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Erislandy Lara vs Yuri Foreman – 13. Januar Florida

Den richtigen Auftakt zu den WM-Fights im neuen Jahr machen Erislandy Lara und Yuris Foreman am Freitag, dem 13. Januar im Hialeah Park Racing & Casino, Hialeah, Florida. Dabei will der gebürtige Kubaner Erislandy Lara (23(13)-2-2) seinen IBO- und erstmals den WBA-Super – Titel im Halbmittel gegen den WBA Ex-Champ Yuri Foreman (34(10)-2(2)-0) verteidigen. Der Herausforderer ist in Weissrussland geboren, mittlerweile israelischer Staatsbürger und lebt in Brooklyn / New York.

Über Erislandy Lara muss man nicht viel sagen. Er hat auf Kuba eine erstklassige Amateurausbildung bekommen und machte sich auch international einen guten Namen. Bei den Panamerikanischen Spielen 2007 in Rio setzte er sich zusammen mit Guilliermo Rigondeaux von der kubanischen Mannschaft ab und unterschrieb bei der „Arena Boxpromotion“ von Ahmed Öner einen Profivertrag. In seinem ersten Profikampf besiegte er in Ankara seinen Gegner nach Punkten. Sein zweiter Kampf war zugleich sein erster und einziger Profiauftritt in Deutschland: Er siegte in Cuxhaven durch TKO1. Von 2009 bis jetzt boxte er ausschließlich in den USA. Seit 2014 ist er WBA-Weltmeister im Halbmittelgewicht. Durch das Karriereende von Floyd Mayweather rutschte er im WBA-Ranking auf dessen Super-Champ Status.

Auch die Karriere und das Leben von Yuri Foreman waren mit Ortswechseln verbunden. Foreman wurde wie die bekannte Boxerin Alesia Graf in Gomel / Weißrussland geboren. Er begann bereits mit 7 Jahren mit dem Boxen und zog als Kind mit seinen Eltern nach Israel. Dort wurde er drei mal Landesmeister. Er absolvierte 81 Amateurkämpfe, von denen er 76 gewinnen konnte. Im Jahr 2000 zog er nach New York und trainierte im traditionsreichen „Gleasons Gym“. Er wurde im Jahr 2002 Profi. Im Jahr 2009 wurde er gegen den Puerto-Ricaner Daniel Santos WBA-Weltmeister im Halbmittelgewicht und beendete damit dessen Karriere. Die Freude über den Titel war allerdings von kurzer Dauer. Bereits die erste Titelverteidigung ging schief. Foreman trat mit einer Knieverletzung an, die ihm sichtlich zu schaffen machte.

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Dieser Kampf war von Beginn an von der mangelnden Beinarbeit Foremans gekennzeichnet. Er lag nach 8 Runden in der Punktwertung beinahe rettungslos hinten. In der 8. Runde kam aus seiner Ecke das Handtuch geflogen. Sein Trainer Joe Grier hatte wohl genug gesehen. Der Ring füllte sich, da man glaubte, der Kampf sei vorbei. Der Ringrichter fragte Foreman, ob er aufgeben will. Genau das wollte er nicht. Schließlich ging es um seinen WM-Titel. So geschah etwas Außergewöhnliches: Ringrichter Arthur Mercante jr scheuchte alle Anwesenden wieder aus dem Ring und ließ beide Boxer weiter kämpfen. In Runde 9 kam dann doch das Aus. Cotto erwischte Forman mit einem harten Körpertreffer, besiegte ihn somit durch TKO 9 und wurde neuer WBA-Weltmeister im Halbmittel.

Auch der folgende Aufbaukampf ging verloren. Den auf 10 Runden angesetzten Fight beendete Ringrichter Kenny Bayless nach 6 Runden. Zu diesem Zeitpunkt lag Foreman bei allen 3 Punktrichtern mit 54:60 hinten. Er war gegen den Polen Pawel Wolak chancenlos. Für Foreman schien die Karriere zu ende zu sein. Foreman boxte danach fast 2 Jahre lang nicht. In dieser Zeit widmete sich der jüdisch-orthodox gläubige Foreman seiner Religion und wurde Rabbi. Ab 2013 startete er wieder bei kleineren Club-Boxveranstaltungen. Erst die letzten beiden Kämpfe fanden wieder bei größeren Veranstaltungen statt. Seine Gegnerschaft war überschaubar und für ihn maßgeschneidert. Das reichte dem Verband WBA allerdings aus, um ihn zumindest wieder in die Top 10 Liste aufzunehmen.

Der Kampf gegen Super-Champ Erislandy Lara versteht Foreman als seine große Chance, noch einmal Weltmeister zu werden. Doch wer als Favorit in diesen Kampf geht, sollte klar sein: Erislandy Lara. Vielleicht wäre es aus boxerischer und taktischer Sicht besser, wenn Foreman einen Kampf gegen den regulären Weltmeister Jack Culcay machen würde. Man kann gut annehmen, dass es in diesem Gefecht für Foreman entgegen seiner Beteuerungen nicht darum geht, ein zweites mal Weltmeister zu werden. Es geht, so kann man getrost unterstellen, um einen guten Zahltag zum Karriereausklang. Foreman wird sich seine 3. Niederlage abholen. Alles Andere wäre fast eine Sensation. Obwohl, man weiss ja nie, an einem Freitag, dem 13.

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3 Kommentare

  1. Profilbild von Milanista82
    12. Januar 2017 at 08:55 —

    Wo besteht der Sinn dieses Kampfes? Thank you Al Haymon.

    • Profilbild von Libanesischer Brennov
      12. Januar 2017 at 14:31 —

      Der Witz ist, dass die beste Quote bei sämtlichen Wettanbietern sowohl bei Lara als auch bei Dirrell bei 1.01 liegt. Zwei so spannende Kämpfe auf einer Card sind wirklich toll 😀

      • Profilbild von Milanista82
        13. Januar 2017 at 10:52 —

        Das sagt schon alles. Nachdem Lara den Rabbi verprügelt hat, wird diese fette Qualle von Manager in Richtung GGG twittern. 😀

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