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Im Test: neues Bewertungssystem im olympischen Boxen

Im Test: neues Bewertungssystem im olympischen Boxen Wir schreiben das Jahr 2012. Bei den Olympischen Sommerspielen in London tritt der aserbaidschanische Bantamgewichtler Magomed Abdulhamidov gegen den Japaner Satoshi Shimizu an. In der dritten Runde schickt Shimizu seinen Gegner insgesamt sechs Mal zu Boden. Drei Mal zählt der Ringrichter Abdulhamidov nicht an. Der gewinnt erstaunlicherweise den Kampf nach Punkten. Nur eines von mehreren krassen Fehlurteilen. Verantwortlich: die AIBA, die Association Internationale de Boxe, der Weltverband des Olympischen Boxsports mit Sitz in Lausanne. Olympische Sommerspiele 2016, Rio. Der Ire Michael Conlan wütet nach seiner Viertelfinalniederlage gegen den Russen Wladimir Nikitin im Ring: Die AIBA sei von Korruption durchzogen, ruft er in ein Mikrofon: „Sie sind verdammte Betrüger. Sie sind bekannt dafür, Betrüger zu sein. Amateurboxen stinkt von Kopf bis Fuß.“ Auch, wenn der Box-Weltverband wegen zahlreicher Proteste gegen ergangene Fehlurteile daraufhin 239 Kämpfe untersucht, ist „das Kind in den Brunnen gefallen“: das Internationale Olympische Komitee IOC suspendiert im Juni 2019 die AIBA unter anderem auch wegen Wettkampfmanipulation …

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