Boxen.de Box-ABC: E wie Exhibition

Unter einem Exhibition Fight versteht man einen inoffiziellen Kampf, der lediglich zur Unterhaltung der Zuschauer bestimmt ist. Die Kampfdauer beträgt dabei meistens nur zwei oder drei Runden zu jeweils drei Minuten. Oft tragen dabei beide Kämpfer einen Kopfschutz und größere Handschuhe. Exhibition Kämpfe haben eine lange Tradition: so tourte beispielsweise Jack Dempsey in den frühen 1930er Jahren durch die USA, um sich auf unkomplizierte Weise etwas dazu zu verdienen. Auch Joe Louis bestritt zahlreiche solche Kämpfe und präsentierte sich dadurch einem noch breiterem Publikum, zum Teil auch den Soldaten in Übersee. Boxer der jüngeren Boxgeschichte, die Exhibition Kämpfe bestritten haben, sind u.a. Mike Tyson und Wladimir Klitschko. Im September 2012 wurde ein Exhibition Fight zwischen Roy Jones Jr. und Kimbo Slice angekündigt, aus diesen Plänen hat sich jedoch nichts Konkretes ergeben. © adrivo Sportpresse GmbH

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Boxen.de Box-ABC: D wie Dementia Pugilistica

Unter “Dementia Pugilistica” versteht man eine neurale Dysfunktion, die vor allem in Sportarten auftreten kann, wo die Sportler häufig Schlägen oder Stöße auf den Kopf ausgesetzt sind, beispielsweise im Boxen oder American Football. Die Krankheit tritt nicht akut auf, sondern entwickelt sich erst langsam, typischerweise 16 Jahre nach dem Beginn der jeweiligen Laufbahn. Zu den üblichen Symptomen zählen Koordinationsstörungen, Sprachstörungen und Zittern, ähnlich wie bei der verwandten Parkinson-Erkrankung. Zu den bekanntesten Opfern der Krankheit gehören u.a. Jack Dempsey, Joe Louis, Jerry Quarry und Meldrick Taylor. Aber auch einige aktive bzw. erst kürzlich zurückgetretene Boxer weisen bereits erste Anzeichen der Krankheit auf, beispielsweise Riddick Bowe oder James Toney. © adrivo Sportpresse GmbH

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Boxen.de Box-ABC: C wie Catchweight

Unter dem Begriff “Catchweight” versteht man ein freiwilliges Gewichtslimit, auf das sich zwei Boxer, die zumeist aus unterschiedlichen Gewichtsklassen stammen, freiwillig einigen. Traditionell trifft man sich dabei in der Mitte. Da es ohnehin bereits 17 Gewichtsklassen gibt, stehen die meisten Kenner der Boxszene Catchweight-Kämpfen äußerst kritisch gegenüber. Denn oft werden diese freiwilligen Gewichtslimit von dem ökonomisch stärkeren Boxer installiert, um den Gegner zu schwächen. Bei Nichteinhaltung des Limits ist eine Strafe zu bezahlen, auf deren Höhe man sich im Vorfeld geeinigt hat. Beispiele für Catchweight-Fights der letzten Zeit: Kelly Pavlik vs. Jermain Taylor II (166 amerik. Pfund), Kelly Pavlik vs. Bernard Hopkins (170 amerik. Pfund), Roy Jones Jr. vs. Felix Trinidad (171 amerik. Pfund), Manny Pacquiao vs. Miguel Cotto (145 amerik. Pfund), Manny Pacquiao vs. Antonio Margarito (150 amerik. Pfund), Floyd Mayweather Jr. vs. Juan Manuel Marquez (144 amerik. Pfund, von Mayweather aber um zwei Pfund überschritten). © adrivo Sportpresse GmbH

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Boxen.de Box-ABC: B wie Bob and weave

Unter “bobbing and weaving” versteht man das Auspendeln von ankommenden Schlägen mit dem Oberkörper. Dabei gibt man während des Schlages des Gegners mit dem Knie nach und bewegt den Oberkörper und den Kopf diesselbe Richtung. Die Bewegung geschieht kreisförmig, am Ende steht man wieder in der Ausgangsposition da. Um eine Führungshand oder linken Haken eines Normalauslegers auszupendeln, bewegt man sich nach rechts, bei einer rechten Schlaghand geht die Bewegung nach links. Der wahrscheinlich bekannteste Vertreter des bobbing and weaving ist der kürzlich verstorbene ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Joe Frazier. Auch Mike Tyson war in den frühen Jahren seiner Karriere mit dieser Technik sehr erfolgreich. Bobbing and weaving wird vor allem in der amerikanischen Boxschule vermittelt. Beim europäischen Stil versucht man eher, die ankommenden Schläge mit einer geschlossenen Doppeldeckung abzublocken. Es gibt aber auch einzelne europäische Boxer, die diese Technik anwenden (z.B. Alexander Povetkin). Diese Boxer hatten aber zumeist an irgendeinem Punkt ihrer Karriere einmal einen amerikanischen Trainer. © adrivo Sportpresse GmbH

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Boxen.de Box-ABC: A wie Alphabet Soup

Unter “Alphatbet Soup” (dt.: Buchstabensuppe) versteht man die Vielzahl von Weltverbänden, die den Boxsport seit den 80er Jahren überschwemmt haben. Da es früher nur acht Gewichtsklassen und nur einen Weltmeister pro Gewichtsklasse gab, war es für den Boxfan von Annu Dazumal nicht allzu schwierig, den Überblick zu behalten. Da es mittlerweile aber 17 Gewichtsklassen und vier anerkannte Weltverbände (WBC, WBA, IBF, WBO) gibt, ist die Zahl der aktiven Champions schon auf 68 angestiegen (Interims-, Diamond-, Silver- und Supertitel noch nicht mitgerechnet). Selbst eingefleischte Boxfans verlieren da schon mal die Übersicht. Der Grund für das stetige Ansteigen von sog. Weltverbänden hat ausschließlich ökonomische Gründe: steht ein Titel auf dem Spiel, muss ein Boxer in der Regel einen gewissen Prozentsatz seiner Börse dem Verband zukommen lassen (bis zu drei Prozent). Kämpfe, wo es um einen Titel geht, stoßen in der Regel auf mehr Interesse, was höhere Einschaltquoten und größere Ticketverkäufe zur Folge hat. Dadurch steigt wiederum die Börse der Boxer, was höhere Einnahmen für die Weltverbände zur …

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Damon T. Dana

Unmittelbar nach seinem bestandenen Abitur am Hürther Albert-Schweizer-Gymnasium, eines der wenigen Gymnasien mit der Option eines Sportleistungskurses, widmete sich Damon seiner sportlichen Karriere, indem er dank seines langjährigen Teamkameraden und BBL-Basketballprofispielers Joel Mondo im Rahmen der BBL-Saisonvorbereitung der Köln 99ers am Vereinsathletiktraining teilnahm. Während dieser Trainingsphase fiel Damon aufgrund seiner Athletikbegabung und Disziplin positiv auf, sodass er seitens eines Fachmannes auf eine potentielle Boxkarriere angesprochen wurde. Mittels dieses Impulses begann Damons Realisierungsprozess, welcher ihn zum Besuch diverser Boxvereine veranlasste, um persönliche Eindrücke zu sammeln. Schließlich reflektierte er seine bisherigen Basketballerfahrungen und wurde sich dessen bewusst, dass er eigentlich ein Boxerdasein im Sinne eines Lone Wolf dem teamzentrierten Basketballsport verzog. Er wollte der selbständige Schmied seines Glückes sein und gab dem Sport eine Chance. Diese Entscheidung bedeutete für ihn eine vorübergehende Hundertachtziggradwende weg vom Basketballgeschehen. Leider wurden Damons hohe Erwartungen an die jeweiligen – eigentlich renommierten – Boxvereine hinsichtlich einer professionellen und zielgerichteten individuellen Betreuung enttäuscht, so dass er sich mit seinen ernst gemeinten Absichten allein …

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Das ‚10-Points-Must-System’ – Wie beim Boxkampf gepunktet wird

Heutzutage wird so gut wie überall nach dem 10-Points-Must-System bewertet. Der Grundsatz dieses Systems ist, dass jede Runde einzeln betrachtet bewertet wird, und dass in ausnahmslos jeder Runde mindestens einer der beiden Boxer 10 Punkte bekommen muss. Dabei gibt es jedoch verschiedene Konstellationen, wie und wonach eine Runde bewertet wird. In einer Runde, in der keiner der beiden Boxer zu Boden geschlagen wird, gilt es zu ermitteln, welcher der beiden Boxer die Runde gewonnen hat. Dies geschieht aufgrund von vier Kriterien: 1. „Clean punching“ Das mit Abstand wichtigste Kriterium zum Bewerten einer Runde. Wer hat die besseren und härteren Treffer anbringen können? Hier spielt es auch mit rein, ob ein Boxer den anderen „anklingeln“ konnte. 2. „Effective aggressiveness“ Effektive Aggressivität. Welcher der beiden Boxer ist konstant im Vorwärtsgang und kann dadurch den anderen in Bedrängnis bringen? Die Betonung liegt hier allerdings auf „effektiv“. Aggressivität ohne Effektivität bringt keine Punkte. 3. „Ring generalship“ Ein sehr schwammiger Begriff, der für das nicht direkt Greifbare steht. Welcher der …

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Cruisergewicht

Übersicht Die Gründung und die ersten Jahre – WBC- und WBA-Titel Evander Holyfield – Der erste uneingeschränkte Cruisergewichtsweltmeister Die Zeit nach Holyfield – Die vier Titel gehen herum Der Weg zur erneuten Titelvereinigung Die letzten Jahre – David Haye, Tomasz Adamek und die Nachfolger Cruisergewicht: Gewicht: Bis 200 Pfund / 90,718 kg Bekannte Boxer: Dwight Muhammad Qawi, Evander Holyfield, Juan Carlos Gomez, Johnny Nelson, Vassiliy Jirov, Jean-Marc Mormeck, O’Neil Bell, David Haye, Tomasz Adamek, Marco Huck Momentane Weltmeister: WBA: Guillermo Jones WBC: Zsolt Erdei IBF: WBO: Marco Huck Das Cruisergewicht ist die vielleicht am wenigsten angesehene Gewichtsklasse des Boxens, auch wenn sie in den letzten Jahren schon an Legitimität unter den Boxfans gewonnen hat. Das Cruisergewicht ist die viertjüngste Gewichtsklasse und wurde 1979 gegründet. Neben der daher fehlenden Tradition trägt zu dem Mangel an Beachtung gegenüber dem Cruisergewicht vor allem bei, dass es direkt unter dem populären Schwergewicht liegt, und die meisten Cruisergewichtler daher früher oder später ins Schwergewicht wechseln. Außerdem gibt es einige Beispiele …

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Schwergewicht

Übersicht Die Ursprünge – Von Sullivan bis Burns Jack Johnson – Der erste farbige Schwergewichtsweltmeister Der Titel wird herumgereicht – Von Willard über Schmeling bis Braddock KOs am Fließband – Die Ära Joe Louis Der Ungeschlagene und der Zweifachweltmeister – Marciano und Patterson Die goldene Ära – Ali, Frazier, Foreman & Co Larry Holmes – Der unbeachtete Champion Von Helden und Antihelden – Tyson, Holyfield und Co Die letzten 15 Jahre – Lennox Lewis und die Klitschkos Retrospektiv – Die Besten der Besten Schwergewicht: Gewicht: Über 90,718 kg / 200 lbs. Bekannte Boxer: Jack Johnson, Joe Louis, Max Schmeling, Rocky Marciano, Floyd Patterson, Sonny Liston, Muhammad Ali, Joe Frazier, George Foreman, Larry Holmes, Mike Tyson, Evander Holyfield, Lennox Lewis, Vitali Klitschko, Wladimir Klitschko Momentane Weltmeister: WBA: David Haye WBC: Vitali Klitschko IBF: Wladimir Klitschko WBO: Wladimir Klitschko Das Schwergewicht ist die absolute Premiumklasse des Boxens und erfreut sich im Grunde seit Beginn des Boxsports der größten Popularität. Einige der illustersten und bekanntesten Boxer aller Zeiten …

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Nikolai Valuev

Nikolai Valuev (oder Nikolai Sergejewitsch Walujew) ist mit 2,13m Körpergröße der größte Boxweltmeister aller Zeiten und auch der schwerste (Kampfgewicht ca. 150kg). Er ist am 21. 08.1973 in Sankt Petersburg, Russland geboren. Valuev ist zweifacher WBA Schwergewicht Weltmeister. Steckbrief: Geburtsname: Nikolai Sergejewitsch Walujew Kampfname: The Russian Giant Gewichtsklasse: Schwergewicht Geburtstag: 21. August 1973 Stil: Linksauslage Größe: 2,13 m Kampfstatistik: Kämpfe: 52 Siege: 50 KO: 34 Niederlagen: 1 Keine Wertung: 1

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