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McMorrow verteidigt WM-Titel gegen Raoui; Konecny mit erfolgreichem Mittelgewichts-Debüt gegen Achour

Melissa McMorrow ©SES.

Melissa McMorrow © SES.

WBO-/WIBF-Fliegengewichts-Weltmeisterin Melissa McMorrow (9-3-3, 1 K.o.) hat ihre Titel mit einer Split Decision gegen die Deutsche Nadia Raoui (15-2-1, 3 K.o.’s) verteidigt. Der Kampf im Vorprogramm von Abraham vs. Stieglitz II war über weite Strecken sehr ausgeglichen, wobei sich am Ende der Vorwärtsdrang und die Aktivität der Amerikanerin durchsetzten.

McMorrow ging von Beginn an ein sehr hohes Tempo, Raoui konnte zwar stellenweise klare Treffer setzen, die Hernerin ließ sich von der Amerikanerin aber zu sehr zurückdrängen. Die dritten Runde lief für Raoui hingegen etwas besser, ab der vierten Runde marschierte McMorrow aber wieder und punktete mit ihren Kombinationen, die abwechselnd zum Körper und Kopf ihrer Gegnerin gingen.

Raoui kam in den Schlussrunden wieder besser in den Kampf, wo sie aus der Distanz mit ihren geraderen Schlägen punkten konnte, McMorrow hatte in den mittleren Runden jedoch deutlich mehr für den Fight gemacht. Da es einige enge Runden gab, war das Urteil der drei Punktrichter ziemlich uneinheitlich, ein Punktrichter hatte McMorrow mit 99-91 überdeutlich vorne gesehen, ein Offizieller wertete den Kampf 96-94 für Raoui. Der dritte Punktrichter hatte das realistischste Urteil, nämlich 96-94 für McMorrow.

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Der ehemalige Interims-Weltmeister im Halbmittelgewicht, Lucas Konecny (49-4, 23 K.o.’s), lieferte ein erfolgreiches Debüt im Mittelgewicht gegen den Franzosen Karim Achour (14-4-2, 3 K.o.’s) ab. Der Kampf in der GETEC Arena war aber eine blutige Angelegenheit, da der Tscheche bereits ab der dritten Runde durch eine stark blutende Cutverletzung über dem linken Auge gehandicapt war.

Der amtierende französische Meister Achour erwies sich als harte Nuss, die Konecny trotz vieler klarer Treffer nicht einmal ansatzweise knacken konnte. Nachdem sich Konecny in den mittleren Runden etwas zurückdrängen ließ, übernahm der SES-Boxer im Schlussdrittel wieder das Kommando. Allerdings blutete die Verletzung immer stärker, weswegen der Ringarzt zwei Mal zu Rate gezogen wurde.

Als durch einen weiteren Zusammenstoß in der letzten Runde schließlich auch noch Konecnys rechtes Auge beeinträchtigt war, brach der Ringrichter schließlich das Gefecht ab, und es wurde zu den Punktezetteln gegangen. Dort lag Konecny mit 118-110, 116-112 und 118-110 klar voran. Durch den Gewinn des WBO-EM-Titels hat Konecny nun eine Top 10-Platzierung sicher, langfristiges Ziel ist mit Sicherheit ein Titelkampf gegen den amerikanischen Titelhalter Peter “Kid Chocolate” Quillin.

© adrivo Sportpresse GmbH

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4 Kommentare

  1. El Demoledor
    23. März 2013 at 22:43 —

    Nadia sollte zurück ins Ruhrgebiet kommen; hier gibt es doch garantiert auch gute Trainingsmöglichkeiten. Wenn sie keine kennen sollte, kann sie sich auch bei mir melden.
    War mir sicher, dass sie McMorrow schlagen würde, aber die Workrate war einfach zu niedrig, und McMorrow ist halt eine echt starke Gegnerin, aber für Nadia in Top-Form absolut schlagbar. Schade, aber Kopf hoch!!

  2. matthias
    23. März 2013 at 23:09 —

    wie till schweiger mal wieder einen auf superheld in sein film macht ich mag den schweiger einfach nicht.

  3. matthias
    23. März 2013 at 23:12 —

    haha wie er auf wegner los geht da ist stimmung im spiel

  4. YoungHoff
    24. März 2013 at 07:43 —

    Schade die gute Nadia Raoui hat es sich wirklich verdient, wie die damals gegen die Kentikian beschis.sen wurde…

    Wahrscheinlich hat Carlos der armen Frau KO-Tropfen ins Wasser gekippt, damit er sich schön an ihrem heißer körper vergehen kann:D

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adrivo

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