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Abdugofurov schockt Chudinov +++ FULL FIGHT +++

Abdugofurov schockt Chudinov

Das dürfte nicht nur für den ehemaligen WBA-Supermittelgewichtschampion eine Überraschung gewesen sein: in dem auf 10 Runden angesetzten Kampf im russischen Krasnogorsk musste sich der mittlerweile 34-jährige Fedor Chudinov seinem usbekischen Gegner Azizbek Abdugofurov nach Punkten geschlagen geben.

Am Ende werteten die drei Punktrichter 98:91, 97:92 und 97:93 für den 30 Jahre alten Usbeken, der nun von sich behaupten kann, beide Chudinov-Brüder geschlagen zu haben. Den deutschen Boxfans dürfte Fedor Chudinov wohl vor allem durch seine beiden Kämpfe gegen Felix Sturm in den Jahren 2015 und 2016 bekannt sein.

Doch die Spritzigkeit aus diesen Fights ist Vergangenheit, Chudinov ist langsamer geworden, was dem Usbeken (Bilanz 13-1-0 bei 5 KO-Siegen) in die Karten spielte. Der mit nicht allzu großer Schlagkraft gesegnete Azizbek Abdugofurov arbeitete viel mit Kombinationen, zeigte eine gute Defensive und Meidbewegungen, sodass die Schläge von Chudinov oft ins Leere gingen.

Chudinov ließ sich zwar von den Treffern, die Abdugofurov anbringen konnte, nicht beeindrucken, präsentierte sich aber als viel zu schwerfällig, um erfolgreich Druck ausüben zu können, ging zudem recht offen „in den Mann“ und ließ sich dabei unnötig oft treffen. Dazu kam, dass Abdugofurov unsauber agierte, was sich durch „halten und schlagen“ und „Ringkampfeinlagen“ äußerte und letztendlich dazu führte, dass Referee Sergey Litunov Abdugofurov mehrfach verwarnte und schließlich in der achten Runde einen Punktabzug vornahm. Der Gastboxer ließ sich davon jedoch nicht beirren und Chudinov gelang es auch in Folge nicht, seinen Gegner einmal erfolgreich zu stellen.

Das Urteil am Ende des Kampfes ist nicht schmeichelhaft für Fedor Chudinov und in der Höhe vielleicht diskussionswürdig, aber im Grunde genommen gerecht, am Sieg von Abdugofurov gibt es nicht viel zu rütteln.

Chudinov muss sich nun überlegen, wie es für ihn weitergeht. Einen Gegner wie Azizbek Abdugofurov hätte er klar beherrschen müssen. Bevor die Namen russischer Boxer wegen des Ukrainekrieges aus den Rankings getilgt wurden, lag Fedor Chudinov bei der WBA auf #2, bei der WBC auf #12.

Hier noch einmal der ganze Kampf

Darüber hinaus trafen auf der Card der Vladimir Hryunov-Veranstaltung Maxim Babanin und Evgeny ‚Molecule from Hell‘ Orlov aufeinander. Der Kampf endete in Runde 3 als Orlovs Ecke nach einigen harten Treffern das Handtuch warf.

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4 Kommentare

  1. 30. April 2022 at 19:48 —

    Chudinov ist langsamer geworden? Wie soll das gehen – der hat doch schon vorher geboxt wie in Zeitlupe.

  2. 30. April 2022 at 20:05 —

    🙂

  3. 30. April 2022 at 20:07 —

    Gegen Sturm hatte ich ihn anders in Erinnerung.

  4. 1. Mai 2022 at 08:15 —

    Will ja chudinov nicht schlecht reden , aber sein Glück war einfach das er gegen die Pfeife Sturm antreten durfte ,nur dadurch wurde er bekannt 🤷🏻‍♂️Am sonsten ein Durchschnittlicher Boxer aus der 3 Reihe

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