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Gustav “Bubi” Scholz: Aufstieg und Absturz

Im Juni 1962 steht Gustav „Bubi“ Scholz im Kampf um den deutschen Meistertitel im Mittelgewicht. Er siegt überlegen durch KO. Aber nicht das ist es, was die Zuschauer fasziniert. Sie erleben einen Boxer, der nach aussichtslos schwerer Krankheit wieder aufgestanden ist. 22 Jahre später sieht man Scholz, der in den fünfziger und sechziger Jahren zu den populärsten deutschen Sportlern zählt, wieder im grellsten Licht der Öffentlichkeit: Er erschießt im alkoholisierten Zustand seine Ehefrau. Familie, Jugend und erste Boxkontakte Die Familie seines Vaters kommt aus Schlesien und zieht während des Krieges in die Choriner Straße  nach Berlin/Prenzlauer Berg, in den Nordosten der Stadt. Die Gegend gilt als typisches Arbeiterviertel. Sein Vater ist Schmied.  Gustav übersteht die Jahre der Bombardierung der Stadt in den letzten Kriegsjahren, überlebt  mit Zähigkeit  auch den Hunger nach Kriegsende. Unermüdlich beginnt er, Geld anzusparen  und lässt auch die geringsten Möglichkeiten dazu nicht aus. Er übernimmt unter anderem Botengänge, trägt Zeitungen aus. Berichtet wird, wie er den billigsten Friseur der Stadt aussucht, um …

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