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Feigenbutz-Coach Brenner: „Vincent lernt aus seinen Fehlern!“

Für Vincent Feigenbutz steht gegen Giovanni De Carolis beim neuerlichen Duell am 9. Januar „Die Stunde der Wahrheit“ an. Kann es der WBA-Interims-Champion besser, als er es zuletzt gegen den Italiener gezeigt hat? Diese Frage beantwortet Trainer Hans-Peter Brenner im folgenden Interview mit einem klaren „Ja“. Außerdem verrät der Coach des 20-jährigen Karlsruhers, was ihn vor dem zweiten Duell seines Schützlings mit De Carolis so zuversichtlich macht.

Herr Brenner, wie bewerten Sie rückblickend den Kampf Ihres Schützlings Mitte Oktober?

Hans-Peter Brenner: „Das war eine Werbung für den Boxsport. Einer der besten Kämpfe die 2015 ausgetragen wurden von zwei echten Fightern. Vincent hat den Kampf knapp gewonnen. Leider, bedingt durch seine unbedachten Äußerungen, hat er dann einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, der nicht hätte sein müssen. Der Junge hat sich aber dafür mehrfach entschuldigt und es tut ihm von Herzen leid.“

Wie kam es zu diesem übertriebenen emotionalen Ausbruch von Vincent nach dem Kampf?

Hans-Peter Brenner: „Zum einen war Vincent noch von einer fiebrigen Erkältung geschwächt, die erst eine Woche vor dem Kampftermin abgeklungen war. Er wollte aber unbedingt in den Ring steigen – als Hauptkämpfer, in seiner Heimatstadt! Dies war ebenso ein Grund, weshalb zusätzlich noch ein großer Druck auf dem Jungen lastete. Und es hat ja auch keiner gehört, wie ihn das italienische Lager im Ring beschimpfte. Dies alles gepaart mit seiner Jugend und dem Adrenalin, hat den Jungen veranlasst, unbedacht diese Äußerungen zu tätigen.“

Sind Sie da in Zukunft auch als Trainer gefragt? Haben Sie sich danach mit ihm hingesetzt und alles mit ihm besprochen?

Hans-Peter Brenner: „Natürlich will ich aus Vincent kein Lamm machen, das geht nicht und das will auch keiner. Trotzdem haben wir ein ernstes Gespräch zu diesem Thema miteinander geführt. Das ist jetzt meiner Meinung nach aus der Welt geschafft wir schauen nach vorne. Vincent lernt aus seinen Fehlern.“

Nun steht Ihr Schützling vor dem zweiten Aufeinandertreffen mit Giovanni De Carolis. Wieso wird dieser Fight anders verlaufen als der erste?

Hans-Peter Brenner: „Jeder Kampf ist verschieden und steht unter anderen Vorzeichen. Unser Team hatte zuletzt viele Hindernisse zu überwinden, wie zum Beispiel Vincents Erkältung so kurz vor dem Wettkampf. Ich werde den Jungen diesmal nur bei hundertprozentiger Gesundheit in den Ring schicken, denn auch ich stehe in der Verantwortung für seine Leistungen. Wenn Vincent voll da ist, kann sich De Carolis auf einen heißen Tanz gefasst machen!“

Hatten Sie bzw. Vincent den Gegner vor Kampf Nummer eins unterschätzt?

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Hans-Peter Brenner: „De Carolis hat uns natürlich überrascht. Er hat komplett anders geboxt, als jemals zuvor und war viel stärker als gegen Arthur Abraham in 2013. Aber Vincent war halt einfach nicht vollkommen fit an diesem Abend.“

Wird dieser Fight schwerer, weil beide Boxer sich nahezu in- und auswendig kennen oder ist Ihrer Meinung nach eher ein Vorteil?

Hans-Peter Brenner: „Der Italiener ist immer für eine Überraschung gut. Vielleicht hat er seinen Stil ja erneut komplett umgestellt, denn er ist ein intelligenter Boxer und die wissen meist genau, was sie machen. Ich hoffe er glaubt nicht, dass Vincent beim ersten Aufeinandertreffen krank war. Das könnte unser großer Vorteil sein.“

Können Sie weiter an dem Ziel festhalten aus Vincent Feigenbutz den jüngsten deutschen Weltmeister aller Zeiten zu formen?

Hans-Peter Brenner: „Wir versuchen weiterhin unser Bestes und bleiben dran. Wenn Vincent weiterhin mitzieht, sich nicht verliebt oder verletzt, dann sollten wir es schaffen.“

Was dürfen die Box-Fans am 9. Januar in Offenburg erwarten und wie lautet Ihr Tipp für den Kampfausgang?

Hans-Peter Brenner: „Ich gehe davon aus, dass der Kampf noch besser als der erste wird und dass Vincent einen klaren Sieg davonträgt.“

Eintrittskarten für die Box-Nacht in der Offenburger Baden-Arena sind über die telefonische Ticket-Hotline 01806-570044, im Internet unter www.tickethall.de und www.eventim.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Foto und Quelle: Sauerland Event

 

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5 Kommentare

  1. Profilbild von Marvin Hagler
    4. Januar 2016 at 11:08 —

    Man nehme nur mal die Überschrift…….Vincent lernt aus seinen Fehlern…….
    Mag ja sein das das so ist, aber er lernt über Nacht nicht das Boxen!
    Er wird es wohl im 2. Kampf mit der Brechstange versuchen um De Carolis KO zu schlagen, ausboxen kann er ihn nicht!
    Dabei sollte er gut auf seine Deckung achten……..ach ja, geht nicht, er legt ja keinen besonderen Wert auf Deckungsarbeit, hmmmm….ein starkes Kinn wäre dann gut……hat er aber wohl auch nicht!?
    Na da hoffe ich doch mal das es ein ähnlich spannender Kampf wird wie beim ersten Mal und das es diesmal eine faire Entscheidung gibt wenn es wieder über die Runden gehen sollte!

  2. Profilbild von cubastyle
    4. Januar 2016 at 16:07 —

    Also Punkt Nr. 1 Warum hatte der Fragensteller nicht die Eier um zu fragen was er von der klaren Fehlentscheidung der Punktrichter hielt. Hier darf es keine 2 Meinungen geben der Kamof war nicht knapp, nur weil die Fans bei jedem Luftloch und jedem Schlag auf die Deckung von Prinzessin Feigenbutz los gegroellt haben, war der Kampf noch lange nicht knapp. Das Seitens De Carolis gesagt wird wir haben knapp gewonnen ist verstaendlich da sonst nichtmal ein Rueckkampf gekommen waere sie haben nach Sauerlands Pfeife getanzt. Aber jeder der den Kampf amgeschaut hat und das habe ich gleich 2 mal getan muss ehrlich zugeben das man Prinzessin Maximal 2 Runden geben konnte dazu kam eine 10-8 Runde. De Carolis hat selbst als er Null Ausdauer gezeigt hat noch die Klareren Haende dazwischen gehabt und sich immer wieder gezwungen Aktionen zu setzen. Das Publikum ist das typische Deutsche Boxpublikum gewesen nur weil die Prinzessin wie damals Huck oder auch Abraham mit eine Serie von Schwingern versucht Fliegen aus der Luft zu erschlagen heisst das noch lange nicht das die Punktrichter sich von dem gegroelle beeinflussen muessen. Und in den letzten 10 Sekunden drauf hauen sollte auch nicht reichen um 2:50 der Runde weg zu machen somal er nicht einmal Wirkung bei De Carolis verursacht hat allerhoechstens war De Carolis mal ausser Balance was seiner schwachen Ausdauer in der 2ten Haelfte des Kampfes geschuldet war. Das war einfach ein Robbery und fertig da brauch man nicht Diskutieren. Wie schon gesagt 2 Runden konnte man der Prinzessin geben mehr nicht. Punkt 2 warum war das einer der besten Kaempfe des Jahres???? Also ganz ehrlich ich frage mich was aus den Boxfans geworden ist wenn man wilde Schlaegerein mag soll man durch MMA Kaempfe anschauen. Boxer wie Mayweather und Ward werden durch den Dreck gezogen weil sie Boxen koennen und wohl auch nach ihrer Karriere genug Gehirnzellen besitzen um sich ein Toastbrot schmieren zu koennen. Boxer die vor ihrer Karriere nicht mehr Gehirnzellen als ein Toastbrot selber besitzen (Feigenbutz oder Huck) werden fuer ihre Schulhofpausen aehnlichen Kampfe bejubelt und gefeiert. Punkt 3 Egal wie gut die Prinzessin im naechsten Kampf boxt auch wenn er durch KO in Runde Nr 1 gewinnt wird er niemals in der Weltelite einen Mann besiegen koennen auch nicht in 10 Jahren ausser er versucht jetzt mal Boxen zu lernen damit meine ich eine echte Boxtechnik erlernen und nicht wilde drauf hauen ohne sein Kopf zu benutzen.

    • Profilbild von YoungHoff
      6. Januar 2016 at 15:48 —

      „Also Punkt Nr. 1 Warum hatte der Fragensteller nicht die Eier um zu fragen was er von der klaren Fehlentscheidung der Punktrichter hielt“

      Weil das Interview von Sauerland geführt und veröffentlicht wurde. WIll heißen, dass der Interviewer irgendeiner war, der auf Sauerlandsgehaltliste steht – vielleicht hat sich Coach Brenner sogar selbst interviewed.

  3. Profilbild von Gelöschter User
    4. Januar 2016 at 16:49 —

    Mach et nochmal, Giovanni

  4. Profilbild von YoungHoff
    6. Januar 2016 at 15:46 —

    Kann Vincent Feigenbutz aus seinen Fehlern nicht im stillen Kämmerlein lernen und nur das Ergebnis vorzeigen? Muss wirklich jede Nase aus dessen Team ein Interview geben und darauf hinweisen, das.s Herr Feigentbutz aus seinen Fehlern lernt?

    Tut mir leid, bei allem Respekt, aber nur quatschen, quatschen, quatschen hilft dem Jungen einfach nicht. Einfach mal ruhig sein, Leistung bringen, bescheiden(er) auftreten, Demut und Respekt zeigen.

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