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Ajagba siegt glanzlos

Ajagba siegt glanzlos

Eigentlich wollte Ajagba im Kampf gegen den 33 Jahre alten US-Amerikaner Jonathan Rice (13-5-1) im MGM Grand in Las Vegas ein Ausrufezeichen setzen. Seine Fans würden zufrieden sein, mit dem „was sie an diesem Wochenende sehen“ hatte der 26-jährige vor dem Fight erklärt. Doch damit dürfte Ajagba danebenliegen.

Die öffentlichen Lautäußerungen in den sozialen Netzwerken sind anderer Natur: Ajagbas Auftritt gegen einen Gegner im Überlebensmodus sei langweilig gewesen, befindet ein Boxfan. Er habe kein Feuer in sich getragen, schreibt ein anderer. Ein Dritter mutmaßt, seine neue Ecke würde wohl versuchen, ihn zu einem vorsichtigen Boxer zu machen. Unterm Strich sind sich aber alle einig: eine enttäuschende Leistung. Wie die TV-Kommentatoren bei ESPN treffend feststellten: Ajagba habe eine Menge Talent, aber der Siegeswillen sei nicht da.

Und so konnte der frischgebackene Top Rank-Boxer auch nicht mit einem KO-Sieg glänzen, sondern nur einen Punktsieg erzielen. Die Punktrichter werteten nach 10 geboxten Runden wie folgt: Max DeLuca 98-92,  Adalaide Byrd 99-91 und Dave Moretti ebenfalls 99-91 zugunsten von Ajagba.

Die nicht sonderlich actionreiche Begegnung plätscherte ohne besondere Highlights dahin, Ajagba ließ den Glanz seiner KO-Siege vermissen. Streckenweise wirkte das Ganze eher wie ein lustlos ausgetragener Sparringskampf, auch wenn der Boxer aus Nigeria im Laufe des Kampfes einige gute Treffer landen konnte; allerdings ohne Rice damit zu beeindrucken. Der Schlagstatistik zufolge landete Ajagba 131 von insgesamt 406 Schlägen, Rice konnte bei 269 Schlägen nur 39 Treffer anbringen.

Zugute halten kann man Ajagba möglicherweise, dass er mit einer Verletzung in den Kampf gegangen sein soll. Wie es heißt, habe sich der 26 Jahre alte Nigerianer vor dem Kampf beim Sparring eine Handverletzung zugezogen.

In einem weiteren Kampf des Abends standen sich im Weltergewicht Jose Pedraza und Javier Molina gegenüber. Der 31-jährige Puertoricaner zeigte seinem Gegner allerdings klar die Grenzen auf, glänzte durch Auslagenwechsel und harte Treffer.

Nach den ersten knappen Runden, setzte sich die boxerische Klasse von Pedraza durch, der Molina einen Cocktail aus Kopf- und Körpertreffen servierte, gegen den der US-Amerikaner keine Mittel hatte. Die Bilanz in der Schlagstatistik: Pedraza landete 164 von insgesamt 519 Schlägen, Molina nur 49 von 338. Die Belohnung auf den Punkzetteln: 99-91, 98-92 und 98-92. Damit ist Pedraza nach seiner Niederlage gegen Jose Zepada im September 2019 wohl wieder auf der Siegerstaße angekommen.

Und auf der will Pedraza auch bleiben: „Ich glaube, ich bin bereit für eine Weltmeistertitelchance” erklärte der Sieger nach dem Kampf: „Wer auch immer Josh Taylor vs Jose Ramirez gewinnt, ich möchte den Sieger dieses Kampfes!“

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