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Abraham & Wegner: „Ab Beginn des Kampfes bilden wir eine Einheit!“

Ein Herz und eine Seele, ein seltsames Paar, Kult-Duo – oder eher doch eine gepflegte Hassliebe? Bei der Beziehung zwischen Arthur Abraham und Ulli Wegner weiß man nie so genau, woran man ist. Besonders vor schweren Kämpfen, wie Abrahams kommende Titelverteidigung am 21. November gegen Martin Murray in Hannover (live ab 22.15 Uhr in SAT.1), kocht die Stimmung zwischen Weltmeister und Kultcoach gewaltig hoch. Fast immer an der Ventilschraube tätig: Ulli Wegner! Die Trainerlegende ist während einer Vorbereitung mit seinem „Liebling“ ständig auf „180“. Zuletzt zog Wegner gar biblische Vergleiche und sagte: „Jede Vorbereitung mit ihm ähnelt einem wahren Passionsweg!“

Ganz schön hart! Was sagt der Weltmeister dazu? „Er meint das nicht so“, ist sich WBO-Champion Abraham sicher, „Herr Wegner will mich mit seinen Äußerungen kitzeln, immer wieder neue Reizpunkte setzen.“ Das würde auch der Philosophie des 73-Jährigen entsprechen, immer nach Vollendung zu streben. Und die kann ja bekanntlich nie erreicht werden.

Gefördert werden die Diskussionen zwischen Meistercoach und „Musterschüler“ zudem durch die unterschiedlichen Ansichten beider Seiten. „Ich trainiere lieber erst am späten Vormittag und abends. Herr Wegner setzt aber deutlich frühere Trainingszeiten an“, erklärt Abraham. „Das zieht sich bis zur Taktikbesprechung hin. Auch da sind wir selten einer Meinung.“ Da ist des Öfteren ein Streit programmiert.

Entscheidend ist letztendlich die Leistung am Kampftag – und da zieht das Team Abraham/Wegner am gleichen Strang. „Ab Beginn des Kampfes bilden wir eine Einheit, die nur ein Ziel kennt: Den Gegner zu vernichten“, so „King Arthur“. Zum Streiten bleibt schließlich danach wieder genügend Zeit – getreu dem Sprichwort: „Was sich neckt, das liebt sich!“

Eintrittskarten für die Box-Nacht am 21. November in Hannover sind über die telefonische Ticket-Hotline 01806-570044, im Internet unter www.tickethall.de und www.eventim.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Quelle: Sauerland Event

Foto: picture alliance

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10 Kommentare

  1. „Ich trainiere lieber erst am späten Vormittag und abends. Herr Wegner setzt aber deutlich frühere Trainingszeiten an“, erklärt Abraham.
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    Daran sieht man, dass Wegner noch in der Steinzeit lebt. Ein Boxer ist kein Soldat, es bringt keine Vorteile am frühen Morgen zu trainieren. Aber das sind so alte Mythen die sich bis heute hartnäckig halten, wie die das man Dick wird wenn man Abends etwas isst.

    • 10. November 2015 at 19:58 —

      Es ist sogar besser zu den Zeiten zu trainieren, wo dann auch in “echt” gekämpft wird, damit der eigene Biorhytmus sich darauf einstellt.

      • 10. November 2015 at 21:38 —

        fuchs
        das wäre ja ne kurze trainingsphase. 12×3 min, plus pausen?
        na klar hat jeder seinen eigenen biorithmus,, schätze mal, daaß weggner das macht, daß AA nicht noch vollgefressener zum training kommt.

    • Klar zum teil dürfte das daran liegen das Abraham nicht zu fett wird, da habt ihr recht.

      Ich glaube aber, gerade beim sport ist es wichtig spaß zu haben und manche leute können das nicht am frühen morgen. Ich mache mein leben lang sport, könnte aber nie früh morgens trainieren. Macht mir kein spaß und demotiviert eher.

      Sicher ist das bei jedem anders. Aber es gibt leute die nachts einfach aktiver sind und mehr power haben und bei denen macht es mMn auch sinn erst später zu trainieren.

      • 11. November 2015 at 17:26 —

        Absolut, ich kann diese „frühen Vögel“ auch nicht ab 😉 und ich trainiere, wenn es mein Beruf zulässt, sechs Tage die Woche. Und auch im Job fange ich selten vor 11 an, meine Kunden haben sich dran gewöhnt, wissen aber auch, dass sie mir gerne noch um 22.00 eine Mail schreiben können und am nächsten Morgen eine Antwort und einen erledigten Job vorfinden. Und ich kann vor 13.00 auch nur eine Kleinigkeit essen und habe dafür so gegen 3.00 meistens einen brutalen Hunger …

        Ich glaube, (Fett)Ar(sch)bra(tkartoffel)ham hat eher das Problem, dass er sich in der Offseason total gehen lässt und nicht mal dran denkt, zwischendrin vielleicht mal ein bisschen zu laufen oder die Bags für sechs, acht Dreier zu bearbeiten. So kommt er im Schlechtstzustand ins Camp und muss doppelt so hart arbeiten, um wieder seine Grundform zu finden. Das Problem vieler Sportler quer durch alle Sportarten, von Ailton über Jan Ulrich bis zu Brandon Rios.

        • Absolut, wobei ich gerade dieses absolute gehen lassen niemals verstehen werde, erst recht nicht bei einem boxer die nicht das ganze jahr im training sind und nicht viel verzichten müssen. Was soll denn ein Bodybuilder sagen? Das ist ein 24h job.

          Ich finde es viel kraftraubender nach langer trainingspause wieder einzusteigen als einfach aktiv zu bleiben. 2-3 leichtes training die woche + nicht essen wie ein schwein, ist schon die halbe miete.

          Werde daher solche leute wie Abraham oder Sturmic niemals verstehen.

  2. 10. November 2015 at 21:14 —

    Ein echter Profi trainiert dreimal pro Tag.Morgens,Mittags und Abends.

  3. 10. November 2015 at 22:13 —

    P.S. Trainiert der dann 3x am Tag das selbe?

    Natürlich nicht.Eine perfekte Training für mich wäre Morgens lauftrainjng.Mittags Technik/Krafttraining und Abends SparrIng. Meine Meinung.

  4. 13. November 2015 at 01:09 —

    Spätestens zu Beginn des Kampfes sollten Trainer und Boxer sich auch einig sein.

    Wenn sich Abraham mal nicht verrechnet hat das er sich in einer freiwilligen Titelverteidigung Martin Murray stellt, denn wenn er die ersten so lethargisch angeht wie er es oft macht, kann das ganz schnell daneben gehen.

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