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Evander Holyfield und WBC planen ein Turnier

Laut neuster Bekanntmachung durch den Weltverband WBC bekommt das WBSS – Turnier Konkurrenz. Der Verband und Evander Holyfield (Real Deal Boxing) planen als gemeinsame Veranstalter ein Turnier. Ähnlich wie beim WBSS, wo gegenwärtig erst einmal nur in 2 Gewichtsklassen gekämpft wird, geht es beim „Jose Sulaiman World Invitational“ erst einmal nur um eine Gewichtsklasse, das Weltergewicht.

Der Modus Operandi soll genau so ablaufen wie zuvor beim WBC-Fliegengewicht-Turnier der Frauen um den Diamondbelt oder dem WBSS-Turnier: Es werden 8 Boxer ausgewählt, die in 3 Schritten per KO-System gegeneinander kämpfen. Nur die Gewinner kommen weiter. Die Verlierer sind raus. Die Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Turnier ist etwas vage formuliert. Es wird gesagt, das Turnier wäre offen für jeden Weltklasse-Boxer, der sich für eine Platzierung in den Top 40 des WBC qualifizieren kann. Was auch immer das heißen soll.

In diesem Turnier sind alle Kämpfe auf 10 Runden angesetzt. Sollte es nach 10 Runden ein Unentschieden geben, wird eine 11. Runde geboxt.

WBC Weltergewicht TurnierEbenfalls etwas merkwürdig ist die Zeitspanne zwischen der offiziellen Bekanntmachung am 10 Januar und dem Ende der Bewerbungsfrist am 12. Januar. Wer also Interesse an einer Teilnahme bei diesem Turnier hat, muss sich innerhalb von 2 Tagen entscheiden. Das ist reichlich knapp, weil die angesprochenen „Weltklasse-Boxer“ ihrerseits eigene Pläne für 2018 haben und wegen dieses Turniers möglicherweise Alles umwerfen müssten.

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Ein weiterer etwas fragwürdiger Punkt sind die angebotenen Börsen. In der ersten Runde soll jeder Boxer 15 000 Dollar Startgeld bekommen. Der Sieger bekommt zusätzlich 7 500 Dollar Prämie. In Runde 2 soll es für jeden Teilnehmer 30 000 Dollar geben, der Sieger erhält weitere 15 000 Dollar. Die Finalisten bekommen jeweils 75 000 Dollar, der Turniersieger erhält einen Bonus von 25 000 Dollar.

Die Grundidee zu diesem Turnier ist bestimmt gut. Aber allein die kurze Einschreibefrist und dann auch die erbärmlich schlechten Börsen, wie man sie nur aus dem Frauenboxen kennt, sind nicht gerade das, was man von so einem Turnier erwarten würde.

Ob der Verband WBC und Holyfield tatsächlich Weltklasse-Boxer begeistern können, muss man bezweifeln. Letztendlich wären der WBC und Holyfield die Einzigen, die sich dabei eine goldene Nase ausrechnen können. Die Pay-TV Vermarktung eines solchen Turniers dürfte rentabel sein, falls es prominente Teilnehmer gibt, die sich darauf einlassen.  Wenn das Turnier wirklich attraktiv sein soll, müssten Mauricio Sulaiman und Evander Holyfield mindestens noch einen Indiohandgeklöppelten Fantasie – Gürtel drauflegen und an jede Börsen eine Null vor dem Komma dran hängen.

Nähere Informationen und Bewerbungen zur Teilnahme (Einsendeschluss 12. Januar 2018) an diesem Turnier:  info@therealdealboxing.com

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5 Kommentare

  1. Profilbild von California
    11. Januar 2018 at 07:40 —

    Absolutes Lowlife-Turnier

  2. Profilbild von Knopster
    11. Januar 2018 at 08:28 —

    Allerdings, liest sich auch, als hätte man sich die Idee und das Turnier mal eben beim morgendlichen Schiss ausgedacht.

  3. Profilbild von Marvin Hagler
    11. Januar 2018 at 12:33 —

    Die Grundidee ist gut, der Rest liest sich aber eher wie ein verfrühter Aprilscherz!

  4. Profilbild von Ferenc H.
    11. Januar 2018 at 16:12 —

    Da können die ja gleich ein „Welterweight better“ Tunier auf die Beine stellen ist dann auch am einen Abend durch, da kann man vor dem Finale ein Schwergewichtskampf von 2 Damen einstreuen wird sicher lustig 😀

  5. Profilbild von István
    11. Januar 2018 at 16:37 —

    Also der Sieger bekommt 167.500 Dollar, das macht pro Kampf cirka 56.000. Was sagt wohl Crawford oder Thurman dazu?

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