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So fing’s an: Boxen als Massensport im Deutschland der 1920er Jahre

Im Oktober 1927 findet ein Ereignis statt, das in Leipzig, aber nicht nur dort,  die Boxfans in Bewegung setzt: Der amtierende deutsche Mittelgewichtsmeister, Hein Domgörgen, trifft in der Sachsenmetropole  auf den frischgebackenen Europameister im Halbschwergewicht, den 22jährigen Max Schmeling. Domgörgen fordert den eine Gewichtsklasse höher einzustufenden Titelträger heraus, weil er wegen seiner überragenden Boxtechnik sicher ist, den sechs Jahre jüngeren und weniger  erfahrenen Schmeling  zu schlagen. Die Massen sind aber auch deswegen elektrisiert, weil sie über die besondere Brisanz des Kampfes informiert sind: Schmeling war in seiner Kölner Zeit Trainingspartner von Domgörgen, und der Trainer hatte den Mittelgewichtler deutlich als größeres Talent gesehen. Der Kampf endet mit einem schweren Knockout Domgörgens,  und er zeigt, wie sehr der Boxsport mittlerweile in Deutschland populär geworden ist. Domgörgen wie auch Schmeling haben daran großen Anteil. Im Folgenden werden zunächst kurz die Anfänge des Profiboxens in Deutschland gestreift und dabei Joe Edwards vorgestellt, der als ein der frühen Pioniere des Boxsports in Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg gilt. Dann …

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