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Der erste schwarze Schwergewichtsweltmeister: Jack Johnson

Trotz Dempsey, Tunney, Ali, Tyson, Joe Louis, Marciano: Es gibt auch heute noch einige, die Jack Johnson  nach wie vor als den besten Schwergewichtler aller Zeiten sehen. Muhammad Ali, der Größte,  stellt ihn in seiner Autobiographie neben Joe Louis an die erste Stelle der früheren Titelträger. Jedenfalls: Er ist der erste Schwarze, der Weltmeister im Schwergewicht wird, und in seiner Zeit beherrscht  er unumstritten die höchste Gewichtsklasse. Und das trotz des feindlichen Umfelds, der tiefen rassistischen Grundstimmung in den USA der damaligen Zeit.  Denn Jack Johnson ist nie vom weißen Publikum geliebt worden. Im Gegenteil: Alles wurde unternommen, um ihn von einem Titelkampf abzuhalten. Als er Weltmeister aller Klassen wird, sucht man verzweifelt nach einem Gegner, der ihm das Wasser reichen kann. Nur: Man findet keinen. Erst nach sieben Jahren wird er von Jess Willard „besiegt“, einem für die damalige Zeit riesenhaften weißen Schwergewichtler, der während des Titelkampfes nicht die geringste Chance zu haben scheint. Der Kampfausgang ist dann auch als großer Betrug, als abgesprochener Kampf in die Boxgeschichte eingegangen, obgleich echte Beweise dazu bis heute fehlen. Daneben gelten seine Lebensumstände und seine extravaganten Verhaltensweisen zu den interessantesten Erscheinungen der vergangenen Schwergewichtsgrößen. Davon mehr weiter unten.

Die ersten Lebensjahre und Jugend

Genauere und verifizierbare Daten zur Biographie Jack Johnsons liegen eher im Dunkeln. Man ist hier auf seine eigenen Angaben in seiner Autobiographie, die aber zumindest teilweise umstritten ist und eher romanhaften Charakter annimmt, angewiesen. Jedenfalls  wird  er am 31. März 1878 in Texas, in der Hafenstadt Galveston, geboren. Sein Vater Henry, der 1838 auf einer Plantage in Maryland als Sklave geboren wurde,  errichtet  als  Freigelassener ein eher kleines Wohnhaus. Seine Mutter kommt aus Carolina.  Es wird berichtet, dass der Vater mit nackten Fäusten, also  als „Barknuckle-Kämpfer“ unterwegs ist, als er noch in der Hand der Sklavenhalter ist und für seine reichen Besitzer zu deren Ergötzung kämpft. Der Vater nimmt am Amerikanischen Bürgerkrieg  in  einer Farbigen-Infanterieeinheit teil, wird verwundet und kommt als Kriegsversehrter zurück nach Hause. Er wird als ungemein arbeitsam geschildert, der fähig ist, für die Ernährung seiner Familie zu sorgen. Sohn Jack unterstützt die Familie, nachdem er nur sechs Jahre die Schule besuchen konnte. Er hilft der Familie, indem er unter anderem Pferde auf einem Gestüt pflegt und dabei auch beim Training der Pferde hilft. Dann ist er in einigen anderen Arbeitsstellen unterwegs, z.B. als Bäckerhilfskraft, Malergehilfe, Friseuraushilfe. Früh kommt er mit dem Boxen in Berührung und stellt sich als Partner im Sparring zur Verfügung. Er selbst berichtet, dass sein Boxinteresse durch Walter Lewis geweckt wird, dem ein kleineres Geschäft in seiner Heimatstadt gehört. Seine ersten Boxversuche „testet“ er, indem er gegen Gangmitglieder seiner Straße kämpft. Weitere Erfahrungen gewinnt er, als er sich an den „Battles Royal“ beteiligt. Hier werden  für weiße Zuschauer bis zu sechs farbige Kämpfer, manchmal darüber hinaus,   in den Ring verfrachtet. Gewonnen hat dann der, der als letzter noch steht. Die „Gagen“ werden vom Publikum mit Münzen in den Ring geworfen. Es sind diese Erfahrungen, die das Bild Johnsons von „den“ Weißen prägen. Manche Boxhistoriker behaupten im Übrigen, dass Jacksons berühmte Konter- und Verteidigungsfähigkeiten  durch die „Battles Royal“ in dieser Zeit entwickelt werden. 

Jack ist vergleichsweise  hoch gewachsen, kräftig und muskulös gebaut. Berichtet wird, wie er einen älteren, größeren und stärkeren ausgewachsenen Mann namens Dawie Pierson das Fürchten lehrt und ihn deutlich besiegt.  Die Leidenschaft fürs Boxen verlässt ihn nicht mehr. Allerdings: Zu dieser Zeit herrscht in Texas ein striktes Verbot des Boxsports. Damit ist es zu erklären, dass er in den offiziellen Kampfstatistiken erst ab dem Jahre 1897 vermerkt ist. Ein Teil seiner Kämpfe ist demnach nicht in den offiziellen Listen aufgenommen.

Erste Kämpfe und Erfolge

Sein erster „offizieller“ Kampf findet am 01. November 1897 in seiner Heimatstadt statt. Er ist noch Mittelgewichtler und knockt Charley Brooks, den man nach diesem Kampf nur noch einmal  im Boxring gesehen hat,  in der zweiten Runde aus.  Die erste echte Chance erhält er, als er im Mai des Jahres 1899 gegen John „Klondike“ Haines (in manchen Quellen wird der Name „Haynes“ geschrieben) antritt. Aber: Nachdem Johnson zu Beginn des Kampfes gut mithalten kann, wird er in der fünften Runde ausgeknockt. Er selbst gibt an, dass er nahezu unterernährt gewesen sei und dazu nur unzureichend trainieren konnte. Die Chance, die Leiter nach oben zu klettern, kommt zu früh. Ein Jahr später holt er gegen Haines im Refight ein Unentschieden über 20 Runden heraus, und nur ein halbes Jahr danach, im Dezember 1900,  knockt er ihn durch TKO in der 14. Runde aus.

Die nächste Möglichkeit, in der Spitzengruppe mitzumischen, kann Johnson wiederum gegen alle Erwartungen  nicht wahrnehmen. Er tritt gegen Joe Choynski an, der sich bereits einen blendenden Namen gemacht hatte: Choynski hatte  bereits u. a. mit den früheren Schwergewichtsweltmeistern James J. Corbett, mit Bob Fitzsimmons und Jeffries  im Ring gestanden und dabei immer eine gute Figur gemacht.  Diese Kämpfe fanden auf einem Schiff statt, das für die staatlichen Behörden von Texas unzugänglich ist, um dem damals herrschen Boxverbot zu entgehen.

In Galveston bietet Johnson, der da noch eher im Halbschwergewicht anzusiedeln ist,  dem Spitzenboxer Ende Februar 1901  zwei Runden die Stirn, boxt hervorragend. In der dritten Runde erwischt ihn ein harter Konter, und er ist ausgeknockt. Beide müssen dann für mehr als drei Wochen ins Gefängnis. Für Johnson hat es was Gutes: Er kommt durch die zufriedenstellende Verpflegung mit der Hilfe boxbegeisterter Aufseher zu einer besseren Ernährung, kann seinen Aufstieg fortsetzen  und eine Reihe von Kämpfen nach dem Gefängnisaufenthalt gewinnen.

„Colored Heavyweight Title“

Seit dem Jahre 1901 ist Frank Carillo, ein mexikanisch-amerikanischer Tausendsassa, der verschiedene Geschäftsinteressen verfolgt und auch Boxevents promotet, sein „Manager“. Und der findet trotz des fortdauernden Boxverbots eine Reihe von Möglichkeiten, Johnson Kämpfe zu verschaffen.  Später wird er Carillo abservieren, weil er keinen Weißen in seinem Betreuerstab haben möchte. Über ein Dutzend Mal ist Johnson im Ring, bleibt ungeschlagen. 1903 erringt er den Weltmeistertitel im Schwergewicht für schwarze Boxer. Ein solcher „Titel“ wird deshalb eingerichtet, weil die durchweg weißen Titelträger die sogenannte „Colour Line“ strikt beachten: Keine Schwarzen können als Herausforderer akzeptiert werden. Am 05. Februar 1903 besiegt er nach 20 (!) Runden Denver Ed Martin nach Punkten. Martin ist in der 11. Runde vier Mal am Boden, aber Johnson kann ihn nicht ausknocken. Nach dem Kampf hat er sich jedenfalls den „Colored Heavyweight Title“ geholt, ist „Weltmeister der schwarzen Schwergewichtler“. Auch im nachfolgenden Refight lässt er Martin keine Chance. Er verteidigt den „Titel“ unter anderem drei Mal gegen Sam McVea, wehrt auch den dritten Angriff von Denver Ed Martin erfolgreich ab und knockt ihn in Runde zwei aus. Beim Publikum wird er längst als wichtigster, im Grunde einzig echter Herausforderer für den Weltmeister im Schwergewicht, James J. Jeffries, gesehen. Doch der ist dazu verdammt, dieses Ansinnen durch einen schwarzen Boxer nicht zu akzeptieren.

Der Weg zum Weltmeister im Schwergewicht

 James J. Jeffries gibt am 13. Mai 1905 seinen Schwergewichtsweltmeistertitel ab. Er regt einen Nachfolgekampf um den Titel zwischen Marvin Hart und Jack Root an. Und der Kampf kommt tatsächlich zustande. Hart kann im Juli des gleichen Jahres Root in der 12. Runde ausknocken. Nur wenige Monate behält er den Titel, denn schon im Februar des nächsten Jahres muss er ihn nach 20 Runden gegen Tommy Burns abgeben.

Seit Frühjahr 1906 ist Sam Fitzpatrick Johnsons neuer Manager. Ihm wird nachgesagt, dass er Connections zu den Boxveranstaltungen und deren Manager überall in der Welt habe. Bis nach Australien, das sich als beste Adresse für Profiboxer erweisen sollte,  führt und managt  er Johnson in verschiedenen Kampfauftritten, z.B. mit der australischen Schwergewichtsgröße Peter Felix, den er in der ersten Runde ausknockt,  und gegen den Australienmeister im Schwergewicht, Jim Lang, der nur acht Runden gegen Johnson übersteht. Nach der Rückkehr in die USA  besiegt er den früheren Weltmeister im Schwergewicht, Bob Fitzsimmons, in der zweiten Runde durch Knockout. Allerdings: Fitzsimmons ist da schon an die 45 Jahre.

Kurz danach schlägt der den vom früheren Schwergewichtsweltmeister, John L. Sullivan, unterstützten Kid Cutler schon in der ersten Runde KO, punktet wenig später Sailer Burke aus. Auch der bereits bekannte und gefürchtete Schwergewichtler Jim Flynn, der „Fireman“,  hat gegen Johnson im Februar 1907 in San Francisco keine Chance: In der 12. Runde liegt er flach. Fast fünf Minuten ist er besinnungslos. Tommy Burns aber, der Weltmeister, versteckt sich weiterhin und ignoriert alle Herausforderungen. 

Nun beginnt ein Katz- und Mausspiel. Johnson verfolgt Burns auf Schritt und Tritt, „belästigt“ den Weltmeister mit laut herausgeschrienen Beleidigungen , verfolgt Burns bei seinen Kämpfen in England, Frankreich, bis nach Australien und verspottet ihn lauthals.  Endlich, endlich erklärt sich der Weltmeister bereit, gegen Jack Johnson seinen Titel zu verteidigen. Dessen Wende um 180 Grad kam aber nicht von ungefähr: Der Veranstalter, der australische Promoter Hugh D. McIntosh, selbst vorher Boxer, aber auch Radrennfahrer, Theaterarrangeur und noch anderes mehr,  garantiert dem Titelträger eine Börse von 30.000 Dollar, eine für das damalige amerikanische Profiboxen ungeheure Summe.

Weltmeister im Schwergewicht

Der Kampf um die Schwergewichtsweltmeisterschaft findet am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1908 im australischen Sydney, im Rushcutter’s Bay Stadium, statt. Ringrichter ist übrigens Veranstalter Hugh D. McIntosh. Der „Galveston Giant“, wie Jack Johnson genannt wird, ist für heutige Schwergewichtsverhältnisse keineswegs gigantisch: 1,88 m. Sein Gewicht liegt zu Kampfbeginn bei 87,1 kg. Tommy Burns, der Weltmeister, ist sogar im Vergleich zu den heute bekannten Schwergewichtlern fast zwergenhaft und zart: Er ist 1,70 m groß und wiegt um die  76 kg. Das Stadion ist mit 20.000 Zuschauern ausverkauft, obwohl es kühl und regnerisch bleibt. Die Eintrittspreise liegen zwischen fünf und fünfzig Dollar und bringen insgesamt an die 175.000 Dollar in die Veranstalterkassen. Beide sind voll austrainiert. Johnson platzt förmlich vor Motivationsschwingungen und Tatendrang. Er will diesen weißen Weltmeister, der ihm über Jahre hinweg aus dem Weg gegangen ist und dem er unermüdlich seine Herausforderung ins Gesicht geschrien,  der ihn nur wegen seiner schwarzen Hautfarbe  ignoriert hat, endlich zeigen, wer der Herr im Ring ist. 

Dann der Gong zur ersten Runde. Noch vor Rundenende explodiert eine Rechte von Johnson am Kinn Burns, und der bleibt bis acht am Boden. Mit dem Mut der Verzweiflung wehrt sich Burns, stellt sich dem Kampf, agiert aber in der zweiten Runde mit mehr Vorsicht. Da zieht der Herausforderer plötzlich seine Fäuste runter und schreit den Weltmeister laut an, warum er denn solche Angst habe. Der, in seiner Ehre gekränkt, rennt blindwütig gegen Johnson an, kann ihn aber nicht treffen. Denn Johnson ist schnell, beweglich, wendig. Die wütend herausgebrachten Schläge des Weltmeisters gehen ins Leere. Ab Mitte des Kampfes wird Johnson Schritt für Schritt überlegener, trifft den Weltmeister mit harten Schlägen. Aber es wird schnell klar, dass er ihn nicht frühzeitig ausknocken will.  Er lässt ihn stehen. Später wird bekannt, dass er von einer Filmfirma dann mehr Geld  bekommen sollte, je mehr Runden er im Ring steht.  Und Johnson setzt die Bestrafung fort. Spricht Burns im Ring an und fragt, wie er denn  zu der Behauptung komme, dass er überhaupt boxen könne. Burns kontert mit rassistischen Bemerkungen, beschimpft ihn unter anderem als  „Hund“ und „Negerschwein“. Die Zuschauer erleben den Kampf als eine Bestrafung des Weltmeisters. Burns torkelt, aber er steht weiter. Die 20.000 sind auf den Bänken und brüllen sich die Kehlen heiser. Sie fühlen, dass dies nicht nur ein Boxkampf ist, sondern ein Racheakt des Herausforderers.

In der Pause zur 14. Runde spricht Ringrichter McIntosh Burns an und erkundigt sich, ob der den aussichtslosen Kampf nicht abbrechen wolle. Burns lehnt ab. Mit scheinbar neu geweckten Kräften stürmt er nach dem Gong nach vorn, kämpft verzweifelt gegen die drohende Niederlage. Wieder kracht eine harte Rechte gegen das Kinn von Burns, wieder ist er am Boden. Wieder steht er auf, ist bei neun oben. Da endlich wird das Gemetzel abgebrochen. Aber nicht vom Ringrichter. Zwei Polizisten springen in den Ring und stoppen den Kampf. Burns sitzt apathisch in seiner Ringecke. Berichtet wird, dass er seinen Betreuern zugeflüstert habe, dass dies ein „furchtbarer Traum“ gewesen sei.

Johnson wird vom Publikum begeistert gefeiert. 20.000 jubeln ihm zu. Auf den Schultern wird er in einem wahren Triumphzug  bis ins Zentrum von Sydney getragen. Der erste schwarze Weltmeister aller Klassen ist gekürt. Ein Meilenstein in der Geschichte des Schwergewichtsboxens. Und Jack London, der berühmte Schriftsteller, der den Kampf am Ring verfolgt hat, schreibt,  Johnson habe den Clown gegeben, Burns sei „Spielzeug“ für ihn gewesen. Gesucht werde nun jemand, der das Lächeln des Schwarzen ausknipsen könne. Für die Presse geht eine Welt unter, die der „weißen Rasse“, hatte doch Johnson nach dem Kampf Burns als „Durchschnittsboxer“ bezeichnet, der vergleichsweise leicht zu besiegen gewesen sei.  Die schwarzen Ureinwohner des Landes, die Aborigines, wurden von ihm, provozierend für die weiße Mehrheit,  im Vergleich als intelligent und erfinderisch gesehen und bewundert.

Titelverteidigungen

Fieberhaft wird nach Kämpfern gesucht, die die Schmach der Niederlage des „weißen“ Tommy Burns vergessen machen könnten. Ein erster Versuch,  Exweltmeister Jeffries zurückzuholen, scheitert, denn: Jeffries hat sich auf über 270 Pfund nach seinem Rückzug gefuttert und ist noch nicht in der Lage, einen Boxkampf zu überstehen. Er sitzt auf seiner Farm, die er seit einiger Zeit erworben hat. Die Rückkehr gelingt erst 1910. Zuvor aber werden Johnson weiße Boxer präsentiert, denen ebenfalls zugetraut wird, ihn zu schlagen. Die weißen Hoffnungen werden allesamt besiegt, aber Johnson geht mit ihnen „sanft“ um und knockt sie nicht aus, lässt sie im Ring überleben.  Der einzige ernstzunehmende Boxer, bei dem er seinen Titel nicht aufs Spiel setzen will, ist der Kanadier Sam Langford, ein schwarzer Schwergewichtler, der sich in den USA bei seinen Auftritten „Boston Tar Baby“ einen Namen macht. Johnson hatte im April 1906 gegen den vergleichsweise schmächtigen, eher im Mittelgewicht oder Weltergewicht  anzusiedelnden Boxer im Ring gestanden, Langford zwar in der sechsten Runde am Boden gehabt, aber insgesamt nur mit einiger Mühe den Kampf nach Punkten gewonnen.  Später wird Langford als weltweit bester Boxer bezeichnet werden, der nie einen Titelkampfchance erhalten hat.  Johnson aber  sieht in der Zertrümmerung der weißen Schwergewichtshoffnungen bessere Geldquellen.  

Die weiße Öffentlichkeit baut dagegen auf Stanley Ketchel, den Weltmeister im Mittelgewicht. Der Kampf findet am 16. Oktober 1909 im kalifornischen Colma statt. Ketchel gilt als  wild schlagender und gefährlicher Herausforderer. In seiner Biographie steht, dass er mit zwölf Jahren seinen Vater ermordet im Haus entdeckt hat, mit durchgeschnittener Kehle.  Nur wenig später wurde auch seine Mutter ermordet. Er selbst wird später ebenfalls durch eine Kugel im jugendlichen Alter getötet.

Während des Kampfes am 16.10.1909 in Colma  tut Johnson zunächst wenig; der Fight wird von Ketchel bestimmt. Johnson lächelt eher, provozierend für viele Zuschauer,  vor sich hin. In Runde zwölf kommt Ketchel  mit einem harten Treffer durch, der Johnson auf die Bretter zwingt. Da ist’s aus mit dem Lächeln. Johnson steht auf, deckt Ketchel mit einem Hagel von Treffern ein. Ein schwerer Aufwärtshaken beendet den Kampf: Ketchel geht weit über die Zeit zu Boden, verliert einige Zähne.

Johnson vs. Jeffries

Endlich gelingt es Tex Rickard, den  heißt erwarteten Kampf mit dem früheren Schwergewichtsweltmeisters, James J. Jeffries, vertraglich zu besiegeln.  Die letzte weiße Hoffnung scheint so weit zu sein, dass er Johnson herausfordern kann. Nach einem lang andauernden Spiel der Promoter hat Tex Rickard das Rennen gemacht. 125.000 Dollar setzt er ein. Der ungeschlagene Exweltmeister,  James J. Jeffries,  hat sich lange auf den Kampf vorbereitet, sein Gewicht ist wieder auf der Wettkampflinie. Selbst in den Kirchen betet die weiße Bevölkerung, dass er siegen möge, aber auch in den Kirchen mit schwarzer Bevölkerung macht man Ähnliches, hier natürlich umgekehrt. Der Cheftrainer Jeffries tönt vor dem Kampf, dass es unmöglich sei, seinen Mann zu schlagen, weil Klassen zwischen ihnen lägen. Johnson hat einen nahezu modern anmutenden Trainingsplan, an den er sich strikt hält, aufgestellt. Alles ist vor dem Kampf minutiös geregelt, Essenszeit, Schlafen, Sparringzeit. Überliefert ist, dass er am Kampftag mittags vier große Koteletts, drei Eier, dazu eine Scheibe kalten Fleisches zu sich nimmt; drei Tassen Tee komplettieren die Mahlzeit. Danach zieht er sich eine Stunde zum Schlafen zurück.    

Der Kampf findet Anfang Juli des Jahres 1910  in Reno, in Nevada, statt. Alles, was Rang und Namen hat, findet sich vor dem Ring ein, z.B. John L. Sullivan, der erste Weltmeister, oder Corbett, sein Nachfolger. Das Publikum tobt enthusiastisch, als Jeffries, der Unbesiegbare, den Ring betritt. Dann tritt Johnson auf: Seidenmantel, blaue Hose, die US-Flagge um die Hüfte gelegt. Der Beifall bleibt aus. Und Johnson lächelt.  Der Veranstaltungschef, Tex Rickard, ist Ringrichter.

Wieder spielt Johnson mit seinem Gegner, spricht mit ihm während des Fights. Durch einen Schlag blutet eine alte Verletzung an Johnsons Lippe. Manche sehen da eine Wende des Kampfes. Aber die werden enttäuscht. Johnson lässt dem Exweltmeister keine Chance. Nur in den ersten drei Runden kann Jeffries den Kampf ausgeglichen halten. Als Johnson den Angriff sucht, zerschlägt er das Nasenbein Jeffries, dessen Augenbrauen. Er blutet aus verschiedenen Verletzungen. Später steht in den Zeitungen, es sei eine „blutige Messe“ gewesen. Viele Zuschauer wollen den Abbruch, doch Jeffries will überleben, geht in den 15. Runde.  Dann explodiert ein rechter Haken am Kinn von Jeffries. Noch einmal möchte er hoch. Ringer Rickard aber sagt: Es ist genug, und er beendet den Kampf.

Nach dem Titelkampf meint Jeffries, er sei zu alt gewesen, um nochmals in Form zu kommen. Er zieht sich nach dem Debakel wieder auf seine Farm zurück. Übrigens:  Es gibt kaum eine Zeitung, die Johnsons boxerische Großleistung würdigt. Eher wird  um den Untergang der weißen Hoffnung getrauert.

Und weiter geht die Suche nach einem, der die „weiße Ehre“ wiederherzustellen vermag, weiter. Mit einem neuen „Titel“, den „Weltmeister der Weißen“, soll die Herrschaft Johnsons im Schwergewicht untergraben werden. Auch Georges Carpentier, der sonst untadelige Boxer, gibt sich für diese Farce her. Während dessen verteidigt Johnson gegen „Fireman“ Jim Flynn seinen Titel durch TKO in Runde neun in Las Vegas. Auch während dieses Kampfes wird Johnson durch den Fireman mit rassistischen Bemerkungen konfrontiert.

Nach einer zweijährigen Pause, die Johnson einlegt, reist er Mitte Dezember 1912   nach Frankreich und trifft im Titelkampf in Paris auf Battling Jim Johnson. Der Kampf verläuft ohne jegliche Höhepunkte. Das Publikum pfeift beide Kämpfer aus, schmäht sie wegen ihrer Untätigkeit. Johnson behauptet  später, sein linker Arm sei verletzt gewesen.  Die ärztliche Untersuchung ergibt, dass er eine Fraktur am Arm erlitten hat. Nur wenig später, im Juni 1913,  trifft Johnson in einem weiteren Titelkampf ebenfalls in Paris auf Frank Moran, den er nach 20 Runden nach Punkten besiegt.   

Der Untergang Jack Johnsons: Jess Willard als Schwergewichtsweltmeister

In Paris, so wird berichtet, stürzt sich der Weltmeister ins pralle Vergnügungsleben, gibt Unmengen an Geld aus. Als er in die USA zurück kommt, ist sein Vermögen aufgebraucht. In Paris sitzen viele auf ihren Rechnungen, die vom Weltmeister stammen. Endlich erreicht ihn ein neues Kampfangebot. Er sieht die Chance, aus seinem Schuldenberg ein Stück herauszukommen.  Die weißen Pfadfinder haben vermeintlich jemanden gefunden, der Johnson bestrafen wird. Es ist Jess Willard, ein für die damalige Zeit furchteinflößender, riesenhafter Kerl aus Texas, an die zwei Meter groß, mit einer Reichweite von 211 cm. Sein Kampfgewicht beträgt über 108 kg.  Willard hatte unter den weißen Schwergewichten Tabula rasa gemacht, hatte nahezu jeden umgehauen, der ihm in den Weg kam. Der Kampf soll nicht in den USA stattfinden, sondern auf der kubanischen Insel, in Havanna. 30.000 Dollar an Kampfbörse soll Johnson, der mittlerweile über 37 Jahre ist,  abräumen. Eine Möglichkeit, aus der Schuldenhölle herauszukommen.  Kampftag in Havanna: Der 05. April 1915.. In Europa tobt bereits das zweite Jahr des Weltkrieges.

In den Anfangsrunden des Kampfes, der übrigens fast ohne Begrenzung der Rundenzahl (45 Runden sind vorgesehen), im Grunde daher allein auf den entscheidenden Finalschlag  angelegt ist. zeigt er Willard, was Boxen heißt. Der Herausforderer kann nicht ein einziges Mal treffen. Johnsons Schläge zielen immer wieder, ob als Haken, Gerade oder Schwinger, auf den Körper Willards. In zehn Runden boxt er den Herausforderer nach allen Regeln der Kunst aus, so dass keiner glaubt, dass Willard dieses Bombardement überstehen könne. Selten ist ein Herausforderer derart vorgeführt worden. Über zwanzig Runden sehen die Zuschauer eine Bestrafung des Herausforderers, der mit letzter Verzweiflung versucht, mit wilden Schwingern und Haken den Weltmeister zu treffen. Das geht bis zur 26. Runde. Da holt der Herausforderer zu  einem eher harmlos aussehenden Schwinger aus, Johnsons Deckung ist unten, und er liegt im Ringstaub, wird ausgezählt.  Jess Willard ist neuer Weltmeister im Schwergewicht. Die Massen im Oriental Park toben. Endlich wieder ein Weißer, der den Titel trägt. Eine Zeitung schreibt nach dem Kampf, dass Johnson wie ein „verendetes Raubtier“ im Ringstaub gelegen habe.

War es Betrug?

Erst später zweifeln viele den Ausgang des Kampfes an. Es wird z.B. ein Bericht bekannt, der von einem Vorfall kurz vor dem Kampf in Johnsons Kabine stattgefunden habe. Mehrere Männer, mit Masken unkenntlich gemacht, seien in die Kabine eingedrungen und hätten Johnson eine Riesensumme auf den Tisch geworfen und verlangt, dass endlich ein Weißer wieder Weltmeister werde. Er habe bis zur 25. Runde Zeit. Wenn er dann nicht im Ring auf dem Boden liege, werde er erschossen. Johnson soll das Geld in seine Taschen gesteckt haben. Ein weiteres Indiz sah man darin, dass Johnson kurz vor dem Kampf äußerst verstört auf seinem Schemel im Ringe gesessen habe. Außerdem habe seine zweite Ehefrau Lucille in der 25. Runde die Veranstaltung verlassen, was als Signal von Johnson verstanden worden sei, den Kampf mit einer Niederlage zu beenden, weil das Bestechungsgeld sozusagen nun verfügbar sei.   Desweiteren habe Johnson nach seinem Niederschlag seine Augen vor der blendenden Sonne mit seinen Armen und Händen ganz bewusst geschützt: Für einen niedergeschlagenen Boxer wäre ein solches Verhalten absolut ungewöhnlich. Johnson selbst hat nach der Niederlage behauptet, dass  der Kampfverlauf abgesprochen und der Titelverlust  erkauft worden sei. 

Andere Erklärungen für die Niederlage Johnsons aber davon, dass Johnson mit seinen 37 Jahren erheblich älter (nämlich an die zehn Jahre) als der Herausforderer und von daher schon im Nachteil gegen den jugendlich-frischen und unverbrauchten Willard gewesen sei. Zudem sei Johnson wegen seines maßlosen Lebensstiles  schlecht trainiert in den Kampf gegangen. Dass er dennoch den Fight über mehr als 20 Runden beherrschen konnte, habe an seiner boxerischen Erfahrung gelegen. Dann sei  er aber ermüdet und immer schwächer geworden. Seine Behauptung, der Kampf sei abgesprochen gewesen, habe letztlich damit zu tun, dass er in unfairer Weise nicht eingestehen wollte, dass er den Kampf verloren und besiegt worden sei.

Letztlich ist nie der Nachweis gelungen, dass der Ausgang dieses Titelkampfes ein großer Bluff gewesen ist.  Hier kann man nur auf Vermutungen angewiesen sein. Dass Johnson aus konditionellen Gründen den Kampf letztlich verlor, ist durchaus nicht von der Hand zu weisen. Seine Lebensweise ist teilweise so ausgefallen gewesen, dass die sportliche Komponente zumindest teilweise sekundär wurde.

Das Ende

Nach dem Willard-Sieg sieht man Johnson zunächst  in Spanien, wo er  eine Boxschule eröffnet, dann in Mexiko, wo er gegen eher unbedeutende Boxer zu sehen ist. Immer dann, wenn ihn die Schulden plagen, steigt er in den Ring. Zwischens seinen Auftritten liegen teilweise mehrere Jahre.  Mit 53 Jahren stellt er sich in seinem letzten Kampf Brad Simmons in Wichita, Kansas, und siegt nach zwei Runden durch Knockout.  Seine Kampfstatistik: 74 Kämpfe, davon 53 Siege bei 34 Knockouts. 11 Niederlagen sind verzeichnet, sieben unentschiedene Kämpfe. In den sogenannten „No- decision-Kämpfen, bei denen keine Ergebnisse bekanntgegeben werden durften, sind  14  Siege zu vermelden und drei unentschieden.

Jack Johnson starb am 10. Juni 1946, 68jährig, an den Folgen eines Unfalls. Er wollte den zweiten Kampf um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Joe Louis und Billy Conn am Ring  verfolgen  und raste wie üblich über die  Straßen.  Bewusstlos kam er ins Krankenhaus, starb dann an seinen inneren Verletzungen.

Jack Johnson und seine Zeit: Ein Fazit

In der Phalanx der Schwergewichtler gehört Jack Johnson  zu den Besten, die der Boxsport je geliefert hat. Nicht nur Ali, auch andere Schwergewichtsgrößen reihen ihn dort ein. Tex Rickard, die amerikanische Managerlegende, sagte mal, dass Johnson alles konnte, dass er perfekt, aber kein wilder Kämpfer gewesen sei. Eher ein überragender Mann der Defensive und des Konterns, was ihm die Möglichkeit verschaffte, hart und oft genug vernichtend zuzuschlagen. Sein rechter Uppercut war legendär, unübertroffen. Bewundert wurden neben seiner für damalige Verhältnisse ungewöhnlichen Körperkräfte  seine überragende Beinarbeit, seine boxerische Eleganz, seine sorgfältige Deckung und insbesondere seine vielfältigen Schlagtechniken.

Johnson war aber nicht nur boxerisch ein Phänomen seiner Zeit. Er wird auch als ungewöhnlich intelligenter und kluger Mann beschrieben, der trotz seiner sozialen Herkunft sich auch in den sogenannten  „besseren Kreisen“ behaupten konnte.  Er beherrschte neben dem Englischen die spanische und französische Sprache, konnte sich sogar mit seinen Deutschkenntnissen verständlich machen. In den USA war er zu seiner Zeit einer der Menschen, denen am meisten Hassgefühle entgegengebracht wurden, denn er vermied es, mit Onkel-Tom-Verhalten aufzutreten, vertrat stattdessen offensiv die schwarze Sache.

Weil er sportlich nicht zu stoppen war, versuchte man, ihn mit andere „Maßnahmen“ auszuschalten: Man bemühte die Gerichte, um ihn wegen seines Umgangs mit weißen Frauen zu treffen. In einem neuen US-Bundesgesetz wurde es verboten, weiße Frauen aus „unmoralischen Motiven“ über die Grenzen der Bundesstaaten zu lassen. Man verurteilte Johnson zu einem Jahr Haft. Ein Urteil, das deshalb hirnrissig von vielen als hirnrissig gewertet wurde, weil es tagtäglich passierte, dass „weiße“ Frauen über die Grenzen der Bundessstaaten „transportiert“ wurden. Johnson gelang es aber, durch Zahlung einer hohen Kaution frei zu kommen. 

Viele Journalisten spotteten über die  für einen damals lebenden  Schwarzen außergewöhnlichen Verhaltensweisen und Extravaganzen, z.B. über dessen roséfarbenen Boxshorts oder darüber, dass er eine riesengroße Auswahl an Anzügen zusammengetragen hatte. Er kleidete sich auffallend und ohne Rücksicht auf den obwaltenden Mehrheitsgeschmack.  Sein Zahnarzt vergoldete seine  Zähne, was mit horrenden Kosten verbunden war.  Wo er konnte, war er auf Partys zu sehen. Dazu wird berichtet, dass er sexsüchtig gewesen sei, mit einem besonderen Faible für weiße Frauen, was ihm zusätzlichen Hass der weißen Mehrheit einbrachte.  Er soll über hundert Verkehrsverstöße begangen haben, einige Male mit Arreststrafen geahndet. Auch wurde ihm vorgehalten und als Indiz für seine Maßlosigkeit vorgehalten, dass er, als er z.B. nach England einschifft,  seine Frau, Chauffeure, Sparringspartner, Autos mit dabei hat. Später eröffnete er in Chicago ein Café und wird dabei beobachtet, wie er trotz seiner Ehe mit Etta, seiner ersten Ehefrau,  weiter mit einer Vielzahl von anderen Frauen verkehrt.  Darüber hinaus wird ihm  sein leidenschaftliches Glückspieler-Verhalten vorgeworfen. Als dann seine Frau Selbstmord begeht, nicht zuletzt wegen seiner vielen Eskapaden, tröstete er sich schnell mit vielen anderen „Damen“, die in den meisten Fällen  aus der Halbwelt stammten.

Für die breite weiße Bevölkerung jedenfalls war Jack Johnson eine ständige Provokation. Johnson ließ sich niemals in die Uncle-Tom-Rolle, in die Rolle des passiven und netten Schwarzen einspannen, der dankbar die Chancen ergreift, die ihm die Weißen bieten. Johnson interpretierte ein solches  Verhalten als Sklavenmentalität und wollte sich davon kompromisslos trennen. Wenn nicht boxerisch, sondern gerade in diesem Verhalten ist er einem wie Muhammad Ali nicht unähnlich. Auch Ali provozierte in seiner Laufbahn die weiße Mehrheit, war eine geraume Zeit seiner Karriere in der weißen US-Bevölkerung verhasst, besonders wegen seines „großmäuligen“ Auftretens. Nicht von ungefähr galt Jack Johnson für Ali als Vorbild.

 Die krampfhafte und verzweifelte Suche der weißen Presse, der  Veranstalter und des Publikums nach einem Schwergewichtler, der Johnson vom Sockel holen konnte, ist daher erklärlich. Umso erleichterter war man, als mit Jess Willard anscheinend endlich jemand herangewachsen war, der dem gehassten ersten schwarzen Weltmeister stoppen konnte. Ob der Kampfausgang auf Betrug beruhte, wird man aber wohl nie endgültig klären können.

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18 Kommentare

  1. Interessierter
    15. März 2012 at 00:32 —

    Danke für diese Rückblicke. *thumbsup*

  2. Conny Rux
    15. März 2012 at 00:54 —

    es gibt einen schönen Film über Jack:die grosse weisse Hoffnung
    Der Titel täuscht wegen weisse Hoffnung.es geht auch um den Gegner Willard und der ist ebend ein weisser Texaner.

  3. Paul
    15. März 2012 at 11:00 —

    @ Levent

    Danke für den Link.
    Kannst Du mir vielleicht sagen, wann das Bild aufgenommen wurde? Johnson sieht da schon ziemlich gealtert aus. :D

  4. Levent aus Rottweil
    15. März 2012 at 11:14 —

    Paul keine Ahung ich hab nur mal gegoogelt ;-)

  5. johnny l.
    15. März 2012 at 11:41 —

    genialer artikel. unglaublich, unter welchen bedingungen, mal ganz abgesehen vom rassismus, damals gekämpft wurde, 45-runden-kämpfe, bareknucklefights etc. – da wirkt selbst das härteste training mit modernen methoden wie kinderfasching. kannst du eine bio empfehlen (englisch kein problem)? habe zwar einen link gefunden, der geht aber irgendwie ins leere. einen film gibts ja auch, der lief sogar irgendwann mal auf arte, glaube ich, muss ich mir mal besorgen.

  6. Tom
    15. März 2012 at 13:38 —

    @ Paul

    Mal wieder ein klasse Bericht,der auch für mich wieder einige kleine Details hatte die ich bisher nicht kannte!

  7. eisenbruch
    15. März 2012 at 18:25 —

    Ich habe paar Kämpfe (in schwarz-weiss)gesehen.
    Defensiver Boxer, viel klammern und schieben, angeblich soll er Max Schmeling vor dem Kampf gegen joe Louis einige Tipps gegeben haben.

  8. Paul
    15. März 2012 at 18:48 —

    @ johnny l.

    Eine nach meiner Meinung informative, unterhaltsame und kritische Biographie ist die von Gilmore. Das Werk ist zwar schon von 1975, aber immer noch ungemein lesenswert.

    Der genaue Titel: Gilmore, Al-Tony: Bad Nigger,the National Impact of Jack Johnson, New York 1975.

  9. bomberman
    15. März 2012 at 22:12 —

    Die Anekdote, daß er, beim Verhängen eines Strafzettels wegen Überschreitung der zulässigen Höhstgeschwindigkeit dem Polizisten die doppelte Bußgeldsumme,mit der bemerkung auszahlte , er komme auf dem rückweg wieder vorbei, hätte nicht fehlen dürfen.
    ansonsten o.k.
    der Bomberman hätte es jedoch wesentlich besser und spannder verfasst

  10. bomberman
    15. März 2012 at 22:17 —

    Die Anekdote, daß er, beim Verhängen eines Strafzettels wegen Überschreitung der zulässigen Höhstgeschwindigkeit, dem Polizisten die doppelte Bußgeldsumme mit der Bemerkung auszahlte , er komme auf dem Rückweg wieder vorbei, hätte nicht fehlen dürfen.
    ansonsten o.k.
    der Bomberman hätte es jedoch wesentlich besser und spannder verfasst

  11. johnny l.
    15. März 2012 at 22:22 —

    thx, paul ;)

  12. Paul
    15. März 2012 at 22:43 —

    @ Eisenbruch

    Das mit Schmeling ist mir neu. Ich werd mal versuchen, das rauszufinden.

  13. Paul
    15. März 2012 at 22:48 —

    @ Bomberman

    Die Anekdote mit dem Polizisten ist wirklich gut… und auch typisch für Jack Johnson. :-)

  14. ACTION#1
    15. März 2012 at 23:31 —

    @PAUL

    klasse bericht… wirklich super….

    auch hier kann ich wieder eine doku empfehlen,leider ist diese auch englischsprachig und somit nicht für “jedermann” geeignet…

    die doku heisst: “unforgivable blackness: the rise and fall of jack johnson”

    sollte irgendwo auf youtube verfügbar sein…

    sehr zu empfehlen…

  15. ACTION#1
    15. März 2012 at 23:34 —

    hab mal nachgeschaut und was gefunden…

    unforgivable blackness part1: http://www.youtube.com/watch?v=Ex1TX2Vp3pQ

    part 2: http://www.youtube.com/watch?v=oya-vCEttU0&feature=related

    auch zu empfehlen ist “boxings best – jack johnson”: http://www.youtube.com/watch?v=b9vZ3cY4-Aw

  16. Paul
    16. März 2012 at 11:05 —

    @ Action

    Danke für Deine Empfehlungen, Hinweise und Links :-)

  17. eisenbruch
    16. März 2012 at 18:03 —

    Paul sagt:
    Wissen ist Macht, nicht wissen macht auch Nichts!

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