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Mahmoud Charr: „Ich bereue es sehr, wegen meinem Pass gelogen zu haben“

Ein offener Brief von Mahmoud Charr: „Wegen der Corona-Pandemie hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, diesen offenen Brief zu schreiben. Zuerst möchte ich mich bei allen Menschen in Deutschland entschuldigen! Ich hatte nach meinem WM-Sieg 2017 geschworen, dass ich den deutschen Pass hätte. Ich wollte unbedingt Weltmeister für Deutschland sein. Deutschland, das Land, das mir und meiner Familie eine zweite Heimat geboten hat. Wir kamen 1989 aus dem Krieg und hatten hier ein Dach über dem Kopf, medizinische Versorgung und Sicherheit gefunden. Schon als ich mich auf die WM vorbereitet hatte, stand ich unter enormem psychischen Druck. Ich wollte meine deutschen Fans und das deutsche Volk nicht enttäuschen. Mahmoud, meinen richtigen Vornamen, hatte ich sogar gegen Manuel ersetzt, um den Menschen zu zeigen, dass ich mich integriert habe. Inzwischen sehe ich ein, dass ich einen großen Fehler gemacht habe. 1989, während der Wiedervereinigung Deutschlands, bin ich damals als Flüchtlingskind zusammen mit meiner Mutter und meinen Geschwistern aus dem Libanon …

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