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Gutknecht vor WM: „Brähmers Zeit an der Weltspitze ist abgelaufen!“

Zum Siegen verdammt! So und nicht anders sieht Eduard Gutknecht seinen Kampf am 12. März im Jahnsportforum Neubrandenburg gegen Jürgen Brähmer (live ab 22:30 Uhr in SAT.1). Wieso der Schützling von Hartmut Schröder aber genau darin seine Chance sieht, sich endlich den WM-Titel zu holen und weshalb er Brähmers Trainer einer Lüge bezichtigt, erfährt man hier im Interview.

Eduard Gutknecht, Sie stehen unerwartet vor der großen Chance, endlich Weltmeister zu werden. Wie ist Ihre Gefühlslage?

Eduard Gutknecht: „Mir könnte es nicht besser gehen! Ich bin bis in die Haarspitzen motiviert. Viele wissen ja gar nicht, dass ich eh schon in der Vorbereitung auf einen großen Kampf war. Die kurzfristige Chance, jetzt gegen Brähmer um die Weltmeisterschaft zu boxen, ist perfektes Timing.“

Vor fast sechs Jahren hatten Sie schon einmal die Möglichkeit, sich den Traum eines jeden Boxers zu erfüllen – was lief damals aus Ihrer Sicht schief?

Eduard Gutknecht: „Ich hatte gegen Robert Stieglitz alle Vorteile auf meiner Seite – ich war der bessere Techniker und brachte einen größeren Erfahrungsschatz mit in den Ring. Doch irgendwie konnte ich den Schalter nicht umlegen und habe mehr lamentiert, als zu boxen.“

Wir bleiben beim Thema Wiederholungen: Auch den Kampf gegen Jürgen Brähmer gab es schon einmal. Im Februar 2013 mussten Sie gegen ihn die Europameisterschaft abgeben. Was waren hier die Gründe für Ihre Niederlage?

Eduard Gutknecht: „Da gab es so einige Faktoren, die bei mir für Unruhe sorgten. Wir waren beide damals beim gleichen Boxstall unter Vertrag. Ich wollte beweisen, dass ich die Nummer eins bin. Ein vorzeitiger Sieg erschien mir dafür als einziges probates Mittel. Leider verkrampfte ich dabei zu sehr und Jürgen war clever genug, das zu erkennen. Er ist eben ein guter Schauspieler.“

Am 12. März sind Sie der Jäger und nicht der Gejagte. Ist das eine Position, in der Sie sich wohler fühlen?

Eduard Gutknecht: „Ich glaube, dass mir die Rolle als Außenseiter deutlich besser liegt. Diesmal habe ich nichts zu verlieren und kann nur gewinnen.“

Im ersten Duell mit Brähmer wurden Sie noch von Ulli Wegner betreut. Jetzt steht Hartmut Schröder in Ihrer Ecke. Heißt das auch, dass Ihr Kampfstil ein komplett anderer ist?

Eduard Gutknecht: „Nein und das ist auch gar nicht möglich. Es ist auch eine Lüge, dass sich Jürgen Brähmer verbessert hat – wie soll das denn bitteschön mit 37 Jahren möglich sein? Natürlich ist er ein sehr guter Boxer, aber athletisch wie konditionell kann Jürgen unmöglich noch zulegen. Karsten Röwer soll sich einmal meine besten Leistungstestwerte von vor drei Jahren anschauen und diese mit Jürgens aktuellen Werten vergleichen, dann kennt er die Wahrheit. Im Kampf werde ich beweisen, dass Brähmers Zeit an der Weltspitze abgelaufen ist.“

Ihre direkte Vorbereitungszeit auf diesen Kampf beträgt fünf Wochen – ist das überhaupt ausreichend für einen WM-Fight?

Eduard Gutknecht: „Das ist absolut kein Problem, denn ich stehe immer im Training. Für Sparring und Strategie sind fünf Wochen mehr als ausreichend!“

Ihr erstes Aufeinandertreffen wurde auf „neutralem Boden“ in Berlin ausgetragen. In Neubrandenburg genießt Brähmer nun Heimvorteil. Bereitet Ihnen das Sorgen?

Eduard Gutknecht: „Überhaupt nicht. Je wohler sich Brähmer fühlt, desto motivierter werde ich in den Kampf gehen. Am liebsten wäre es mir gewesen, der Kampf würde in Schwerin stattfinden. Ihn daheim zu schlagen, wäre eine echte Genugtuung. Doch ich gebe mich auch mit Neubrandenburg zufrieden.

Wieso gibt es am 12. März einen neuen Weltmeister im Halbschwergewicht?

Eduard Gutknecht: „Ich bin jetzt an einem Punkt in meiner Karriere angekommen, an dem es keine Ausreden mehr gibt. Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich habe alles, was es für ganz oben braucht. Am 12. März heißt es einfach nur das abzurufen, was ich kann – dann werde ich der neue Champion sein!“

Restkarten für die Box-Nacht am 12. März im Jahnsportforum sind noch im Internet bei www.tickethall.de und www.eventim.de, unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 sowie beim Veranstaltungszentrum Neubrandenburg erhältlich.

 

Quelle: Sauerland Event

Foto: Facebook-Fanpage von Eduard Gutknecht

 

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12 Kommentare

  1. Profilbild von fettundmuskeln
    1. März 2016 at 20:20 —

    Auf jeden Fall der interessanteste Kampf des Jahres. Schade, dass bei Boxen.de erst jetzt ein Artikel dazu erscheint!

  2. Profilbild von Sugar
    1. März 2016 at 21:50 —

    Ach du meine Güte, noch ein Bericht zu Brähmer/Gutknecht, langsam wird es langweilig. Na liebe boxen.de-Redaktion, wie wäre es z.B. mit einem Bericht zu Chagaev/Browne die kämpfen dieses Wochenende?

  3. Profilbild von YoungHoff
    1. März 2016 at 22:02 —

    Bei all den Copy & Paste Sauerland Event Artikeln, sollte man wohl mal bei Sauerland anfragen, ob die nichtmal über was anderes schreiben können, dass die hochqualifizierten Journalisten hier dann per Copy & Paste einfügen können.

  4. Profilbild von California
    2. März 2016 at 00:59 —

    Wenns zwischen einem Germanen und einem Russki geht…ich setze auf den Russki

  5. Profilbild von Dr. Fallobsthammer ( ͠° ͟ʖ ͡°)

    Es ist auch eine Lüge, dass sich Jürgen Brähmer verbessert hat – wie soll das denn bitteschön mit 37 Jahren möglich sein? Natürlich ist er ein sehr guter Boxer, aber athletisch wie konditionell kann Jürgen unmöglich noch zulegen.
    ———————————————————-

    und auch optisch geht es nicht besser. Brähmer ist in allen Belangen TBE!

  6. Profilbild von fettundmuskeln
    2. März 2016 at 14:43 —

    +++ EILMELDUNG +++ Brähmer im Training schwer KO gegangen: uploadpie.com/PRez8

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