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Terence Crawford – Wer „beerbt“ ihn?

Der 30-jährige Terence Crawford hat im Superleichtgewicht alles erreicht, was man an großen Titeln erreichen kann. Nach seinem Sieg im Kampf gegen Julius Indongo trug er den WBA-Superworld und die WBC- / WBO- und IBF-World-Titel. Mit seinem Aufstieg ins Weltergewicht wurden diese Titel frei und es werden Nachfolger gesucht. Der „Erblasser“ hat in der „Chefetage“ eine breite Lücke hinterlassen, die in den nächsten Wochen ausgefüllt wird. Crawford selbst will am 14. April im Madison Square Garden New York gegen Jeff Horn um dessen WBO-Titel im Weltergewicht kämpfen.

Am eiligsten hatte es die IBF. Bereits im November 2017 erkämpfte der gebürtige Kasache Sergey Lipinets auf der Wilder vs Stiverne Undercard den vakanten Titel gegen den Japaner Akihiro Kondo. Ob Lipinets noch lange Freude an dem Gürtel hat, wird sich am 10. März heraus stellen, wenn er den IBF-Titel in San Antonio gegen Mikey Garcia verteidigen will. Es dürfte klar sein, dass Lipinets nicht als Favorit in diesen Kampf geht. Darüber hinaus sind die Plätze 1 und 2 im IBF-Ranking nicht besetzt. Am 9. März kämpfen Anthony Yigit (#3) und Ivan Baranchyk (#4) darum, wer sich im Ranking verbessern kann. Hier die Hightlights aus dem Kampf Lipinets vs Kondo:

Um den vakanten WBA-Gürtel wird ebenfalls am 10. März in San Antonio gekämpft. Auf gleicher Card wie Lipinets vs Garcia bestreiten der Kubaner Rances Barthelemy und der Weissrusse Kiryl Relikh den Kampf um den WBA-Titel. Beide sind im WBA-Ranking an 1 und 2 gesetzt. Dieser Kampf wird ein Rematch. Sie standen sich bereits im Mai 2017 gegenüber und lieferten sich ein heißes Gefecht, bei dem Beide am Boden waren. Der Kampf endete damals mit 117:109, 115:111 und 116:110 zu Gunsten des Kubaners. Hier noch einmal die Highlights:

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Der Super-Leichtgewicht Titel der WBO wird am 14. April zwischen dem Briten Terry Flanagan und dem Amerikaner Maurice Hooker neu ausgeboxt. Dieser Fight findet in der O2-Arena Lonon statt. Den 2. Hauptkampf dieses Events bestreiten Billy Joe Saunders und Martin Murray um den WBO-Gürtel im Mittelgewicht.

Verbleibt noch der Verband WBC. Hier will man es gleich richtig wissen und lässt neben dem WM-Gürtel auch gleich noch einen Interim ausboxen. Um den WM-Gürtel kämpfen am 17. März die Amerikaner Amir Imam (#1) und Jose Carlos Ramirez (#3). Der Interim sollte bereits am 9. März zwischen dem Amerikaner Regis Prograis (#2) und Viktor Postol (#4) ausgeboxt werden. Postol hat sich verletzt und an seine Stelle hat der Verband Julius „Blue Machine“ Indongo (#9) berufen. Der 35-jährige aus Namibia war bereits Weltmeister in 3 Verbänden, verlor seine Titel allerdings durch KO 3 gegen Crawford und hat diese neue Chance mehr als verdient. Hier noch einmal dieser Kampf:

Terence Crawford zählt zu den besten Boxern, die gegenwärtig aktiv sind. Wird er es auch im Weltergewicht schaffen, diese Gewichtsklasse zu dominieren? Wie sieht es mit seinen „Erben“ im Superleichtgewicht aus? Schafft es vielleicht Garcia, in seine Fußstapfen zu treten und alle großen Titel auf sich zu vereinen? Ist es überhaupt wünschenswert, wenn es in einer Gewichtsklasse einen dominanten Überflieger gibt? Welche Meinung haben die boxen.de Experten?

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2 Kommentare

  1. Profilbild von Milanista82
    13. Februar 2018 at 09:20 —

    Also vom skillset her ist Crawford auch im Weltergewicht mit Abstand der beste Mann. Meiner Meinung nach ist die prestigeträchtige Gewichtsklasse relativ schwach besetzt. Es fehlen einfach die Kämpfer mit hohem Ring IQ wie z.B. Sweet Pea, Zab oder Money. Der einzige, der ihm auf Grund seiner Physis richtig gefährlich werden könnte, ist Spence Jr. Warten wir mal Buds Performance im April ab.

    Im Junior Welter müsste, falls nichts unvorhergesehenes passiert, Josh Taylor der kommende Mann der Gewichtsklasse werden. Ich will nicht wissen, welche Entwicklung der Junge nimmt, wenn er erstmal 20 Kämpfe vorzuweisen hat. Einfach ein unfassbares Talent.

  2. Profilbild von Luzifer
    14. Februar 2018 at 17:15 —

    Crawford ist schon ein guter Boxer und er wird sicherlich auch im Weltergewicht für Furore sorgen, aber ob er es genauso dominieren kann wie eine Gewichtsklasse tiefer wird die Zukunft zeigen.
    Gegen Jeff Horn sollte er keine all zu großen Probleme bekommen, das sollte eher eine Durchgangsstation für ihn sein.
    Warum allerdings der WBC neben einen neuen WBC-Champ auch noch einen Interims-WM im Jr. Welter ausboxen lässt ist mir eher schleierhaft.

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