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Ärger für „Krusher“ Kovalev

Ärger für „Krusher“ Kovalev

Auch wenn der Vorfall schon zwei Wochen her ist, könnte das Ganze noch ein Nachspiel für Sergey Kovalev haben. Der 36-jährige Russe wollte am 15. Juli von Fort Lauderdale zum internationalen Flughafen von Los Angeles fliegen, als sich die Geschichte ereignete.

Berichten zufolge, die sich auf die Sportinternetseite „The Athletic“ berufen, soll der WBO-Champion im Halbschwergewicht – nachdem er einen weiblichen Fluggast belästigt hatte – aus dem Flieger geworfen worden sein. Kovalev hatte angeblich die Hände einer Mitfliegerin angefasst und geküsst und sie mit Geldscheinen beworfen. Die Frau fühlte sich nach eigenen Angaben „unwohl und nicht sicher“, der Pilot des Fliegers rief daraufhin die Polizei, die Kovalev wegen “unpassendem Benehmen” aus dem Flugzeug holte.

Die zuständige Polizeistation von Broward County bestätigte, dass am 15. Juli gegen 19:20 Uhr ein “Mitte 30-jähriger großer weißer Mann russischer Herkunft” nach einer Auseinandersetzung der Maschine verwiesen worden. Das Büro des Sheriffs teilte zwar mit, dass Kovalev nicht festgenommen worden sei und auch keine Anklage gegen ihn erhoben würde, unklar ist allerdings, ob die Angelegenheit nicht doch noch ein Nachspiel hat. Falls die Frau, die sich von Kovalev belästigt fühlte, eine Klage vor Gericht anstrengt, könnte – wie im Falle Kurat Pulver – am Ende eine Sperre für Sergey Kovalev drohen.

Bereits in der Vergangenheit war der „Krusher“ mit der US-amerikanischen Justiz aneinandergeraten: im Juni 2018 wurde Kovalev  verhaftet und später wegen Körperverletzung angeklagt, nachdem eine Frau ihn beschuldigt hatte, ihr ins Gesicht geschlagen zu haben. Sie sei auf Kovalevs sexuelle Avancen nicht eingegangen, erklärte Jamie Frontz, Kovalev habe sie daraufhin geschlagen und sie habe eine gebrochene Nase, eine Gehirnerschütterung und eine Bandscheibenverletzung im Nacken davongetragen.

Frontz reichte seinerzeit eine Klage in Höhe von 8 Millionen US-Dollar gegen Sergey Kovalev ein. Der kam gegen eine Kaution in Höhe von 50.000 US-Dollar auf freien Fuß. Nach einer gerichtlichen Anhörung am 11. März, hat man von dieser Angelegenheit allerdings nichts mehr gehört.

Nun bleibt abzuwarten, ob der Vorfall im Flugzeug erneut dazu führt, dass der „Krusher“ sich vor Gericht verantworten muss.  Man kann also nur hoffen, dass der Kampf gegen Anthony Yard  am 24. August in Kovalevs Heimatstadt Tscheljabinsk in Russland auch stattfinden kann.

Eine Stellungnahme zu dem Vorfall im Flugzeug lehnte Kovalev bislang ab.

 

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6 Kommentare

  1. 30. Juli 2019 at 17:42 —

    Naja, sie boxen in Russland, da sehen die Leute doch eh alles “entspannter”.

  2. 30. Juli 2019 at 18:13 —

    Es ist ne WBO-Pflichtverteidigung. Die sehen das vermutlich nicht ganz so entspannt.

    • 30. Juli 2019 at 19:42 —

      Wieso sollte Kovalev eine Sperre drohen? Nur weil er sich privat wie ein Idiot verhält, hat das doch nicht zwingend eine sportliche Sanktion zu bedeuten. Zumal er der Champ bei der WBO ist und die genau wissen, dass sie an ihm verdienen wollen. Boxt Kovalev nicht am 24. gibt es keine Kohle. Und außerdem kann man das nicht mit dem Pulev Vorfall gleichsetzen, der sich auf einer Veranstaltung daneben benommen hat.

      Im Hintergrund werden wenn ein paar Benjamins von A nach B geschoben und schon ist alles wieder im “grünen” Bereich.

      Business as usual wie so oft im Boxen. Wenn man da die richtigen Einflüsse hat, geht praktisch alles.

      Ich geh davon aus, dass der Event zu 99,9% in Russland stattfinden wird, (von der Zensur gestrichen).

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