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29. August – Marco Huck vs Dennis Lewandowski

29. August – Marco Huck vs Dennis Lewandowski

Lewandowskis Unterschrift auf dem Vertrag dürfte noch frisch sein. Erst am Montag traf sich der Greifswalder mit Hucks Promoter Kenan Hukic und Hucks Manager Karl-Heinz Wolpers, um über den Fight, der am 29. August in Braunlage stattfinden soll, zu sprechen. Nach einem Tag Bedenkzeit sagte Lewandowski zu.

Der 26-jährige hat eigentlich nichts zu verlieren. Über ein Jahr stand Lewandowski – Bilanz 13-4-1 – nicht im Ring, seinen letzten Kampf bestritt er im Mai 2019 in Nottingham gegen Fabio Wardley. Wie in den beiden Kämpfen zuvor erlitt Lewandowski eine Niederlage. Schaut man bei Boxrec ins weltweite HW-Ranking, findet man Dennis Lewandowski auf Rang 231. Marco Huck liegt auf  #29.

Klingt – alles in allem – weder nach einer wirklichen Herausforderung für Marco Huck, noch nach einem sehenswerten Kampf. Zumal die beiden sich gut kennen, in der Vergangenheit gemeinsam trainiert haben. Lewandowski war 2017 als Sparringspartner für Marco Huck aktiv.

Doch das ist lange her. Die einjährige Ringabstinenz hat Spuren hinterlassen, der Greifswalder soll derzeit fast 140 Kilo auf die Waage bringen. „Ein paar Kilos müssen runter. Ich mache jetzt eine Woche lang nur Kondition, danach steigen wir ins boxspezifische Training ein“, hat Lewandowski im Interview mit dem Portal „Sportbuzzer“ erklärt: „So eine Chance kommt nicht noch mal!“ Verdenken kann man es Lewandowski nicht.

Der „sportliche Nährwert“ der Begegnung ist allerdings mehr als fraglich. Große Namen hatte Dennis Lewandowski bisher nicht vor den Fäusten. Gegen Tom Schwarz (2016), Boris Estenfelder (2018), Cyril Leonet (2018) und Fabio Wardley (2019) zog der Greifswalder den kürzeren. Lässt man die einjährige Pause ohne Kampfpraxis mal „außen vor“, weil es sich bei Huck ähnlich verhält, dann bleiben immer noch rund 25 Kilo Übergewicht, die Lewandowski mit in den Ring bringt.

Trotzdem sieht der Greifswalder dem auf 10 Runden angesetzten Fight optimistisch entgegen: „Wir rechnen uns schon ein bisschen aus. Ich weiß, wie Marco boxt. Er wird mich nicht auf die Bretter schicken. Ich gehe davon aus, dass das Duell über die Distanz geht.“

‚Käpt’n‘ Huck, der immer wieder große Namen fallen lässt und nach eigenem Bekunden gerne gegen Tyson Fury, Anthony Joshua und Deontay Wilder antreten würde, stand zuletzt im Mai 2019 in den USA im Ring. Der Kampf gegen Nick Guivas endete ohne Wertung. Huck hatte nachgeschlagen, nachdem Ringrichter Shada Murdaugh den Fight durch ein Kommando unterbrochen hatte. Ein von der EBU ausgelobtes Duell gegen Joe Joyce im Januar kam nicht zustande. Huck hatte sich angeblich die Schlaghand gebrochen.

Um das Ganze aber mal positiv zu sehen: Guivas war seinerzeit 40 Jahre alt und lag bei Boxrec weltweit auf Rang 423, Lewandowski ist erst 26 und liegt im Ranking auf #231. Es geht also aufwärts für Marco Huck.

Der Kampf wird am 29. August live bei „Bild Plus“ übertragen. Wie Marco Huck bei Facebook geschrieben hat, ist nur eine begrenzte Zuschauerzahl erlaubt.

 

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13 Kommentare

  1. 22. Juli 2020 at 21:38 —

    Echt eine Meisterleistung vom erfahrenen Promoter, dass Huck die Chance auf einen Kampf gegen den legendären Dennis Lewandowski bekommt. Ich bete jetzt schon darum, dass RTL diesen Top-Fight überträgt.

  2. 22. Juli 2020 at 21:41 —

    Ich bin eigentlich von DAZN ausgegangen. Und von einem Vertrag für den Käpt`n über 20 Fights und 10 Milliarden US-Dollar. Plus 100 Boxpodcasts zum Thema. Mit wichtigen Box-Experten natürlich!

  3. 22. Juli 2020 at 22:10 —

    für einen kampf nach langer pause plus corona und in der neuen gewichtsklasse ist der gegner schon ok. usyk hat schon vor der kriese gegen die granate Chazz Witherspoon geboxt. Da ist das auch nicht schlechter!

  4. 22. Juli 2020 at 22:12 —

    Danach wird er sicher bessere gegner suchen. vielleicht gegen den sieger joyce- dubios oder gegen charr oder kabayel oder gegen tom schwarz

  5. 22. Juli 2020 at 22:28 —

    Alle Boxer hatten lange Pausen.

  6. 22. Juli 2020 at 23:57 —

    Lewandowski hat zuletzt vor 14 Monaten geboxt. Gewicht waren sage und schreibe 160 kg.
    Mag vielleicht hart klingen, aber alleine damit disqualifiziert er sich schon als Leistungssportler. Er ist ja jetzt auch kein Riese fürs HW.
    Seine letzten Auftritte waren jeweils relativ peinlich.

    Für Huck ist die Gegnerwahl armselig… sorry, aber da muss selbst in der momentan schwierigen Allgemeinsituation was Besseres als Gegner kommen.
    Huck wird natürlich ziemlich leicht vorzeitig gewinnen, keine Frage.
    Imho wird er eh kein Bein mehr in die Tür zu den wirklich großen Kämpfen bekommen. Vielleicht noch ein bis zwei nette Zahltage, aber sobald es Richtung Top 20 geht ist Schicht im Schacht.
    Vielleicht geht ein nationales Duell um die Nr. 1 mit Kabayel oder Hammer… Schwarz ist ja wohl erst mal weg vom Fenster.

    • 23. Juli 2020 at 10:15 —

      Stimmt so. Huck ist shot. Der hat keinen Elan mehr in den Ring zu steige. Geht nur noch darum ein oder zwei mal im Jahr in den Ring zu steigen um seine Promotion zu etablieren und den Alltagsstress abzubauen. Der wird gegen keinen Gegner von Format in den Ring steigern. Die sind auch viel zu geizig und noch viel gieriger um einen Gegner von Format bezahlen zu wollten.

  7. 23. Juli 2020 at 08:32 —

    Ach kommt.. Bei huck gibts immer was zu lachen 😀

    was ich mich frage: warum hat er eigentlich noch seine Boxrec Punkte? Letzter Kampf (NC) 17.05.19 werden die net gelöscht?

    Das er den Teilzeitboxer besiegt steht ja wohl außer Frage. Allenfalls die Frage mit wieviel Kg der am Ende durch den ring schwabbelt ist interessant.. Das sich Huck noch boxerisch weiterentwickelt, davon ist ja nicht auszugehen.

    Wäre ich er, würde ich als nächstes einen Kampf gegen Robert Helenius anpeilen. Durch seine 2 (glücklichen?) Siege aktuell in den Top 20 (!!) vielleicht der machbarste Gegner für Huck.
    Ist die Frage ob sich ein Helenius darauf einlässt. Ggf. ja sein letzter Payday. Ließe sich aber in Europa gut vermarkten glaube ich.

    • 23. Juli 2020 at 11:51 —

      Boxrec hat irgendwas an der Berechnung geändert… ich glaube es stand auch mal irgendwas darüber was sich geändert hat, habe ich aber nicht durchgelesen. Mehr ärgert mich, dass ich dort jetzt nach ein paar Klicks immer den Test “I´m not a robot” machen muss 🙁

      Helenius wäre imho zu riskant für Huck… vielleicht hat der wieder Blut geleckt, und die Physis und Power um Huck mehr als durchzurütteln hat der Wikinger allemal.

  8. 23. Juli 2020 at 12:04 —

    Als ich vor einigen Wochen gelesen habe das Huck´s nächster Gegner aus Deutschland kommt, hat mir schon böses geschwant! Deutschland hat ja nicht gerade die besten Schwergewichtler, aber es gibt schon einige die besser gewesen wären als D. Lewandowski! Das ist ein Gegner der Huck nicht weiter bringt, ganz im Gegenteil…sollte Huck ihn unterschätzen oder Lewandowski gelingt ein Lucky Punch, dann kann der Boxer Huck in Rente gehen!

    @ Brennov

    Du bist halt ein Träumerle!
    Der Sieger aus Dubois vs Joyce braucht einen M. Huck nicht um weiter zu kommen!
    T.Schwarz hat ganz andere Probleme als zu boxen, Kabayel wäre zwar ein interressanter Gegner aber der will in den USA Karriere machen und die Weltspitze angreifen…da spielt Huck keine Rolle und Charr will vermutlich noch einen großen Zahltag und da spielt Huck auch keine Rolle!
    Außerdem, seit Huck ins Schwergewicht aufgestiegen ist hießen die Gegner Saglam, Guievas und jetzt D.Levandowski…das ist schon mehr als handverlesen!

    @ c.boxing

    R.Helenius könnte zwar ein guter Gegner für Huck sein, aber Helenius hat andere Pläne, der will einen WBA-Ausscheidungskampf…das Recht dazu hat er allemal als WBA-Gold-Champf, auch wenn ich immer noch nicht wirklich weiss welchen Stellenwert dieser dubiose Titel hat!?

    • 24. Juli 2020 at 13:48 —

      1. huck ist ja der PH der ebu. also klar kann der sieger joyce – dubois den titel niederlegen aber huck ist sicher kein schlechter name im kampfrekord. das gleiche gilt für eine kabayel wenn er karriere machen will. mehr als chisora hat er nur nicht im rekord. und wenn charr einen zahltage will noch dazu einen bei dem er ne chance hat dann wäre huck auch kein schlechter gegner.
      helenius will einen ausscheidungskampf dafür kämen dann eig. nur die beiden anderen paper champs in frage. bryan oder charr.

  9. 26. Juli 2020 at 17:47 —

    Sechs Wochen vor dem Kampf mit Kardio anfangen um für einen Kampf gegen einen ehemaligen Weltmeister in Form zu kommen. Bei der Körpergröße, dem Gewicht und wohl keinem Training in den letzten zwölf Monaten…

    Bei dem fitten Tyson und Jones Jr. macht man einen auf „soll sich bloß keiner verletzten“ und hier geht sowas? Wenn Huck nur annähernd in körperlicher normaler Form ist, ist dass ein völlig bescheuertes Duell. Lewandowskis letzter Kampf war schon so eine Ansetzung, nur das Marco noch etwas mehr Dampf in den Fäusten haben sollte als der damalige Gegner. Am Ende heulen wieder alle rum weil einer draufgeht oder sabbernd im Rollstuhl endet. Wenn Huck sich keinen aus den aktuellen Top 50 mehr zutraut, auch nach längerer Pause (die ja alle hatten), soll er aufhören.

  10. 28. Juli 2020 at 18:36 —

    ich zitiere mich mal aus dem anderen Thread, bevor Samira wieder alles löscht:

    “Gegner des 15-maligen Weltmeisters ist der 26-jährige Dennis Lewandowski (13-4-0, 6 K.o.) aus Greifswald. Lewandowski trägt den Kampfnamen „Ostseehammer“ und ist mit einer Körpergröße von 188 cm und einem Kampfgewicht von zuletzt 159.7 Kilogramm nicht zu unterschätzen.”

    Uh Hukic gegen den Butterbean aus Meck-Pomm, gleich mal mit nen 5 Star Rating bei boxrec hinterlegen.

    Ich frag mich allen ernstes was dieser Kampf Hukic bringen soll? Vor allem diese Aussage hier: “Ich will zurück in die Weltspritze des Schwergewichts und gegen die Besten boxen!”, lässt mich doch langsam befürchten, dass die ewige mit dem “Kopf die gegnerischen Schläge nehmen” im Laufe der Jahre beim guten Marco doch bleibende Schäden im Oberstübchen hinterlassen hat.

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