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Das Wiegen: Usyk vs. Huck

Gestern Nachmittag begleitete der US-Ringsprecher Jimmy Lennon Jr. das offizielle Wiegen in der Max-Schmeling-Halle zwischen WBO-Weltmeister Oleksandr Usyk (12-0-0, 10 K.o.) und Marco Huck (40-4-1, 27 K.o.).

Zunächst kündigte die „Stimme des Boxens“ das Team um den Herausforderer aus Berlin an. Huck wurde von seinem Freund, dem Schwergewichtler Manuel Charr beim Einmarsch unterstützt und brachte 90,2 Kilogramm auf die Waage.

Beim Eintritt des Favoriten aus der Ukraine wurde es erstmals laut und die mitgereisten Fans machten auf sich aufmerksam. Der Cruisergewichtler Oleksandr Usyk lag mit 90,5 Kg im Limit und damit 300 Gramm über demjenigen seines Kontrahenten.

Damit konnte der Topfavorit das physische Duell mit einem leichten Vorteil für sich entscheiden. Dazu präsentierte er sich etwas austrainierter als Marco Huck.

Vor dem zweiten Face-to-Face in dieser Woche übernahmen die Fans des Berliners die Sprechchöre und machten deutlich, dass der Heimvorteil in dem Duell auf der Seite von „Huuuuuuuck“ liegt. Seine Anhänger werden ihn am Kampfabend, wenn nötig, nach vorne peitschen.

Als keiner der Boxer Anstalten machte den Staredown zu beenden, versuchte Kalle Sauerland dazwischen zu gehen. Die Lage zwischen den Boxern war angespannt, weil Marco Huck seinem Gegner bei der Pressekonferenz am Mittwoch einen Schubs verpasste und beleidigte.

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Einen Tag vor dem Mega-Event soll keiner der Beiden die Nerven verlieren, oder gar einen vorzeitigen Kampf provozieren. Wie auf Kommando wandten die Rivalen kurz darauf fast gleichzeitig ihre Blicke voneinander ab.

Insgesamt machte der 30-jährige Champion einen entspannteren und selbstsicheren Eindruck und stahl Huck damit die Show. Usyk hielt seinen WM-Gürtel in die Höhe gestreckt und ließ seine Muskeln zum Ende hin spielen.

Der deutsche Ex-Weltmeister wurde bei dieser Szene sicher an seine Karrierehöhepunkte erinnert und wird Samstagabend sicher alles versuchen, um den Boxfans einen besseren Fight als zuletzt gegen Mairis Briedis zu zeigen, wo er sich nicht einmal eine Runde sichern konnte und komplett enttäuschte.

Highlight: Auch WBO-Champion im Superfedergewicht Vasyl Lomachenko ist zur Unterstützung seines ukrainischen Freundes nach Berlin gereist und tummelte sich in der Menge. Heute wird er sicher in der Max-Schmeling-Halle am Ring Platz nehmen.

Denn sein Vater, Anatoly Lomachenko, ist der neue Trainer in der Ecke von Oleksandr Usyk. Das Duo kennt sich aus Usyks Amateurzeit und der gemeinsame Erfolg wurde damals durch die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London gekrönt. So tritt Lomachenko Senior die Nachfolge von James Ali Bashir an, der gestern auch unter den Schaulustigen war.

Der Fight wird ab 22:15 Uhr live auf SAT. 1 übertragen und die Undercard läuft ab 19:55 Uhr im Black Pass auf ranFighting.de.

Foto: Marco Baumann

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3 Kommentare

  1. Profilbild von California
    9. September 2017 at 17:03 —

    Huck ist einer den man nicht mehr sehen kann, und nicht los wird….hoffentlich verliert er spektakulär und kündigt nachher seinen Rücktritt an…..werde sonst eine Antrag auf Abschiebung machen….hoffe Mutti legt kein Einspruch ein…lange mach ich das nicht mehr mit….

  2. Profilbild von bronzbomber007
    9. September 2017 at 19:11 —

    ich dachte hukic lebt im Ausland

  3. Profilbild von Dr. Fallobsthammer ( ͠° ͟ʖ ͡°)

    Wenn Hukics kopf leer ist, ist das aber ein Vorteil. Dadurch hat er einen tieferen Schwerpunkt und ist somit schwerer aus der balance zu bringen.
    Seine Eltern haben sich schon was dabei gedacht als sie diesen Hohlkopf produziert haben.

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