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Frampton bricht Quigg den Kiefer!

Im prestigeträchtigen Titelvereinigungskampf der beiden Titelträger im Superbantamgewicht, gewann Carl Frampton gegen Scott Quigg durch „Split Decision“ dank einer starken Leistung in der ersten Hälfte des Kampfes. Quigg musste sich trotz einer unglaublichen Leistungssteigerung geschlagen geben und landete dank Kieferbruch in der vierten Runde nach dem Kampf auf dem Operationstisch. Die Atmosphäre in der Manchester-Arena war atemberaubend. 20000 (!) Fans feuerten ihre Favoriten an und boten eine lautstarke, niemals verstummende Gesangskulisse.

Carl Fampton ist der neue WBA & IBF Weltmeister im Superbantamgewicht!

By Sinn Féin - https://www.flickr.com/photos/sinnfeinireland/15540501161/ - IMG_9164, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45325042

By Sinn Féin – https://www.flickr.com/photos/sinnfeinireland/15540501161/ – IMG_9164, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45325042

Für boxverliebte Engländer gab es an diesem Samstag nur eine Sache. Die Rede ist nicht von Fußball. Der Titelvereinigungskampf im Superbantamgewicht der IBF und WBA Titelträger Carl Frampton (22-0, 14 Ko’s) und Scott Quigg (31-1-2, 23 Ko’s). Beide Boxer waren sehr siegessicher und boten im Vorfeld des Kampfes einige angeheizte Streitgespräche. Die Frage bei Duellen zweier Kontrahenten unbesiegter von der Insel ist immer dieselbe:

Wer ist der bessere Boxer?

Nach zwölf harten Runden stand der Sieger fest. Der vom Publikum leicht favorisierte und weiterhin unbesiegte Carl Frampton (29) aus Belfast konnte beide Titel in die Luft strecken und vereinigen. In den ersten Runden fand er sofort in den Kampf, war der schnellere und dominierende Boxer und jagte seinen Gegner vor sich her. Quigg(27) fand erst nach der Hälfte des Kampfes seinen Rhythmus und eine Möglichkeit den schnellen Frampton auf Distanz zu halten. Teilweise brachte er seinen Gegner auch in starke Bedrängnis und drehte den Kampfverlauf von Runde für Runde so gut er konnte. Quigg gewann mit jedem Treffer an Selbstvertrauen und brachte Fampton mehrfach an den Rand eines Niederschlags. Dieser konnte aber seinen Kopf aus der Schlinge ziehen und gewann die letzte Runde des Kampfes klar. Auf den Punktezetteln lautete das Urteil 116-112,116-112 für Frampton und 115:113 für Quigg.

Erklärbar wird diese Punkteteilung durch die ersten Runden. Hier hatte zwar Frampton optisch die Oberhand, landete aber wie Quigg kaum klare Treffer. Somit ist eine Punktewertung von 10:10 in manchen dieser Runden auch legitim.

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Frampton gewann den Kampf aufgrund seiner großen Aktivität zu Beginn zurecht und zeigte seine Freude über den Titelgewinn, feierte mit den Fans singend den Sieg und zollte seinem Gegner großen Respekt. Beide gaben alles an diesem Abend in Manchester und ein Rückkampf wäre wohl eine gute Sache für den englischen Boxsport.

Quigg:
„There has always been respect between me and Frampton.“

Promoter Eddie Hearn:
„The fight will be in Belfast if there is a rematch.“

Von einem Kampf mit dem Besten der Gewichtsklasse, Guillermo Rigondeaux (16-0, 10 Ko’s) ist aber wohl beiden Boxern abzuraten. Gegen dieses überlegene Boxgenie hätte weder Quigg noch Frampton den Hauch einer Chance. Zu überlegen scheint der kürzlich seiner Titel beraubte ehemalige WBA und WBO Champion aus Kuba.

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7 Kommentare

  1. Profilbild von Keine Zensur
    29. Februar 2016 at 07:09 —

    Ich schau keine Mädchen-Gewichtsklassen, lese allerdings gerne die Berichte darüber.
    Nun eine Auflistung aller inhaltlichen Fehler :

    1. Scott Quigg hat nun nur eine Niederlage im Rekord.

    2. Carl Frampton ist nicht 22, sondern 29 Jahre alt.

    Ich bitte um Korrektur.

    • Profilbild von Libanesischer Auftragskiller

      Wie groß bist du denn bei deinem Kleinen? Dann sieht er ja noch winziger aus…

      Hier nur für dich mein Flüchtlings-Special:

      „Sehen keine andere Möglichkeit“: Freiburger Clubs lassen Flüchtlinge nicht mehr rein
      huffingtonpost.de/2016/01/23/freiburg-fluechtlinge-diskos_n_9058332.html

      Google spendet 25.000 Laptops für Flüchtlinge
      huffingtonpost.de/2016/01/25/google-soende-laptop_n_9069296.html

      P.S. Dein Vater wird immer noch gesucht:
      huffingtonpost.de/2016/01/20/zdenek-p-hiv-mann_n_9025696.html
      Vorsicht vor diesem Mann! Die Polizei fahndet europaweit nach Zdenek P.
      In ganz Europa sucht die Polizei nach Zdenek P. Dem 48-jährigen Tschechen wird vorgeworfen, mindestens zwei Männer mit HIV angesteckt zu haben. Der Fall des Mannes wurde bekannt, als er einen minderjährigen Jungen durch ungeschützten Sex mit dem Virus angesteckt hatte.

  2. Profilbild von Gelöschter User
    29. Februar 2016 at 08:03 —

    Die Frage bei Duellen zweier Kontrahenten von der Insel ist immer dieselbe:
    Wer ist der bessere Boxer?
    ————————– ———————————
    Gut zu wissen,
    und wie ist die Frage
    bei einem Duell zwischen
    na sagen wir mal
    einem Deutschen und Russen?
    oder werden wir mal ganz exotisch
    einem Ivorer und einem Chinesen?

  3. Profilbild von Dr. Fallobsthammer ( ͠° ͟ʖ ͡°)

    Frampton hat zurecht gewonnen, wenn auch sehr knapp. Insgesamt war der kampf aber enttäuschend. Die Stimmung war aber Überragend.

  4. Profilbild von
    29. Februar 2016 at 13:18 —

    Ich denke auch, es wird nicht Rigondeaux für Frampton, sondern eher Santa Cruz bei 126, der am Samstag ja den ehemaligen Gegner der beiden, Kiko Martinez in fünf Runden gestoppt hat, aber dabei auch ordentliche Defizite zeigte. Auch wenn es traurig ist, aber warum sollte man gegen einen Typen wie Rigondeaux antreten, gegen den man nicht den Hauch einer Chance hat? Das liegt bei allem Respekt auch am Kubaner, der mit seiner Defensivartistik im Augenblick unschlagbar erscheint und eben auch null Risiko eingeht und damit nicht gerade mainstreamtauglich boxt. Dazu kommen ein unfähiges Management und (genau wie bei Lara) mangelnde Kommunikationsfähigkeiten. Und der Kubaner ist auch risikoscheu: das Angebot, gegen Lomachenko ins Federgewicht aufzurücken, blieb unbeantwortet, jetzt geht es für den Ukrainer höchstwahrscheinlich gegen Walters. Man muss attraktive Fights eben auch wollen.

    Nebenbei halte ich es auch für besser, wenn Scott Quigg hoch ginge – mit 5’8“ sah er brutal dehydriert aus beim Wiegen, kann sein, dass ihm am Samstag einfach die Power gefehlt hat gegen Ende, denn in der elften hatte er Frampton ja gut erwischt. Gegen Selby, Santa Cruz oder Russel jr. würde ich ihn auch nicht völlig chancenlos sehen. Frampton wiederum ist zwar klein (aber nicht so klein wie Russel jr.) aber er kann mit seiner Ringintelligenz auch gegen Brawler wie Terremoto bestehen. Nur gegen Loma sind die beiden ebenso chancenlos wie gegen Rigondeaux.

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