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Larry Holmes: Vom Sparringspartner Alis zum Schwergewichtsweltmeister

Ali vs. Holmes. Auf diesen Kampf haben die Fans gehofft, gewartet. Anfang Oktober 1980 ist es soweit. Ali hat seinen Rückzug vom Boxen widerrufen, fordert den Weltmeister heraus. Der Kampf wird einer der größten Tragödien in der Geschichte des Schwergewichtsboxens. Der 38jährige Ali ist nahezu wehrlos den Angriffen Holmes‘ ausgeliefert. Aber Holmes schlägt Ali, der ihn einst als Sparringspartner verpflichtet hatte und der sein Vorbild ist, nicht zu Boden. Er schont ihn.

Acht Jahre später steht der alternde Holmes Mike Tyson im Kampf um die Schwergewichtsweltmeisterschaft gegenüber. Dieses Mal erlebt der Exweltmeister ein Debakel, denn Tyson lässt Holmes zu keinem Zeitpunkt eine Chance und landet einen vernichtenden Sieg.

Familie und der Weg zum Boxen

Larry Holmes wird am 03. November 1949 in dem kleinen Ort Cuthbert im Bundesstaat Georgia geboren. Seine Eltern, Flossie und John Holmes, haben bereits drei Kinder, als Larry auf die Welt kommt. In den kommenden Jahren werden sieben Kinder folgen. Im Jahre 1954 zieht die Familie nach Easton (Pennsylvania). Dort wird der junge Larry aufwachsen.

Holmes Vater John ist schon früh nach dem Umzug nach Connecticut verschwunden, wo er bis zu seinem Tod als Gärtner arbeitet. Alle paar Wochen besucht er seine Familie, kümmert sich aber sonst wenig um seine Frau und die elf Kinder. Seine Frau Flossie sagt später, dass er die Familie nie verlassen habe, dass er aber andererseits nicht in der Lage gewesen sei, sie zu ernähren. Die Familie ist auf staatliche Unterstützung angewiesen. Larry hilft der Familie, so gut er kann. Er verlässt die Schule, als er dreizehn Jahre als ist, um Geld zu verdienen und arbeitet unter anderem  als Autowäscher, LKW-Fahrer und in einem Steinbruch. Andere Quellen berichten, dass sich Holmes schon sehr frühzeitig dem Boxen zuwendet, oft an den Streetfights seiner Heimatstadt beteiligt ist und die Schule deshalb verlässt, um sich vollständig aufs Boxen zu konzentrieren. Bereits mit siebzehn Jahren wird er erstmals Vater und sucht nach Möglichkeiten, seine Familie über Wasser zu halten. Ohne Schulabschluss und Ausbildung, verbleibt ihm als Überlebensmöglichkeit  letztlich nur das Boxen.

Holmes als Amateur

Mit ernsthaftem Boxtraining und Amateurkämpfen beginnt er, als er neunzehn Jahre alt ist. Nach 21 Kämpfen will er in die US-Olympiastaffel für die Spiele 1972 in München. In einem Ausscheidungskampf  bei den Olympic Trials trifft er auf Duane Bobick. Schon in der ersten Runde muss er den Ringboden nach einer Rechten Bobicks aufsuchen. Auch in den folgenden beiden Runden sieht man ihn chancenlos. Bobick nagelt Holmes in der Ecke fest, und  Holmes fällt nur durch häufiges Halten auf. Nachdem er mehrfach aus diesem Grund verwarnt ist, wird er disqualifiziert. Insgesamt ist seine (kurze)  Amateurlaufbahn aber ungewöhnlich erfolgreich: Achtzehn Mal siegt er, nur drei Kämpfe gehen verloren.

„The Easton Assassin“ als Profi

Sein Debüt liefert er am 21. März 1973  in Scranton  (Pennsylvania) gegen den ein Jahr älteren Rodell Dupree  aus Jersey City ab. In vier Runden siegt er in einem nicht gerade ereignisreichen Kampf nach Punkten. Nach zwanzig weiteren Kämpfen steht er erstmals einem Mann gegenüber, der zu den damals gefürchtetsten Schwergewichtlern der Szene gehört. Am 03. April 1976 siegt er in Landover (Maryland)  über Roy Williams, gegen den die Elite der Schwergewichtler wegen dessen riesiger Schlagkraft nur sehr ungern antritt, hoch nach Punkten. Holmes wiegt bei diesem Kampf mit seinen damals  93 kg fünfzehn Kilogramm weniger als sein Gegner, der auch sechs Zentimeter größer als der 1,90 m gemessene Holmes ist. Schon in dieser Zeit ist sein linker Jab berühmt geworden. Er schießt ihn ansatzlos, blitzschnell und für den Gegner zerstörend heraus. Einen besseren Jab, so behaupten viele, hat es nie gegeben. Sein Kampfname „The Easton Assassin“ erklärt sich aus seinem Heimatort und diesem tödlichen Jab.

Nach 26 siegreichen Kämpfen, in der Mehrzahl durch Knockout,  steht er  Ausscheidungskampf um die WBC-Weltmeisterschaft.  Am 25. März 1978, da ist er gerade 29, tritt er in Las Vegas gegen Earnie Shavers, der in Ohio lebt, an. Auch Shavers ist als harter Puncher bekannt. Gegen Holmes aber bleibt er chancenlos. Nach zwölf Runden ist er deutlich nach Punkten besiegt, und Larry Holmes hat es geschafft: Er kämpft um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht.

Weltmeister aller Klassen

Es ist der 09. Juni 1978, nur wenige Monate nach seinem Sieg gegen Shavers, als Larry Holmes  an gleicher Stelle mit Ken Norton im Kampf um die Schwergewichtsweltmeisterschaft steht. Norton ist durch einen (geteilten) Punktsieg im November 1977gegen Jimmy Young zum Anwärter auf den Schwergewichtsthron geworden. Die WBC forderte, dass Leon Spinks seinen unlängst erworbenen WM-Titel durch den Sensationssieg über Muhammad Ali gegen Ken Norton verteidigen solle. Der aber versteift sich wegen der weitaus lukrativeren finanziellen Möglichkeiten auf ein Rematch gegen Ali.  Der Verband erkennt Spinks auf der Stelle den Titel ab und krönt Norton zum Champ.  

Die beiden sind in etwa von gleicher Körpergröße. Norton wiegt aber mit seinen fast 100 kg um die fünf Kilogramm mehr als sein Herausforderer. Der Kampf sollte zu einem der größten Kämpfe in der Schwergewichtsgeschichte werden. Es gibt keinen Favoriten. In den ersten vier Runden dominiert Holmes klar den Kampf. Nach der fünften Runde kommt Norton aber mächtig auf, Holmes kann die Angriffe seines Gegners aber geschickt parieren. Die Entscheidung für den Punktsieg Holmes‘ ist knapp, obwohl er sich während des gesamten Kampfgeschehens als der überlegene Mann erwiesen hat. Als der Kampf zu Ende ist, sieht man Holmes zusammengekauert in seiner Ringecke. Es war ein Fight, der ihm alles abgefordert hat. Aber er ist am Ziel: Schwergewichtsweltmeister.

Titelverteidigungen

Den WBC-Schwergewichtstitel behält er bis zum Jahr 1983. Sechzehn Mal verteidigt er ihn. Sein erster Gegner nach dem Titelgewinn ist Alfredo Evangelisto aus Uruguay.   Holmes knockt den fünf Jahre jüngeren Südamerikaner in der siebten Runde aus. Gegen den acht Zentimeter kleineren  Ossie Ocasio aus Puerto Rico siegt er nach wenigen Monaten ebenfalls nach sieben Runden durch TKO. Drei Monate später, im Juni 1979, steht er mit dem schlagstarken Mike Weaver im Madison Square Garden im Ring, der unter die besten Zehn der Schwergewichtler gerankt ist.  Weaver hat keine echte Chance.  In der elften Runde muss er den Ringboden aufsuchen, und in der darauf folgenden Runde kommt das vorzeitige Aus für ihn.

Kaum drei Monate später stellt er sich erneut Ernie Shavers, der sich durch einige erfolgreiche Kämpfe wieder ins Gespräch gebracht hat. Geplant ist ein Kampf gegen Ken Norton, aber Shavers hat Norton in einem Erstrundensieg aus dem Ring gefegt. Ernie ist absolut überzeugt von einem Sieg gegen den Weltmeister und lässt die Öffentlichkeit wissen, dass Holmes seine harten Punches niemals wegstecken könne.  Tatsächlich  wird der Kampf für Holmes fast zum Fiasko. In der siebten Runde kracht eine Rechte des Herausforderers ans Kinn des Champs, und Holmes ist am Boden.  Später wird er erzählen, dass es sich bei diesem Schlag wie eine Explosion im Kopf angefühlt habe. In Shavers Ecke sieht man bereits Zeichen des Triumpfes. Da gelingt es Holmes mit Mühe aufzustehen; er wankt, übersteht aber die Runde. In der achten Runde zeigt er sich erholt, immer wieder sticht seine Linksjab ins Gesicht des Herausforderers. In der elften Runde kommt das Aus für Shavers. Larry Holmes bleibt Weltmeister des WBC-Verbandes im Schwergewicht.    

Die Schwergewichtstragödie: Holmes vs. Ali

Gegen Ende des Jahres 1978 gibt Muhammad Ali, der Größte, seinen WBA-Titel ab. Obwohl Holmes als unumstrittener Schwergewichtschamp gilt, verweigert ihm die WBA die Titelübergabe und veranstaltet ein Qualifikationsturnier um die WBA-Krone. John Tate wird nach seinem Sieg im Oktober 1979  gegen Gerry Coetzee aus Südafrika zum Weltmeister des Verbandes gekürt.  Bereits im Frühjahr wird der neue WBA-Champ von Mike Weaver, den Holmes im Juli 1979  klar besiegt hatte, vorzeitig geschlagen. Für viele Beobachter der Szene ist das, was die WBA veranstaltet, eine reine Farce, weil für sie Larry Holmes der einzig wahre Schwergewichtsweltmeister sein muss.

Nach weiteren drei  vorzeitigen Siegen meldet sich der eigentlich zurückgetretene Muhammad Ali als Herausforderer an. Er will es nochmals allen zeigen, dass er der unumstrittene Herrscher im Schwergewicht ist. Mittlerweile ist er an die vierzig Jahre. Vor dem Kampf behauptet er, dass er den Titelträger „auslöschen“ will, wenn auch die meisten Leute auf einen Holmes-Sieg bauen würden. Er sei „sein Schüler“, vermittelt er der Öffentlichkeit, und spielt dabei auf die Tatsache an, dass Holmes in den 1970er vier Jahre lang als Sparringspartner im Lager Alis beschäftigt gewesen ist,  wobei angemerkt werden sollte, dass Holmes auch von Joe Frazier als Sparringspartner verpflichtet worden war.  In seiner Autobiographie, allerdings in der ersten, die bis zum Frazier-Kampf geht,  spricht Ali voller Hochachtung  von Holmes und traut ihm auch einen künftigen Titel im Schwergewicht zu.

Der Kampf, der am 02. Oktober 1980 in Las Vegas stattfindet, gilt als eine der am tiefsten bewegenden Tragödien der Boxgeschichte. Der fast vierzigjährige Ali versteckt sich hinter seiner Deckung, wagt kaum eine Schlagkombination. Holmes ist hoch überlegen, immer wieder schießt er seinen Linksjab heraus und lässt die Rechte folgen. Aber er schlägt den Größten nicht zu Boden, will ihn vor einer demütigenden KO-Niederlage bewahren. Nach der zehnten Runde kommt endlich das Aus. Das Handtuch fliegt aus Alis Ringecke. Ali ist für Larry Holmes immer ein Vorbild gewesen, eine Legende. Berichtet wird, dass er nach dem Kampf in Tränen ausgebrochen sei.

Die Vergeltung an Leon Spinks und die „weiße Hoffnung“

Ein Jahr nach dem Ali-Kampf steht er mit Trevor Berbick im Ring. An seinem klaren Punktsieg über den Kanadier gibt’s keinen Zweifel, aber immerhin hat es der Herausforderer geschafft, eine vorzeitige Niederlage zu vermeiden. Dann tritt er gegen Leon Spinks, den früheren Weltmeister, an. Spinks hatte im Vorfeld öffentlich einige beleidigende Äußerungen über Holmes und dessen Familie gemacht. Holmes will Vergeltung. Der Kampf am 12. Juni 1981 in Detroit ist einseitig. Holmes lässt dem Herausforderer keine Chance und siegt in der dritten Runde durch TKO.

Fast auf den Tag genau ein Jahr danach tritt die in der Presse hochgelobte „“Weiße Hoffnung“, Gerry Cooney, gegen den Weltmeister an. Cooney, dessen Familie aus Irland stammt, findet ebenfalls gegen Holmes keine boxerischen Mittel, um ihn zu schlagen. In der dreizehnten Runde der auf fünfzehn Runden angesetzten Auseinandersetzung stoppt der Ringrichter auf Betreiben von Conneys Trainer den für seinen Schützling aussichtlos gewordenen Kampf. Und der Siegeszug Holmes‘ geht weiter. Viermal siegt er nach dem Kampf gegen die „Weiße Hoffnung“. Im Kampf gegen Tim Witherspoon, der später noch Furore machen sollte, wird er zur Überraschung vieler Beobachter stark gefordert, zumal der sechs Jahre jüngere Herausforderer erst wenige Profikämpfe hinter sich hat. Witherspoon bringt den Weltmeister einige Male in arge Bedrängnis, und der Punktsieg Holmes‘ ist äußerst umstritten. Einige Zeit später trifft er dann auf Marvis Frazier, den Sohn Joe Fraziers. Marvis schafft es nicht einmal, die erste Runde zu überstehen. Der WBC-Verband hatte sich allerdings geweigert, diesen Kampf  als offizielle Titelverteidigung zu deklarieren.

Der IBF-Weltmeister

Nach sechzehn Titelverteidigungen als WBC-Champ gibt er diesen Gürtel im Jahre 1983 ab und lässt sich als Weltmeister des gerade gegründeten IBF-Verbandes einsetzen.  Drei Mal verteidigt er den Titel, und zwar durch zwei vorzeitige Siege gegen James Smith und David Bey, einmal durch einen Punktsieg über Carl Williams. Der Kampf gegen Smith, der wegen seiner wuchtigen Schläge „Bonecrusher“ gerufen wird, hätte fast zum Debakel des Weltmeisters geführt. Zwei Mal gelingt es dem Herausforderer, der im Kampf zuvor die britische Hoffnung, Frank Bruno,  durch einen klaren Knockout-Sieg vorerst gestoppt hatte,  den Weltmeister in ärgste Probleme zu bringen. Holmes wird, so sagt er auch selbst nach dem Kampf, von der wuchtigen Rechten des Herausforderers wirkungsvoll getroffen und fast zu Boden geworfen. Aber es gelingt ihm, sich zu erholen. Dabei hilft ihm ein tiefer Cut über dem linken Auge des Mannes aus North Carolina. In der zwölften Runde kommt für ihn das Ende.

Michael Spinks und das Ende der Rekordträume

Einige Beobachter meinen, erkannt zu haben, dass  sich Holmes trotz seiner drei siegreichen Titelverteidigungen als Weltmeister des IBF-Verbandes  eher auf dem Weg nach unten befindet, weil die letzten Siege nicht gerade sehr überzeugend gewesen seien.  Holmes selbst ist aber davon überzeugt, dass ihn nichts davon abhalten kann, den Rekord von 49 ununterbrochenen Siegen, den Rocky Marciano hält, zu brechen. Mit dem letzten Kampf gegen Carl Williams ist er bis auf einen Kampf an dem Rekord dran. Für Holmes ist sein kommender Gegner, der aus St. Louis stammende Michael Spinks, eine leichte Beute.

Michael Spinks, der Bruder von Leon, ist der unumschränkte Herrscher im Halbschwergewicht. Er gilt in dieser Gewichtsklasse als unschlagbar, vergleichbar mit der Halbschwergewichtslegende Archie Moore. Im Schwergewicht werden ihm aber von den meisten „Experten“ keine Chancen gegen einen wie Larry Holmes eingeräumt. Holmes selbst sagt der Presse, dass ihm dieses „dünne Bürschchen“ niemals auch nur gefährden könne. Und die Geschichte des Schwergewichts sagt nichts anderes: Immer waren bislang Halbschwergewichtler, auch solche Größen wie der Franzose Carpentier, wie Archie Moore oder Bob Foster, gescheitert, wenn es darum ging, die Schwergewichtskrone zu erkämpfen. Und Holmes setzt noch einen drauf: In einem Interview vor dem Kampf tönt er, dass ihn die Schläge von Spinks, dem Hungerhaken, niemals in Gefahr bringen könnten, dass ein Linksjab von ihm bei Spinks wie ein rechter Finalschlag eines Halbschwergewichtlers einschlagen würde und dass er zwar den Herausforderer respektiere, aber davon überzeugt sei, dass er sich mit einem Kampf gegen ihn übernehmen würde.

Die Vorbereitung von Michael Spinks ist exzellent. Er stellt sein gesamtes Leben auf den Kampf gegen Holmes ab. Seine Bilanz nach seinem Olympiasieg im Mittelgewicht 1976 hilft ihm, Selbstvertrauen aufzubauen. Er hat als Profi alle seine Kämpfe, 19 davon durch KO, siegreich beendet und seinen Halbschwergewichtstitel zehn Mal verteidigen können.

Der Kampf, am 21, September 1985 in Las Vegas, kennzeichnet das Ende der Träume des IBF-Weltmeisters, den Rekord von Marciano zu erreichen.  Spinks wiegt bei ungefähr gleicher Körpergröße zehn Kilogramm weniger als Holmes. Über fünfzehn Runden geht der Kampf. Holmes zeigt sich im Vergleich zu seiner Glanzzeit äußerst reduziert, ist den schnellen Angriffen des Herausforderers nicht gewachsen.  Erst in der letzten Runde gelingt es Holmes, Spinks vor sich herzutreiben und den nur noch verteidigenden Spinks in Bedrängnis zu bringen. Die Kampfrichter erklären Spinks zum Punktsieger und damit zum neuen IBV-Schwergewichtsweltmeister.

Holmes ist zunächst über das Urteil außer sich vor Wut. Er beschuldigt die Kampfrichter, ihn  betrogen zu haben, tobt minutenlang im Ring und will sich nicht beruhigen. Wenig später aber akzeptiert er die Entscheidung gelassener, zumal ihm ein Refight zugesichert wird.

Rückkampf gegen Michael Spinks

Der Refight wird auf den 19. April 1986 gelegt. Austragungsort: wiederum Las Vegas, aber dieses Mal in einem anderen Hotel. Michael Spinks hält sich defensiv zurück und hofft, dass dem um sieben Jahre ältere Exchamp schnell die Körner ausgehen. Ab etwa der Mitte des Kampfes geht er aggressiver in den Kampf. Dennoch: Holmes erwischt den Weltmeister mehrfach mit schweren rechten Händen. Insbesondere in der vierzehnten Runde wird Spinks hart von einer Holmes-Rechten getroffen, die ihn heftig durchschüttelt. Spinks erholt sich, und die letzte Runde kann er ausgeglichen gestalten. Das Urteil überrascht viele, die den Exweltmeister vorne gesehen hatten. Aber: Der Punktsieg geht an Spinks, der Weltmeister bleibt. Wiederum ist der von seinem Sieg überzeugte Holmes kaum zu bändigen. Er fühlt sich eindeutig betrogen, verlässt verbittert den Ring. Nur wenige Tage später verbreiten  Presse, Rundfunk und Fernsehen die Nachricht, dass Larry Holmes sich  vom aktiven Boxsport zurückzieht.

Comeback gegen Tyson

Unumschränkter Herrscher im Schwergewicht ist seit 1987 Mike Tyson. Wie ein Tornado hat er auch die Elite des Schwergewichts aus dem Ring gefegt. Mit einer KO-Serie ohnegleichen, häufig genug in den ersten Runden, hat er alle drei Titel der wichtigsten Weltverbände erkämpft. Gegen ihn, den siebzehn Jahre jüngeren Weltmeister, will der nun fast vierzigjährige Holmes antreten. Kaum jemand aus der Boxszene glaubt an eine Chance des Exweltmeisters. Viele raten ihm davon ab, fürchten um seine Gesundheit und verweisen auf das Ali-Debakel nach dessen Comeback. Holmes lässt sich nicht abhalten und tritt am 22. Januar 1988 in Atlantic City an.

Von den ersten Sekunden des Kampfes an sieht man überdeutlich, dass die Zeit Larry Holmes‘ abläuft. . Er findet kein Mittel, sich den überfallartigen Angriffes des Weltmeisters zu entziehen, bringt nur vereinzelt seinen linken Jab durch.  Mehrfach strauchelt er, wird von der Kampfmaschine vor ihm in die Seile gedrängt. In der vierten Runde kommt das Aus. Von einem fürchterlichen rechten Haken des Weltmeisters getroffen, sinkt er zu Boden, will nochmals aufstehen, schwankt, wird von Tyson erneut hart getroffen. Der Ringrichter macht das einzig Richtige: Er nimmt Holmes aus dem Kampf. Tyson bleibt Titelträger aller drei Verbände. Für Holmes wird es die einzige vorzeitige Niederlage seiner glanzvollen Karriere bleiben.

Weitere Comeback-Versuche und der WM-Kampf gegen Holyfield

Mehr als drei Jahre sieht man Holmes in keinem Boxring. Dann taucht er aus der Versenkung auf, siegt in fünf Kämpfen, steht dann mit dem da noch ungeschlagenen Ray Mercer am 09. Februar 1992 in Atlantic City in den Seilen und erringt einen klaren Punktsieg über den Olympiasieger von 1988 in Seoul.  Am 19. Juni 1992, also nur wenige Monate später, fordert er den aktuellen Weltmeister aller drei Verbände, Evander Holyfield, heraus. Holyfield hatte im Oktober 1990 die drei Titel gegen James „Buster“ Douglas mit einem KO-Sieg errungen, wobei der allerdings ersichtlichen Trainingsdefizite aufwies. Douglas wiederum war mit einem sensationellen KO-Sieg über Mike Tyson Weltmeister der drei wichtigsten Verbände geworden.  Der Kampf des Exweltmeisters gegen Evander Holyfield, der zwölf Jahre jünger ist, endet mit einem deutlichen einstimmigen Punktsieg des Weltmeisters. 

Holmes aber gibt nicht auf, will erneut den Schwergewichtstitel erringen. Schon ein Jahr später schlägt er Everett Martin einstimmig nach Punkten, siegt in weiteren sechs Kämpfen, erwirbt sich das Recht,  den aktuellen WBC-Schwergewichtsweltmeiser, Oliver McCall, herauszufordern.  Der am 08. April 1995 in Las Vegas stattfindende Kampf endet für den Exweltmeister ernüchternd: Nach zwölf Runden gibt es einen einstimmigen Punktsieg des Mannes, der in Virginia lebt.

Die letzten Kämpfe

Nach vier Siegen fährt er nach Europa und kämpft gegen Brian Nielsen, den ungeschlagenen Dänen, um den eher unbedeutenden Titel der „International Boxing Organization“. Der Kampf, am 24. Januar 1997 in Brondby, endet wiederum mit einer Punktniederlage Holmes‘, auch wenn es dieses Mal knapp zugeht und viele Beobachter eine andere Punktentscheidung gefordert hatten. 

Holmes ist bereits über fünfzig Jahre, als er zum zweiten Mal gegen Mike Weaver, der aber nur zwei Jahre jünger als er selbst ist, antritt. Der Kampf der Veteranen endet mit einem TKO-Sieg von Holmes in der sechsten Runde. Im Kampf zuvor hatte er in einem weiteren Rematch den „Bonecrusher“ James Smith ebenfalls durch TKO besiegt.

Der letzte Kampf von Larry Holmes gehört eher ins Kuriositätenkabinett. In seiner Biographie hatte Holmes Eric Esch, „The Butterbean“, in ziemlich herabsetzender Weise beleidigt. Esch, vor Wut schnaubend, forderte umgehend den Exweltmeister heraus. Den einseitigen Kampf gewinnt Holmes deutlich und einstimmig nach Punkten. In zehnten Runde wird er angezählt, allerdings war Holmes nur ausgerutscht und deshalb auf den Ringboden gefallen. In seinem letzten Kampf ist Holmes zweiundfünfzig Jahre alt und wiegt mit seinen 115 Kilogramm fast vierzig Kilogramm weniger als Esch, der nur 1,82 m groß, und 17 Jahre jünger als Holmes ist.

In seiner langen Karriere lieferte Holmes insgesamt 90 Kämpfe ab, wovon er 77 siegreich beendete (58 durch Knockout). Neun Niederlagen musste er hinnehmen, vier unentschieden ausgegangene Kämpfe sind verzeichnet.

Nach der Boxkarriere

Holmes lebt bis heute  mit seiner Ehefrau Lonnie und der Familie in seinem Heimatort Easton. Die Einkünfte seiner aktiven Zeit investierte er in verschiedene Projekte, unter anderem in Restaurants und Bars, aber auch in einer Trainingsanlage und Glücksspielautomaten. 

Fazit

Zweifellos gehört Larry Holmes zu den Größten der Schwergewichtsgeschichte. Brillante boxtechnische Mittel, gepaart mit einem legendären Linksjab und einem guten rechten Punch bei ordentlichen Nehmerqualitäten machen ihn zu einem der besten Schwergewichtsweltmeistern, die je im Ring gestanden haben. Dennoch: Er hatte seine Fangemeinde, konnte aber nie den Popularitätsgipfel eines Jack Dempsey, Joe Louis, Rocky Marciano oder Muhammad Ali erreichen. Die Boxfans, insbesondere die in den USA, sind zu keinem Zeitpunkt wirklich „warm“ mit Holmes geworden. Sie anerkannten seine Leistungen im Ring, insbesondere nach seinem Sieg gegen Ali, liebten ihn aber nicht.

Natürlich sind immer wieder Spekulationen laut geworden, ob Holmes in seiner besten Zeit eine Chance gegen Mike Tyson gehabt hätte. Hätte seine boxerische Überlegenheit ausgereicht, um gegen eine solche „Kampfmaschine“, die Tyson verkörperte,  zu bestehen? Hätte er den überfallartigen Angriffen Tysons mit dessen fürchterlichen Schlägen standhalten können? Reizvolle Überlegungen und Gedankenspiele, die aber immer spekulativ bleiben werden

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47 Kommentare

  1. Alex
    12. September 2012 at 20:20 —

    Er war mMn zusammen mit Muhammad Ali, Rocky Marciano, Joe Louis, Joe Frazier, Sonny Liston und George Foreman einer der 7 besten HW Boxer aller Zeiten

  2. matthias
    12. September 2012 at 21:06 —

    @Alex nananna ………. hast viele boxer vergessen wie mike tyson jack dempsey evander holyfield

  3. Mr. Wrong
    12. September 2012 at 21:08 —

    Larry Holmes ist sowas von unterschätzt, gehört definitiv in die Top10 der besten Schwergewichtler aller zeiten.
    Vielleicht sogar in die Top5

  4. HWFan
    12. September 2012 at 22:43 —

    Sehr interessanter und informativer Bericht (insbesondere für uns u40User)

    Danke!

  5. cuba style
    12. September 2012 at 22:47 —

    auch berühmt sein sprungkick vom autodach aus gegen berbick ;-)
    wenn ihr mal eine richtig geile 15. runde schwergewichts boxen sehen wollt guckt euch holmes gegen ken norton an

  6. HWFan
    12. September 2012 at 22:50 —

    @ Matthias: Naja, bei Tyson ist leider das Problem, dass seine wirkliche Prime relativ kurz war. Zu seiner Prime war er wirklich unglaublich gefährlich, aber als dann die persönlichen Probleme wieder Überhand nahmen, hat sich das eben auch auf seine Leistungen ausgewirkt.
    Ist natürlich immer so eine Sache bei der Erstellung einer Liste der besten Boxer aller Zeiten: Ist ein Boxer, der 3 bis 5 Jahre absolut unschlagbar war und dann aber noch 10 bis 15 Jahre geboxt hat und dabei immer schlechter geworden ist besser zu werten, als ein Boxer, der 15 bis 20 Jahre lang immer sehr gute, aber niemals überragende Leistungen gebracht hat…?!
    Da muss dann wahrscheinlich letzten Endes jeder für sich selbst entscheiden, was er persönlich als “besser” erachtet…

  7. cuba style
    12. September 2012 at 22:54 —

    @adrivo hat holmes eigentlich eine strafe (sperre oder ähnliches bekommen) für den vorfall mit berbick?
    heutzutage würde er für immer gesperrt werden denn boxen ist jetzt ja ein gentleman sport (wie die klitschkos immer einreden wollen) haha wie man an der reaktion und strafen nach der kleinen auseinandersetzung zwischen haye und chisora gesehen hat

  8. The big F
    12. September 2012 at 23:20 —

    Holmes war eindeutig einer der besten Boxer aller Zeiten. Schwer zu sagen, wo man ihn genau einordnen soll oder kann.
    Tyson sagte nach seinem Sieg über Holmes, dass Holmes in seiner Prime, der Beste aller Zeiten war und das er gegen den Prime-Holmes verloren hätte. Vielleicht sagt er das nur aus Respekt, wer weiß. Auf jeden Fall wurde der junge Tyson sehr ausführlich trainiert um Holmes zu besiegen, denn damals ging Tyson’s Trainer Cus D’Amato fest davon aus, dass Holmes noch Weltmeister sein wird, wenn Tyson mal um den Titel boxt.

  9. Shlumpf!
    12. September 2012 at 23:27 —

    Einen großen Unterschied zwischen Holmes-Ali und Tyson-Holmes gibt es aber: Ali war völlig shot und bereits von den Anfängen der Parkinson-Krankheit geplagt. Holmes war gegen Tyson zwar schon über seinen Zenit, aber immer noch ein ernstzunehmender Gegner mit dem wohl besten Jab aller Zeiten

  10. Profilbild von adrivo
    12. September 2012 at 23:31 —

    @cuba style: Ich glaube nicht. War aber auch ein toller Dropkick ;)

  11. Shlumpf!
    13. September 2012 at 00:01 —

    @Paul

    Wie immer ein sehr guter Artikel. Holmes ist m.M. nach einer der unterschätztesten Schwergewichtsweltmeister und der beste Jabber aller Zeiten (zumindest im HW)

  12. cuba style
    13. September 2012 at 00:53 —

    @adrivo oh ja ast rein er hätte wohl auch eine karriere als wrestler starten können :-)

  13. Alex
    13. September 2012 at 12:11 —

    @ HWFan

    Ja stimmt es ist schwierig so eine Liste zu erstellen. Ich habe es selbst schon gemacht also kann ich das gut beurteilen. Ich habe eigentlich beurteilt nach wie viel % der Kämpfe ein Boxer gewonnen hat, wie gut sie zu ihrer Prime waren, wie Konstant die Boxer waren und was die Boxer noch mehr rausholen konnten ( nur eine Einschätzung ). Die ersten 7 von meiner Liste stehen schon oben

    @ matthias

    Du weisst schon dass ich über die Top 7 rede. Mike Tyson gehöhrt nicht mal zu den Top 10

  14. Alex
    13. September 2012 at 12:12 —

    @ matthias

    Holyfield und Dempsey gehöhren mMn auch nicht zur Top 10

  15. cuba style
    13. September 2012 at 12:52 —

    @Alex und wo gehören die Klitschkos für dich hin?

  16. simon_says
    13. September 2012 at 15:48 —

    allein die pressekonferenz, bei der berbick holmes provoziert, ist schon kult. holmes hatte das pech, nach ali zu kommen. diese schuhe konnte er nicht ausfüllen. trotzdem, einer der ganz grossen des HW.

    meine top hw ( keine rangliste!): j. louis, r. marciano, j. dempsey, j. johnson, s. liston, m. ali, j. frazier, g. foreman, l. holmes, l. lewis, r. bowe, m. tyson, e. holyfield, vitali klitschko.

  17. simon_says
    13. September 2012 at 15:51 —

    @shlumpf holmes hatte einen überragenden jab, bowe und wladi hatten bzw haben aber auch ein verdammt guten.

  18. Alex
    13. September 2012 at 15:52 —

    Fehler von mir. Ich bin noch nicht ganz fertig da ich ein paar Boxer vergessen habe aber ich kann die Liste ja mal zeigen wenn ich fertig bin ( wenn es überhaupt jemanden interessiert )

    @ cuba style

    Weiss ich noch nicht ganau aber beide stehen nicht in den Top 25 aber Vitali steht ein Stück höher als Wladimir

  19. Alex
    13. September 2012 at 15:56 —

    @ simon_says

    Johnson gehöhrt doch nicht zu den besten 14

  20. simon_says
    13. September 2012 at 18:03 —

    @alex johnson hat das heavyweight auf eine neue stufe gehoben! in einer zeit, als schwarze eher da waren, um verprügelt zu werden, hat er neue standards gesetzt,in und außerhalb des ringes. sein kinn und seine punching- power sind absolut legendär und damals war das boxen, wie aus einer anderen welt! wenns dich wirklich interessiert, schau mal auf you.tube, da ist ne gute doku über ihn! er gehört absolut, zu den 10-15 besten, da er seine zeit dominiert hat.

  21. Shlumpf!
    13. September 2012 at 18:11 —

    @simon_says

    Klar, Bowe und Wladimir haben auch klasse Jabs, Lennox Lewis auch, Ali sowieso.. M.M. nach ist Holmes Jab aber noch einen Zacken besser

  22. Alex
    13. September 2012 at 18:23 —

    @ simon_says

    Ich habe mir die Kämpfe schon angeguckt. Die Doku teilweise. Das alles was du sagst zeigt zwar dass er eine Legende ist aber ich glaube nicht dass er eine Chance gegen Wladimir gehabt hätte

  23. cuba style
    13. September 2012 at 19:40 —

    @Alex johnson gehört definitiv dazu er war so gut das nach seiner zeit jahrelang keine schwarzen mehr um die wm boxen durften weil die weißen angst hatten das ein schwarzer das hw nochmal solange dominieren könnte
    aber johnsom hat sie auch schön provoziert allein wie er alle tabus gebrochen hat die der weiße mann den schwarzen auferlegt hat allein deswegen ist er ein riesen vorbild für die schwarzen gewesen und auch für ali wie man in seiner biographie lesen kann
    aber er war auch ein toller boxer

  24. Alex
    13. September 2012 at 19:48 —

    @ cuba style

    Du hast schon Recht damit dass er eine riesen Legende ist und boxerisch war er auch super aber ich glaube wäre er nicht der erste schwarze Wm gewesen würde hier auch niemand sagen dass er zu den besten aller Zeiten gehöhrt

  25. Alex
    13. September 2012 at 19:50 —

    @ cuba style

    Zu den Top 10 Legenden gehöhrt er definitiv aber rein boxerisch war er noch ein Stück davon entfernt

  26. matthias
    13. September 2012 at 20:35 —

    @Alex natürlich kann man tyson zu den top 7 zählen wenn du schon frazier dazu zählst tyson ist mit nur 20 jahren der jüngste champion überhaupt und er war einfach richtig gut. Und du denkst frazier ist besser als tyson ? Frazier war auch keine 5 jahre am stück weltmeister vergesse das nicht. Dempsey gehört für mich in die top 10

  27. matthias
    13. September 2012 at 20:36 —

    @Alex wer ist für dich der beste aller zeiten ?

  28. matthias
    13. September 2012 at 20:44 —

    Und die regentschaft von Foremann hat auch nicht länger als 5 jahre gedauert sonny liston war auch keine 5 jahre champion warum soll also nur tyson die kurze Prime gehabt haben alex ? Tyson gehört locker zu den top 10 Boxern

  29. cuba style
    13. September 2012 at 22:54 —

    ich halte von dempsey überhaupt nichts er hat gegen kein schwarzen geboxt er war genau in der zeit weltmeister wo kein schwarzer um die wm kämpfen durfte zwar war das auch noch lange nach seiner zeit so aber das macht die sache nicht besser
    für mich war das schwergewichtsboxen in der zeit nach johnson bis joe louis tot

  30. Alex
    14. September 2012 at 06:59 —

    @ matthias

    Ali oder Marciano. Einer von beiden ist für mich the Greatest of all time. Kann ich nicht genau sagen. Bei meiner Liste habe ich Ali zwar vorne aber ich weiss eigentlich auch nicht warum. Ich habe nie gesagt dass Tysons Prime sehr kurz war. Ich habe Tyson auf Platz 12 in meiner Liste. Ich habe ihn damit selbst einen Platz vor Holyfield auch wenn er 2 mal gegen ihn verloren hat

  31. Alex
    14. September 2012 at 10:09 —

    @ matthias

    Und wer ist für dich der beste aller Zeiten. Außerdem warum wenn ich schon Frazier dazu zähle?

  32. The big F
    14. September 2012 at 19:06 —

    Prime- Jack Johnson und Prime-Mike Tyson, sind für mich die greatest of all Time. Am meisten erreicht, hat aber wohl Ali.

  33. Alex
    14. September 2012 at 19:15 —

    @ The big F

    Jack Johnson hätte nicht mal gegen Wladimir gewonnen. Du musst dir einfach mal seine Kämpfe angucken ohne daran zu denken dass er der erste schwarze HW Wm war

  34. Alex
    14. September 2012 at 19:17 —

    @ The big F

    Es war nähmlich ein cooler Typ, ein Vorbild und wie gesagt halt der erste schwarze HW Wm. Davon lassen sich viele ablenken und gucken anders zu den Leistungen. Damit will ich nicht sagen dass er nicht boxen konnte. Er war ein klasse Boxer

  35. matthias
    14. September 2012 at 19:23 —

    Ali hat sich auch viele schwächen erlaubt und ihm wurden siege geschenkt zb ken norton oder der kampf gegegen doug johns oder gegen ron lyle hatte er auch große Probleme lag nach punkten bis zum umstrittenen Abbruch in der 11 runde zurück.

  36. The big F
    14. September 2012 at 19:25 —

    @ Alex, Jack Johnson war ein Jahrhundert Boxer. Das er der erste schwarze WM war, rechne ich ihm persönlich nicht mal so hoch an. aber das er alles und jeden zu der damaligen zeit dominiert hat, egal über welche Distanz der Kampf ging und das er extrem schnell, schlau, stark und ausdauernd war und dazu noch en super Techniker, das rechne ich ihm sehr hoch an. Wenn du dir anguckst, was er für combos schlägt, wie er die Distanz überbrückt, wie er den Gegner beherrscht und wie leicht das alles bei ihm aus.sieht, dann siehst du wie gut er war. Joe Louis und Louis Trainier waren sich sich, das.s Prime Joe Louis, gegen Prime Johnson keine Chance gehabt hätte. Über einen 12 runden Kampf, würde Tyson ihn vllt nach punkten schlagen, aber über einen 20 oder 25 oder 45 Runden kampf, wie es früher üblich war, wäre Tyson wohl chancenlos gewesen und nicht nur Tyson.

  37. matthias
    14. September 2012 at 19:25 —

    Für Mich gibt es nicht den besten der über alle anderen steht so einen boxer gab es bisher nicht. Aber Tyson war richtig gut allgemein seine schnellen Bewegungen.

  38. The big F
    14. September 2012 at 19:44 —

    @ matthias

    Tyson war viel mehr als nur gut. Seine Bewegungen, seine Schlagkraft, seine Konter, seine Art Schlägen auszuweichen usw. Guck dir den Prime Tyson mal an. Der wurde so gut wie NIE richtig getroffen und selbst wenn ein treffer voll drin war, sah es so aus, als hätte er den nicht mal gemerkt. Tyson war so gut, das.s sogar ein Olympia Goldmedaille Gewinner ( Briggs ), gegen ihn wie ein Amateur aus.sah.

  39. Alex
    14. September 2012 at 19:46 —

    @ The big F

    Aber dass er auch viele Niederlagen einstecken musste vergisst du komplett oder? Ein Jahrhundertmensch ist er auf jeden Fall und er wäre mMn derzeit nach den Klitschkos der beste Boxer aber er ist nicht einer der besten aller Zeiten

  40. The big F
    14. September 2012 at 19:53 —

    @ Alex

    Das kann jeder so sehen wie er es mag. Ich meine, das.s Johnson die Klitschkos zerlegt hätte. beide. auch wenn ich der Meinung bin, das.s Vitali der beste Boxer seit Lennox Lewis ist, aber gegen einen Jack Johnson, würde er schlecht aus.sehen.
    Aber wie gesagt, jeder kann da ja seine Meinung haben und es so sehen, wie er es gerne will.

  41. Alex
    14. September 2012 at 20:09 —

    @ The big F

    Ja wir können es auch leider nie herausfinden oder 100 %ig wissen

  42. The big F
    14. September 2012 at 20:24 —

    @ Alex

    so ist es. Leider. Darum wird man auch nie wirklich wis.sen wer der Greatest of all Time war.
    Vielleicht täuschen wir uns ja auch alle und Jack Dempsey hätte alle fertig gemacht oder Tunney oder doch Marciano oder Lennox oder sonst wer. Von daher ist dieses Thema eigentlich ein totales Fantasie Thema.

  43. Alex
    14. September 2012 at 20:40 —

    Oder Charr. Ich meine wie er Vitali dominiert hat war unglaublich

  44. cuba style
    14. September 2012 at 20:44 —

    The big F sagt:
    14. September 2012 um 19:25

    @ Alex, Jack Johnson war ein Jahrhundert Boxer. Das er der erste schwarze WM war, rechne ich ihm persönlich nicht mal so hoch an. aber das er alles und jeden zu der damaligen zeit dominiert hat, egal über welche Distanz der Kampf ging und das er extrem schnell, schlau, stark und ausdauernd war und dazu noch en super Techniker, das rechne ich ihm sehr hoch an. Wenn du dir anguckst, was er für combos schlägt, wie er die Distanz überbrückt, wie er den Gegner beherrscht und wie leicht das alles bei ihm aus.sieht, dann siehst du wie gut er war. Joe Louis und Louis Trainier waren sich sich, das.s Prime Joe Louis, gegen Prime Johnson keine Chance gehabt hätte. Über einen 12 runden Kampf, würde Tyson ihn vllt nach punkten schlagen, aber über einen 20 oder 25 oder 45 Runden kampf, wie es früher üblich war, wäre Tyson wohl chancenlos gewesen und nicht nur Tyson.
    ———————————————————————————————————————————————————-

    super kommentar sehe ich genauso
    er gehört definitiv zu den besten aller zeiten

  45. The big F
    14. September 2012 at 21:31 —

    Charr könnte auch ne Prime haben die 400 Jahre andauert und er würde es zu keiner Zeit schaffen, Weltmeister zu werden. Selbst wenn es später mal 15 bedeutende Weltmeister Gürtel geben würde, würde nicht einen davon bekommen, so unfähig und schlecht wie der ist.

  46. Alex
    15. September 2012 at 00:20 —

    @ The big F

    Du hast schon verstanden dass ich das ironisch gemeint habe oder?

  47. The big F
    15. September 2012 at 09:15 —

    @ Alex

    klar habe ich das verstanden :-)

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