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Tyron Zeuge: Gegen wen boxt er am 18. März?

Eigentlich sollte der neue reguläre WBA-Supermittelgewicht-Champ Tyon Zeuge seine erste Titelverteidigung gegen Isaac Ekpo bestreiten. Der 34-jährige Nigerianer ist zwar laut BoxRec nur auf #165 gelistet, steht aber in WBA-Ranking hinter Chudinov und Groves auf #3. Wie er es verdient hat, da hin zu kommen ist unerklärlich.

Dann gab es Internetgerüchte, dass Zeuge erst einmal gegen den Briten Paul Smith kämpfen wird. Das sollte eine freiwillige Titelverteidigung sein. Smith ist nicht in den Top 15 der WBA zu finden und belegt bei Boxrec international # 54. In Großbritannien aber nur #7. Diese Ansetzung ist im Moment auch noch bei BoxRec eingetragen. Der Brite ist dem deutschen Publikum aus den zwei Kämpfen gegen Arthur Abraham bekannt.

Nach einer Meldung von „boxinscene.com“ besteht die WBA nun aber offenbar doch auf Ekpo als Pflichtherausforderer, der zuerst geboxt werden muss. Die WBA geht sonst eigentlich fast immer auf die Wünsche der Promoter ein. Weshalb diesmal auf Ekpo als Gegner bestanden wird, ist eher seltsam. Sollte der Umweg über Smith nur eine Ente gewesen sein, um dann doch die Pflichtverteidigung gegen den vermeintlich leichter zu boxenden Ekpo zu machen?

Egal wie, die Boxfans erwarten von Zeuge, dass er in einem guten Kampf „überzeugen“ kann. Nach dem, was man bisher von Ekpo und Smith in Deutschland gesehen hat, sind Beide stark genug um Zeuge Paroli zu bieten und sogar in Bedrängnis bringen zu können. Das, was Zeuge gegen de Carolis gezeigt hat, war noch lange nicht weltmeisterlich.

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Bedenkt man dabei, dass der „richtige“ Titel zwischen 1A Boxern wie Groves und Chudinov ausgeboxt wird, ist das allerdings egal: Ein regulärer WBA-Titel entspricht ja neuerdings ohnehin nur noch einer Holzmedaillie. Bestes Beispiel ist ein Jack Culcay als „regulärer Champ“ oder die künftigen Gegner im Schwergewicht, die um den regulären WBA-Titel boxen sollen.

Das Sauerland-Team hält sich noch mit einer klaren Aussage zurück. Man hat heute einen Artikel vom Vormonat noch einmal aufgekocht und neu veröffentlicht. Da ist nur von der Gegnersuche die Rede und das Zeuge laut Kalle Sauerland „da durch muss“. Einen Namen sucht man noch vergebens. Tyron Zeuge freut sich laut den Sauerland-News darauf, dass er nach den Weihnachtstagen wieder trainieren kann. Er würde am liebsten in seiner Heimatstadt (Berlin) boxen. Dieser Wunsch wird wohl erfüllbar sein. Trainieren will er mit Brähmer und Mittermeier in Schwerin.

Macht man da mal gedanklich einen Strich drunter und lehnt sich zurück, kommt man vielleicht auf die Idee, dass sowohl eine BoxRec #54 als auch eine #165 keine wirklich starken Gegner für eine „Weltmeisterschaft“ sind. Das gilt auch, wenn ein Verband wie die WBA einen Boxer wie Ekpo auf #3 im Ranking hat. BoxRec ist gewiss nicht das Maß aller Dinge. Aber ebensowenig sind es die oftmals seltsamen Rankings der Verbände.

Auf den 18. März freuen sich die Boxfans trotzdem. Im „Madison Square Garden“ New York boxen Golovkin gegen Jacobs und Usyk ist auf der Undercard vertreten. Da sind auf jeden Fall Weltklassefights zu erwarten. Es ist eigentlich egal, wer da in Deutschland das Vorprogramm zu einer langen Boxnacht bestreitet.

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13 Kommentare

  1. Profilbild von
    4. Januar 2017 at 21:01 —

    So wahr Gott mein „Zeuge“ ist, dieser Ossi würde vom Teufel „gezeugt“.
    Was ein Lolli.

  2. Profilbild von Karate Kid
    4. Januar 2017 at 22:04 —

    Das ist doch alles inszeniert. Sauschlecht geplanter Akt von Sauerland und WBA. Das glaubt doch kein Mensch.

  3. Profilbild von globuli
    5. Januar 2017 at 09:28 —

    Zeuge ist kein Ossi!!
    Einen West-Berliner aus Neukölln als „Ossi“ zu bezeichnen
    ist schon der absolute „Hammer“.

  4. Profilbild von Marvin Hagler
    5. Januar 2017 at 09:34 —

    Zeuge muss erstmal beweisen das er überhaupt zum WM taugt, da spielt der erste Gegner nach dem Gewinn des Titels erstmal eine untergeordnete Rolle!

    @ reineckefuchs

    Will ja deinen Artikel nicht wirklich kritisieren, aber hier als Beispiel Culkay anzuführen finde ich etwas daneben….denn wenn es je einen wahren Paperchamp gegeben hat, dann ist es wohl Culkay……der gegen doch seeeeeeeeeeeeehr handverlesene Gegner zu einem WM-Titel gekommen ist wie die Jungfrau Maria zum Kind!

    Auch gefällt mir die Formullierung nicht, ..das der „richtige“ Titel zwischen Groves und Chudinov ausgeboxt wird!
    Seit wann ist der Super-WM-Titel der richtige Titel, zumal kein weiterer WM-Titel auf den Spiel steht?

    Wäre Chudinov gegen De Carolis angetreten und danach der Sieger gegen Groves, dann würde es einen richtigen WM geben, aber so läuft das wieder darauf hinaus das demnächst wieder 3 „WM“ in der Gewichtsklasse rum laufen so wie es im Superweltergewicht schon wieder ist!

    • Profilbild von
      5. Januar 2017 at 10:00 —

      Stimme deinem Absatz
      über Culcay zu
      aber
      Culcay hat es geschafft
      seine handverlesenen Gegner zu schlagen,
      das kann man von Vincent F.,
      dessen Gegner mindestens ebenso handverlesen waren,
      nicht behaupten,
      der wurde sogar von einem italienischen Feierabendboxer
      weggeknockt,
      du siehst,
      auch ein Paperchamp muss es schaffen,
      sich 12 Runden auf den Beinen zu halten

    • Profilbild von reineckefuchs
      5. Januar 2017 at 15:20 —

      MH… lies doch mal den Absatz richtig: Ich meine Culcay ist das beste Beispiel dafür, dass der reguläre Titel nur eine Holzmedaillie wert ist. Der „richtige Titel“, also der „Super-Champ“ ist eigentlich das, was bei der WBA früher dem regulärem Titel entsprach. Die WBA will Kohle scheffeln, deshalb haben die in jeder Gewichtsklasse am liebsten 3 Weltmeister., Super, regulär und interim.

      Culcay ist das beste Beispiel dafür, wie ein Boxer hoch gepusht wird und dann auch noch automatisch auf Titel hoch rutscht, wo er normalerweise absolut nicht hingehört. Dazu muss man auch bedenken, dass er Amateurweltmeister war, also eine boxerische Vorbildung hat. Bei Feigenbutz sehe ich es anders. Der Junge ist einfach drauf los gestürmt und hat versucht so weit zu kommen wie es geht … bis es eben nicht mehr ging. Jetzt gehts in den 2. Anlauf. Mal sehen wie weit er diesmal kommt.

      • Profilbild von Marvin Hagler
        5. Januar 2017 at 19:19 —

        @ reineckefuchs

        Ich bin halt der Meinung das dass Beispiel Culkay nicht gut gewählt ist, der hat nur um den Interims-Titel geboxt und das gegen Gegner die solch einen Kampf nicht verdient hatten oder man könnte auch sagen das die Gegner eine Frechheit waren!
        Und das es zum Kampf gegen Andrade kommt glaube ich auch erst wenn beide kampfbereit im Ring stehen!

        Tja, und Feigenbutz……der wollte von 0 auf 100 und ist gescheitert, was soll´s der ist noch jung.
        Bei Röwer hat er sich etwas verbessert, aber ich denke das er mit Markus Bott als Trainer wieder in seiner Entwicklung stagniert!

        • Profilbild von reineckefuchs
          5. Januar 2017 at 22:38 —

          Bei Culcay sind wir doch einer Meinung. … Er hat ja schon 2 Jahre vorher gewusst und herausposaunt, dass er erst Europameister und dann Weltmeister werden wird. Alles nur geschenkte Titel. Und jetzt, wo die Luft oben dünner wird, ist er am Ende der Fahnenstange. Juan Carlos Prada war ein handverlesener Gegner mit gepimptem Kampfrekord: 31(22)-2(2)-1 liest sich ja ganz toll … aber er liegt damit jetzt bei BoxRec nur auf #302 !

  5. Profilbild von c.boxing
    5. Januar 2017 at 10:27 —

    Wird die Luft für den Boxsport in Deutschland nun doch immer dünner? Gefühlt war es ja schon öfter mal soweite..Universum pleite, ARD Ausstieg, usw.

    Ich denke Sat1 hat sich das ganze auch anders vorgestellt, eher so in die Richtung: mit den „alten Haudegen“ wie Abraham Zuschauer gewinnen und dann mit den „Talenten“ wie Feigenbutz langfristig arbeiten.

    Es fällt zumindest auf, dass (erstmal nur) die zweite Garde Kämpfe im Ausland bekommt, Haertel in Dänemark, Koelling in Südafrika.. vor ein paar Jahren wäre das noch andersrum gelaufen.

    Zum Artikel:
    Zeuge darf sich keinen Ausrutscher erlauben, gegen wen auch immer, fängt er sich nämlich einen lucky Punch ein, dann wäre das eine Katastrophe für Sauerland.

  6. Profilbild von Brennov
    5. Januar 2017 at 13:24 —

    die wba ist ein scheisladen. es kann um den vakaten super titel geboxt werden. das ist der Witz des Jahrhunderts. kürzlich hat die wba verlauten lassen, sie wolle ihr Politik die titel zu reduzieren fortsetzen. naja dann ist das ja genau der richtige weg. wenn wenigesten der interimstitel wegfallen würden. einen super wm und einen PH der bei der wba dann halt regulärer wm heißt das wäre schon ok. und alle 18-24 Monate gibt’s das Duell der beiden.

  7. Profilbild von Brennov
    5. Januar 2017 at 13:31 —

    oh briggs – oquendo boxen um den wba titel. na da hat hyranov ja mal wieder voll bescheid gewusst die fette qualle. irgendwie gefällt mir die Paarung. ich würde sagen:
    Let’s go champ!

  8. Profilbild von Adrenalinmonster
    5. Januar 2017 at 13:38 —

    Das ist alles so traurig.

  9. Profilbild von Sugar
    6. Januar 2017 at 09:40 —

    Zeuge ist auch nur ein Pseudo-WM dem Sauerland einige leichte Titelverteidigungen zuschanzen wird bis er dann an den Falschen gerät, ähnlich wie es bei S. Sylvester der Fall war.

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