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Der König der Journeymen

Sie heißen Adam, Rafal, Georgi oder Arek und kommen aus Georgien, Rumänien und auch schon mal aus Polen. Und sie boxen. Als Aufbaugegner. Klingt besser als Prügelknabe, ist aber in etwa das Gleiche. „Aufbaugegner  (…)  bezeichnet einen Kontrahenten, der seinem Gegenüber im Wettkampf Erfolg und Selbstbewusstsein verschaffen soll.“ sagt Wikipedia. „Der sollte mal aufhören, gegen Taxifahrer zu boxen!“ sagen dagegen die Zuschauer. Vor allem, wenn sie nicht zufrieden sind. Mit dem Journeyman. So werden sie in der Regel genannt, die Gegner, die man zum Verlieren einkauft. Ein undankbarer Job. Und doch einer, der sich lohnen muss. Zumindest für die Journeymen aus Osteuropa. „Normale Journeymen können nur ein paar Sekunden boxen!“ hat Suleyman Dag einmal in einem Interview gesagt. Dag muss es wissen, ist er doch selber seit vielen Jahren als Aufbaugegner unterwegs. 103 Kämpfe hat der Mann aus Niedersachsen „auf der Uhr“, immerhin zehnmal verließ der heute 39-jährige den Ring als Sieger. Seit 2007 steht Dag im Ring, eigentlich also ein alter Hase. Und doch …

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