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Adonis Stevenson vs Oleksandr Gvozdyk – Titelverteidigung in Kanada

Ein Beitrag von F. W. :

Wenn am Samstag die Aufmerksamkeit der meisten Boxfans wohl auf den Kampf zwischen Deontay Wilder und Tyson Fury gerichtet ist, steht auch Adonis Stevenson in Quebec / Kanada im Ring. Die zehnte Titelverteidigung wird für den kanadischen WBC-Halbschwergewichts-Weltmeister vermutlich kein Selbstläufer: Gegner ist Pflichtherausforderer Oleksandr Gvozdyk, bislang in 15 Profikämpfen ungeschlagen.

Stevenson holte sich den WBC-Titel im Juni 2013, als er Chad Dawson in der ersten Runde ausknockte. So gesehen: schon ein „alter Hase“, der seine Gegner vor dem Kampf genau beobachtet. „Gvozdyk ist ein junger, athletischer Kerl, der diesen Kampf wirklich gewinnen will“, sagte Stevenson (29-1-1, 24 Knockouts) gegenüber dem amerikanischen „Ring Magazine“: „Ich weiß, dass er sehr hungrig ist und meinen Platz einnehmen möchte. Aber ich war schon öfter in dieser Situation. Jeder, der kommt, versucht, meinen Platz einzunehmen, weil ich die Nummer eins bin.“

Trotzdem hat sich der Champion wohl so seine Gedanken gemacht und seinen Gegner studiert, Gvozdyks Stärken seien seine Sportlichkeit, seine Power und seine Verteidigung, sagte Stevenson weiter. Und der Altmeister scheint den kommenden Gegner ernst zu nehmen, hat sogar sein Trainingslager neu organisiert, wie sein Trainer Javon Hill dem Reporter der kanadischen Tageszeitung „Le Devoir“ erklärte: „Wir haben uns isoliert. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Das ist etwas, was mein Onkel Emanuel (Anmerkung der Redaktion: Emanuel Stewart, ehemaliger Trainer von Adonis Stevenson) mit seinen Boxern gemacht hat. Für ihn war es wichtig, dass ein Boxer und sein Trainer Zeit miteinander verbringen, sich kennen lernen und die Chemie in der Nacht des Kampfes perfekt ist.”

Stevenson ergänzt: “Es gibt auch Aspekte des Trainings, die wir geändert haben, ich habe aus technischer Sicht viel gearbeitet.“ Trainer Hill bekräftigt das: “Ich möchte mehr Jabs sehen, ich will sehen, dass er einen KO mit Kombinationen vorbereitet, dass er vom Körper zum Kopf geht und umgekehrt.“

Bleibt abzuwarten, ob Adonis Stevenson das im Kampf auch zeigen kann, immerhin hat es der Herausforderer mit Wahlheimat Kalifornien bei den Olympischen Spielen bis zur Bronzemedaille geschafft. Als Profi besiegte er unter anderem Isaac Chilemba mit TKO in Runde 8 und Yunieski Gonzalez (TKO 3). Nur zur Erinnerung: Dmitry Bivol musste mit Chilemba über die Runden gehen.

Neuerdings wird Oleksandr Gvozdyk von Teddy Atlas trainiert. Erstaunlich, denn der hat mit russischen Boxern in der Vergangenheit nicht sonderlich gut harmoniert. Vor dem Hintergrund des fortgeschrittenen Alters von Stevenson, der im September seinen 41sten Geburtstag gefeiert hat, darf man trotzdem gespannt sein, wie er mit dem 10 Jahre jüngeren Herausforderer klar kommt. Der Weltmeister wiegelt ab: „Ich war immer ein Kämpfer und werde immer einer sein. Ich werde aufhören, wenn ich das Gefühl habe, es ist an der Zeit, aufzuhören, aber im Moment sagt mir mein Körper immer noch, dass der Hunger und die Kraft zum Gewinnen immer noch in mir stecken.“

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4 Kommentare

  1. 27. November 2018 at 18:41 —

    Was ist euer Tipp???
    Die Quote für Stevenson liegt bei 2,3.

    • 27. November 2018 at 18:54 —

      und gvozdyk 1,6 😮

      gvodzyk favorit?

      krass…

      also stevenson wirds aufjedenfall schwer haben
      hoffe für ihn er zeigt mehr als gegen badou jack

      ist ja auch nicht mehr der jüngste

      schwer zu tippen

      pts gvodzyk, oder pts stevenson sehr umstritten…

      bin auf die tipps von fury wilder gespannt die hier abgegeben werden

  2. 28. November 2018 at 08:12 —

    Als Top Rank Fighter kann Gvozdyk mMn nur durch KO gewinnen. Es bleibt abzuwarten, ob er in den Anfangsrunden in der Lage ist, Stevensons Schlaghand aus dem Weg zu gehen. Sollte er diese unversehrt überstehen, das Tempo stets hoch halten, ist ein Abbruchsieg durchaus möglich.

    “Nur zur Erinnerung: Dmitry Bivol musste mit Chilemba über die Runden gehen.”

    Kovalev musste ebenfalls mit Chilemba über die Runden gehen. Was sagt uns das jetzt? Btw Chilemba gab auf Grund eines Handbruchs auf.

  3. 29. November 2018 at 12:58 —

    Es würde mich jetzt nicht wundern wenn Gvozdyk die richtige Taktik, bzw. Mittel und Wege findet um WM zu werden.

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