Lexikon

Max Schmeling – Biographie

Immer wieder haben uns Emails erreicht, ob wir nicht anfangen wollten Biographien der bekanntesten Sportler online zu stellen. Der Wunsch unserer Leser sei uns Befehl. Und mit wem könnten wir anfangen, wenn nicht mit Max Schmeling?

Max Schmeling – Kurzbiographie:

  • Name: Max Adolph Otto Siegfried Schmeling
  • Geburtsdatum: 28. September 1905 in Klein-Luckow (Brandenburg)
  • Todesdatum: 2. Februar 2005 in Hollenstedt (Hamburg)
  • Gewichtsklasse: Schwergewicht
  • Kampfstatistik: 56 Siege (davon 40 durch K.O.), 10 Niederlagen und 4 Unentschieden

Max Schmeling – Sein Leben:

Max Schmelings Profikarriere begann am 2. August 1924 in Düsseldorf. Nur 3 Jahre, nachdem ein Boxfilm das Interesse des erst 16-jährigen Schmelings am Boxsport geweckt hatte.

Seiner Entscheidung es als Profiboxer zu versuchen war vorausgegangen, dass Schmeling an Ostern 1924 unerwartet Deutsche Amateur-Vizemeister im Halbschwergewicht geworden war. 

1926 folgten die deutsche Meisterschaft 1927 auch die Europameisterschaft im Halbschwergewicht. Schmeling war zu diesem Zeitpunkt bereits nach Berlin übersiedelt und wurde von der Presse als “Stern am Boxhimmel” gefeiert. Schmelings Gewinn des Europameistertitels war zudem der erste Boxkampf, der in Deutschland im Hörfunk übertragen wurde und trug erheblich zu seiner steigenden Popularität bei.

1928 wechselte er in die Schwergewichtsklasse und wurde am 4. April auf Anhieb deutscher Meister in dieser für ihn neuen Gewichtsklasse.

Bereits in den Jahren 1928 und 1929 bestritt Schmeling seine ersten Kämpfe in den USA und bekam 1930 die Chance als erster Europäer Weltmeister im Schwergewicht zu werden. Eine Disqualifikation seines Gegners Jack Sharkey wegen Tiefschlags bescherte Schmeling seinen ersten WM-Titel, den er am 3. Juli 1931 durch Technischen K.O. in der 15. Runde gegen Young Stribling verteidigte. 

1932 kam es dann zum Rückkampf gegen Sharkey, der durch ein Skandalurteil mit einem Punktsieg nach 15 Runden den Titel für sich beanspruchte.

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Am 6. Juli 1933 machte Schmeling auf privater Ebene von sich Reden: Er heiratete die Schauspielein Anny Ondra.

1934 sorgte Schmeling dann für einen bis heute in Europa nicht erreichten Zuschauerrekord: Seinen Sieg über Walter Neusel in Hamburg bestaunten 100 000 Menschen.

In den Folgejahren weigerte sich Schmeling mehrfach in die NSDAP einzutreten und hielt auch gegen den Willen der Nationalsozialisten an seiner tschechischstämmigen Frau und seinem jüdischen Manager Joe Jacobs fest. Während dieser Periode kam es auch zu Schmelings wohl bekanntestem Kampf: Am 19. Juni 1936 traf er in New York auf den als unschlagbar geltenden Joe Louis, den die Amerikaner auch den “Braunen Bomber” nannten. Schmeling gelang es in der 12. Runde Joe Louis durch K.O. zu besiegen.

Zum Rückkampf gegen den in der Zwischenzeit zum Weltmeister avancierten Joe Louis kam es im Juni 1938 in New York. Bereits in der ersten Runde ging Schmeling mehrmals zu Boden und der Kampf wurde nach nur 124 Sekunden abgebrochen. Joe Louis verteidigte seinen Titel durch Technischen K.O. in der ersten Runde.

Seinen letzten Boxkampf bestritt Schmeling am 2. Juli 1939 gegen Adolf Heuser. Schmeling besiegte Heuser in der ersten Runde durch K.O. und wurde Europameister. 

Schmeling wurde anschliessend im Krieg als Fallschirmspringer eingesetzt, 1943 nach einer Verwundung aber aus der Wehrmacht entlassen. 

In der Folgezeit machte Schmeling unter anderem mit der Generalvertretung Norddeutschland für Coca Cola als Unternehmer von sich Reden.

Zudem erhielt Schmeling zahlreiche Auszeichnungen wie der Sport-Oscar (USA 1967), das Große Bundesverdienstkreuz (1971), das Große Verdienstkreuz mit Stern (1995) sowie die Auszeichnung zum deutschen Sportler des 20. Jahrhunderts (1999).

Nachdem seine Frau bereits 1987 gestorben war, starb Schmeling im Februar 2005 in Hollenstedt bei Hamburg an einer schweren Erkältung.

Heute erinnert unter anderem die Max-Schmeling-Halle in Berlin an den Ausnahmeboxer.

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1 Kommentar

  1. 13. Oktober 2009 at 18:04 —

    […] Boxer: Jack Johnson, Joe Louis, Max Schmeling, Rocky Marciano, Floyd Patterson, Sonny Liston, Muhammad Ali, Joe Frazier, George Foreman, Larry […]

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