert am 28. April gegen Efe Ajagba in Runde 2 durch t.ko.

  4. 28. April 2019 at 12:53 —

    Na ja, letztendlich ist der Kampf so gelaufen wie man es im Vorfeld erwarten konnte…..leider keine Überraschung!
    Würde ja zu gerne wissen welche Börse Wallisch für den Kampf bekommen hat!?

    @ globuli

    Die Auslandseinsätze der deutschen oder eingedeutschten Schwergewichtler zeigt leider ganz klar das wir in der Gewichtsklasse fast gar nichts zu melden haben…..einzig Kabayel hatte sich damals in Monaco gegen Chisora recht gut, wenn auch knapp durchgesetzt! Wenn Kabayel noch mehr an seiner Deckung arbeitet könnte es evtl. mal für die erweiterte Weltspitze reichen!?

    Schwarz wird die Sensation leider wohl auch nicht schaffen, aber vielleicht kommt er ja über die Runden, Pianeta ist ja gegen Fury auch nicht umgefallen!

    • 28. April 2019 at 13:16 —

      Pianeta ist nicht umgefallen, weil Fury nur mit 30% Leistung geboxt hat.

      Wallisch hat bis auf ein paar Alibi-Angriffe abolut NICHTS getan. Wenn Ajagba im Schwergwicht was werden will, dann sollte er sich Aufbaugegner suchen, die ihn fordern und nicht solche, die nur wegen der Börse da sind.

      • 28. April 2019 at 14:27 —

        Ach herje das nächste deutsche Schwergewicht das im Ausland untergeht, zu allen Überfluss sieht es ja in den anderen Gewichtsklassen in Deutschland auch nicht gerade rosig aus.

        @ reineckefuchs

        Was macht dich denn so sicher das Fury gegen Schwarz mehr Leistung bringen wird als wie gegen Pianeta?
        Gut, Fury hat gegen Wilder einen tollen Kampf gemacht und hätte eigentlich auch gewinnen müssen,….nur in der Ansetzung war klar das er 100% geben muss, bei Schwarz reichen vermutlich auch nur 30-50%!?

        Gute Gegner für Ajagba wären sicherlich Dubios und/ oder Joyce, da könnte man auch gleich mal sehen was Ajagba wirklich drauf hat.
        Aber Dubios und Joyce werden vermutlich erstmal aufeinander treffen, zumindest steht der Kampf im Raum und da wird Feuer drin sein, Ausgang offen!

    • 28. April 2019 at 13:36 —

      naja aber außer hammer waren das alles nur luschen. hammer hat sich gegen Ortiz wie schon gegen pove und fury achtbar geschlagen. gegen Wallisch und teper hat er die innerdeutschen Duelle ja gewonnen und gegen Price einen weiteren Sauerland boxer besiegt.
      die besten im HW sind sicherlich kabayerl und danach schwarz, hammer und charr. gegen die top 5 hat aber derzeit wohl keiner eine Chance. kabayel könnte sich aber entwickeln.

  5. 28. April 2019 at 13:19 —

    Wird schon, er ist ja noch “grün” hinter der Ohren.
    Aber Du hast Recht: so langsam sollten ernstzunehmende Gegner kommen. Wie wäre es mit Dimitrenko? (OK … Spaßmodus aus)

  6. 28. April 2019 at 14:00 —

    Man kann auch ehrenvoll verlieren, wenn man nicht über die Runden kommt.
    Ich erinnere an den Fight in der Nacht vom 9. auf den 10. September 1966, als Europameister Karl Mildenberger gegen den damaligen Weltmeister Cassius Clay vor 30 000 Zuschauern im “Frankfurter Waldstadion” eine fulminante Schlacht lieferte.
    In der 12. Runde wurde der Fight zugunsten von Clay wegen zu großer Überlegenheit vorzeitig beendet. Bis zu diesem Zeitpunkt verlangte Mildenberger dem Weltmeister das Letzte ab.
    Damals wurden noch 15 Runden geboxt, erst 1988 wurde diese Regelung abgeschafft und auf 12 Runden herabgesetzt.

    • 28. April 2019 at 14:30 —

      @ Globuli

      Nicht zu vergessen, Luan Krasniqi der L. Brewster am Rande einer Niederlage hatte und dann leider selbst in der 9. Runde verloren hat.

      • 28. April 2019 at 17:10 —

        ja das war ein geiler kampf. auch Marco huck gegen duckmaus povetkin damals war sein bester fight überhaupt obwohl er knapp verloren hat

        • 28. April 2019 at 21:29 —

          …war zwar “nur” LHW, aber auch Kölling hat bei seiner KO-Niederlage gegen Beterbiev mehr Respekt erlangt, als bei seinen gesamten Siegen gegen machbare Gegner vorher…

  7. 28. April 2019 at 14:25 —

    Karl Mildenberger verstarb im letzten Jahr im Alter von 80 Jahren.
    R.I.P.

  8. 28. April 2019 at 19:13 —

    Kann nicht nachvollziehen warum hier geschrieben wird, dass Wallisch absolut nichts gemacht hat.. Er hat doch mit seinen begrenzten Mitteln fast alles versucht und auch die richtige Taktik gewählt um gegen Ejagba zu bestehen.. Vielleicht noch dichter an den Mann damit die starken Geraden verpuffen und dann wäre die 3. Runde drin gewesen..:) Hört mir auf mit Tom Schwarz als den besten deutschen Schwergewichtler nach Kabayal… Der hat nur Flaschen geboxt mit Ausnahme von Lewandowski und der hatte eine Woche Vorbereitungszeit.. Duckmaus Povetkin?? Der hat bis jetzt jeden geboxt und war Olympiasieger bei den Amateuren… Gegen Ejagba kann er sich alle Mal reinstellen…

    • 28. April 2019 at 22:05 —

      Muss auch sagen: Wallisch war natürlich offensichtlich komplett überfordert, aber ich denke schon, dass er im Rahmen seiner überschaubaren Möglichkeiten zu punkten versucht hat.

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