Top News

‚AJ‘ in der Titelklemme

‚AJ‘ in der Titelklemme

Nur einen Tag, nachdem die WBO Schwergewichtsweltmeister Anthony Joshua mitgeteilt hat, dass er bis zum 4. Juni 2020 gegen Pflichtherausforderer Oleksandr Usyk antreten muss, hat sich auch die IBF schriftlich an Eddie Hearn und seinen Boxer gewandt.

Per Brief teilte die International Boxing Federation den Lagern von Joshua und IBF-Pflichtherausforderer Kubrat Pulev bezüglich eines Kampfes zwischen Pulev und Joshua mit: „Die Verhandlungen sollten sofort beginnen und bis zum 11. Januar 2020 abgeschlossen sein.“ Weiter schreibt der Vorsitzende des IBF-Meisterschaftsausschusses, Carlos Ortiz jr.:„Wenn Sie sich in diesem Fall nicht einigen können, wird die IBF eine Purse Bid anordnen.”

Unklar ist bislang, ob IBF-Pflichtherausforderer Kubrat Pulev ohne die Unterstützung seines Trainers Uli überhaupt antreten würde. Wegner ist schwer gestürzt, musste gestern wegen eines Oberschenkelhalsbruchs operiert werden und dürfte wohl für mehrere Monate ausfallen. Zurzeit soll sich der 77-jährige noch auf der Intensivstation befinden.

Nun darf man gespannt sein, wie Hearn und Anthony Joshua vorgehen. Wird ‚AJ‘ versuchen, die Forderungen beider Verbände zu erfüllen? Oder wird er einen der Titel niederlegen. Zeitlich wäre die Verteidigung beider Titel nacheinander kein großes Problem. Pulev dürfte der leichtere Gegner sein, doch bei einem Kampf zwischen Usyk und Joshua würden die Titel – auch bei einer Niederlage Joshuas – „im Haus“ bleiben, da Promoter Eddie Hearn beide Boxer unter Vertrag hat.

Grundsätzlich wäre auch vorstellbar, dass Hearn dem WBO-Pflichtherausforderer Oleksandr Usyk eine „Step-Aside-Fee” zahlt, um erst einmal um den Kampf herumzukommen. Das wiederum erfordert aber den guten Willen der WBO, die in diesem Fall Anthony Joshua auch einfach den Titel aberkennen könnte. Wie berichtet wird, soll Hearn Usyk schon einen Kampf mit dem britischen Schwergewichtler Derek Chisora angeboten haben.

Eine andere Möglichkeit wäre eine Titelvereinigung mit WBC-Champion Deontay Wilder. In diesem Fall würden WBO und IBF vermutlich die Pflichtverteidigungen ruhen lassen. Dieser Kampf wäre aber vermutlich erst ab Mitte 2020 realisierbar, da Ende Februar für Wilder schon der Rückkampf mit Tyson Fury festgezurrt ist.

So oder so haben Hearn und Joshua jetzt erst einmal bis Januar Zeit, sich über das weitere Vorgehen einig zu werden.

Voriger Artikel

Sorge um Leon Spinks

Nächster Artikel

Joshua Tobias Franz Lederhofer wechselt ins Profilager

6 Kommentare

  1. 13. Dezember 2019 at 11:50 —

    da muss ma kein aufhebens drum mache. mit seinem neuen “kampf”stil, fertigt er beiden an einem abend ab.
    sobald usyks 12 runden um sind, muss er den ring verlassen und pulev kann rein.
    bei dem muss er nicht ganz so schnell rennen.
    was soll bei dieser art zu “kämpfen” denn schon passieren?

  2. 13. Dezember 2019 at 16:45 —

    Eine andere Möglichkeit wäre eine Titelvereinigung mit WBC-Champion Deontay Wilder.

    hahahha guter witz.
    joshua wird ein teufel tun und jemals gegen wilder antreten
    sowohl hearn als auch joshua ist bewusst das es gegen wilder vorbei ist.

    Adrenalinmonster
    13. Dezember 2019 at 11:50 — Antworten

    da muss ma kein aufhebens drum mache. mit seinem neuen “kampf”stil, fertigt er beiden an einem abend ab.
    sobald usyks 12 runden um sind, muss er den ring verlassen und pulev kann rein.
    bei dem muss er nicht ganz so schnell rennen.
    was soll bei dieser art zu “kämpfen” denn schon passieren?

    wat bist du denn für einer?

    du tust gerade so als ob joshuas klitschko kampfstil nachmache unbesiegbar wäre
    pulev und usyk an einem abend?

    hahahah der war gut.

    also klar pulev ist gegen joshua ne 0

    da kann joshua sogar den kampfstil haben wie gegen ruiz

    gegen pulev kann joshua absolut 0 passieren

    pulev hat 0 ko power.
    ich würde joshua sogar empfehlen eher hektisch und auf nen schnellen ko zu gehen.
    die chance gegen pulev ist wirklich extreme gering wäre gespannt wenn der kampf wie die buchmacher die wettquoten auf ein pulev sieg einstufen würden. x 20 mindestens.

    und gegen usyk kann joshua machen was er will.
    selbst mit dem kampfstill der klitschko nachmache
    sehe ich usyk klar vorne.
    ich will jetzt nicht sagen KEINE chance, aber ich würde joshua WIRKLICh kaum eine chance gegen usyk geben.
    usyk ist zu begabt für joshua.

    spätestens ende nächsten jahres ist usyk HW champ der WBO

    • @ Polonia

      Alle Boxen.de User gehen jetzt ins HW. Nachdem uns Adrenalin aufgezeigt hat wie man ganz einfach klar und deutlich gewinnt, so wie AJ gegen Ruiz 2, ist es nur eine frage der Zeit bis wir alle millionäre sind.

      Wie man allerdings beim “weglaufen” den gegner trifft, hat uns das frustrierte, kleine Adrenalinmonster noch nicht verraten. Hoffe er tut es bald, gerade habe ich gespräche am laufen für meinen ersten Kampf gegen Wilder im Wembley vor 100.000 Zuschauern.

  3. 14. Dezember 2019 at 11:34 —

    Sehe Usyk im HW weiterhin kritisch. Klar ist er neben Fury der wahrscheinlich derzeit beste Techniker der GK, aber er hat meiner Meinung nach zwei Schwächen: einmal die Schlaghärte und zweitens die Nehmerfähigkeiten. Während er das erste mit seiner Technik, Präzision und Schnelligkeit gut kompensieren kann, glaube ich, dass er gegen einen echten Puncher über 12 Runden untergehen wird. Nur weil Joshua jetzt mal im Kampf gegen Ruiz im Usain-Bolt-Gedächtnismodus unterwegs war, heißt das nicht, dass er nicht brutal zuschlagen kann, zumal, wenn er die Schläge seines Kontrahenten nicht sonderlich fürchten muss. Dennoch natürlich ein interessantes Duell, während Pulev einfach nur lost sein wird, egal, welcher Top-10-Mann sein Gegner ist.

Antwort schreiben