Top News

Amir Mansour besiegt Travis Kauffman nach Punkten

Um die vakanten Schwergewicht-Titel von USBA (US-amk. IBF) und USNBC (US-amk. WBC) sollte es am Freitag Abend zwischen Travis Kauffman und Amir Mansour gehen. Dieser Kampf sollte eigentlich schon auf der Card von Wilder vs Washington stattfinden. Beide Boxer wussten, dass es dabei um ihre boxerische Zukunft geht und lieferten sich eine Schwergewichtsschlacht, wie man sie kaum erwartet hätte. Selbst Steve Cunniungham, der bei diesem Event seinen Gegner Felipe Romero über 6 Runden mit 3x 60:54 abfertigte sagte, dass der Kampf zwischen Kauffman und Mansour keinen Verlierer verdient hätte.

Es war ein durchweg sauberer und sportlich fairer Kampf, obwohl es in der ersten Kampfhälfte viel Halten gab. Kauffman hatte eine trickreiche Taktik und wechselte laufend die Auslage um Mansour aus dem Konzept zu bringen. Ab Runde 8 verließen ihn allerdings etwas die Kräfte und Mansour holte sich wichtige Runden. In Runde 12 gaben beide Boxer noch einmal Alles. Der Sieg ging durch eine Mehrheitsentscheidung (117:111, 115:113 und 114:114) knapp an Mansour.

Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!

Nach dem Kampf war Kauffman der Meinung, man habe ihn um den Sieg gebracht. „Es war ein guter Kampf, aber ich dachte, ich wäre 3 Runden vorne. Er landete ein paar Treffer, aber ich dachte, ich hätte genug Runden gewonnen um den Sieg zu holen.“

Auch Mansour gab seine Meinung zum Besten: „Sie dachten ich bin alt und würde nicht über die Zeit kommen,aber ich bin metal stark. Ich gebe Kauffman Kredit. Er war dicht an mir dran, aber ich wusste das ich gewonnen habe, als es zur Urteilsverkündung ging. Es waren ehrliche Punktrichter.“

Mit diesem Sieg und diesen beiden US-Meistertiteln steht Masour da, wo er immer hin wollte. Es ist nach 2 Gefängnisstrafen bereits sein dritter Anlauf, seine Boxkarriere mit einem WM-Kampf zu krönen. Jetzt sagt der 44-jährige, man solle ihm Wilder geben. Man kann davon ausgehen, dass Mansour das nicht nur in der Sieges-Euphorie gesagt hat. Er will diesen Kampf und fühlt sich fit genug dafür. Er ist der Meinung, dass sein Körper in den 10 Jahren Gefängnis nicht so gealtert ist, als wenn er als Boxer weiter gekämpft hätte und körperlich verbraucht wäre. Geht es nach der bisherigen Gegnerwahl Wilders bei seinen bisherigen freiwilligen Verteidigungen, wäre Masour keine exotische Ausnahme. Allerdings steht für den WBC-Champ erst einmal eine Pflichtverteidigung gegen Bermane Stiverne an. Der Sieger dieses Kampfes wird wohl früher oder später mit Amir Mansour im Ring stehen.

Voriger Artikel

WM-Titel Nummer fünf und sechs für Adler

Nächster Artikel

Gennady Golovkin siegt nur knapp nach Punkten

2 Kommentare

  1. Profilbild von Marvin Hagler
    19. März 2017 at 13:27 —

    Das war ein interessanter Kampf der schwer zu bewerten war! Ich dachte erst das man den Punktsieg an den jüngeren Boxer vergibt, aber eigentlich war ja Mansour optisch besser. Ich denke ein Unentschieden wäre hier das gerechteste Urteil gewesen!?
    Was der eine Punktrichter bei seiner 117:111 Wertung gesehen hat wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben!
    Das Mansour zwar noch von einem WM-Kampf träumt ist zwar verständlich, aber ob er wirklich gegen Wilder eine Chance hätte?
    Bei der WBA ist da wohl eher was möglich für Mansour und mit Erzen Rrutemi gibt es auch einen neuen WBFed.-WM, mit dessen Titel könnte er auch noch etwas Geld machen!

    Mansour war erstaunlich leichtfüssig und schnell für sein Alter!

  2. Profilbild von digger stubble
    19. März 2017 at 18:59 —

    Wenn Hardcore richtig trifft, hat er genügend Power um jeden Boxer besiegen zu können, aber gegen die derzeitige erste Garde des Schwergewichts ist er nicht schnell genug und technisch zu limitiert. Dafür ist er aber sehr verbissen und nimmt keinen Kampf auf die leichte Schulter. Er ist für sein Alter perfekt austrainiert und er sollte absolut nicht unterschätzt werden, aber so richtige boxerische Chancen hat er eigentlich nicht. Auch nicht gegen den technisch limitierten Wilder.

    Aber, er hat sich mit seiner Verbissenheit einen großen Pay-Day verdient und ich würde ihm einen solchen wirklich sehr gönnen. Und vielleicht kann er ja durch einen Lucky-Punch sogar die Sensation schaffen und auf seine sehr alten Tage noch kurz Weltmeister werden. Letzteres glaube ich aber weniger!

    Von Hardcore kann sich auf jeden Fall so manch ein Boxer eine Scheibe abschneiden. Er ist symphatisch, fleissig und kein bisschen feige. Wenn man ihn nicht weggesperrt, aber einen klassen Trainer zur Seite gestellt hätte, wäre er wahrscheinlich in die Fusstapfen von Mike Tyson getreten und hätte, wenn überhaupt, nicht viel schlechter ausgesehen.

Antwort schreiben