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Max Schmeling – Deutsches Boxidol

Weltmeister aller Klassen 1930, 12. Juni, New York, Yankeestadion:  Nach vier Runden ist Schmeling gegen Jack Sharkey  Weltmeister. Er fährt mit dem Schiff nach Hause. Erwartet Jubel. Und was ist? Er wird mit Hohn überschüttet, bei Veranstaltungen ausgepfiffen. In Berlin werden in den Kabaretts Witze über ihn gemacht. Es gibt kaum einen Boxer, der in Deutschland  unpopulärer ist. Der Boxverbandspräsident fordert ihn auf, den Titel zurückzugeben. Ihn,  den Weltmeister, den ersten deutschen Schwergewichtsweltmeister. Schmeling verfällt in tiefe Depression.   Wie konnte das geschehen?  Schmeling hatte sich wie Jack Sharkey für die Austragung des Schwergewichtstitels qualifiziert. Die war nötig, weil Gene Tunney seinen Rücktritt als Weltmeister erklärt hatte.  In der vierten Runde, nach Punkten zurückliegend, schreit Schmeling auf, krümmt sich auf dem Ringbogen. Tiefschlag. Im Ring und außerhalb wird lautstark diskutiert. Sein Manager, Joe Jacobs, streitet sich mit dem Ringrichter, mit anderen Offiziellen. Er fordert die Disqualifikation. Und sie wird ausgesprochen. Das erste Mal in der Boxgeschichte, dass jemand Schwergewichtsweltmeister durch Disqualifikation des Gegners wird. Schmeling …

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